Dass Microsoft hochmoderne Videospiele, die mehrere hundert Millionen Euro in der Produktion kosten können, an Abonnenten von Online-Mitgliedschaften vermietet, statt sie wie gehabt zu verkaufen, wirft seit Jahren Fragen zur Nachhaltigkeit auf. Experten diskutieren und spekulieren darüber, wie erfolgreich ein Angebot wie der Xbox Game Pass für das Unternehmen sein kann. Laut dem Xbox-Chef Phil Spencer, der den Online-Dienst für Microsoft verwaltet, sei der Xbox Game Pass aus geschäftlicher Sicht überaus nachhaltig:
"[Der Xbox] Game Pass schneidet sowohl aus geschäftlicher als auch aus kreativer [...] Sicht sehr gut ab, daher ist er meiner Meinung nach weiterhin ein echtes Alleinstellungsmerkmal für unsere Plattform und ein Wegbereiter für Youtuber und Spieler", sagt der Manager im Gespräch mit Axios. Anschließend erklärte er, dass die über 20 Millionen Menschen, die monatlich mindestens 10 Euro für die Mitgliedschaft zahlen, schon jetzt sehr rentabel seien:
"Ich weiß, dass es viele Leute gibt, die gerne schreiben, dass wir gerade viel Geld verbrennen, um [irgendwann mal] auf einen Topf voll Gold zu stoßen. Aber nein: Der [Xbox] Game Pass ist da, wo [das Abo] im Moment sitzt, sehr, sehr nachhaltig. [Das Angebot] wird auch weiter wachsen", prognostiziert Spencer. Ihm zufolge gehe es Microsoft derzeit gut, sodass sich zahlende Kunden offenbar keine Sorgen zu machen brauchen.
