Lange Zeit galt Japan als Heimat der Videospiele, und nach dem Videospiel-Crash von 1983 waren es vor allem Nintendo und Sega, die den Weg zu modernen Konsolen ebneten. In den letzten 15 Jahren wurden Konsolen jedoch immer weniger verkauft, während der japanische Markt sowohl in Bezug auf tragbare Spielgeräte als auch auf Smartphones immer tragbarer geworden ist.
Jetzt wächst das nicht-tragbare Gaming wieder, aber es sind nicht die Konsolen, die sich erholt haben, sondern der PC-Markt, der den Schub bietet. Der Branchenverband CESA berichtet, dass PCs heute 13 % des japanischen Gaming-Marktes ausmachen - im Vergleich zu nur 5 % vor fünf Jahren. Der japanische Analyst Dr. Serkan Toto schreibt in einem Bericht dazu, dass "Japans PC-Gaming-Markt sich von 2019 bis 2023 fast verdreifacht hat".
In den gleichen fünf Jahren ist das Smartphone-Gaming um fünf Prozentpunkte gewachsen, während das Konsolen-Gaming um drei Prozentpunkte zurückgegangen ist (wobei der Erfolg der Switch der Grund dafür ist, dass er relativ stabil geblieben ist).
Es ist wahrscheinlich, dass in der Zukunft zunehmend japanische Spiele auf dem PC erscheinen werden und das PC-Gaming weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Sowohl Microsoft als auch Sony haben damit begonnen, ihre Spiele für den PC anzubieten. Nintendo hingegen hat sich bislang geweigert, diesen Schritt zu gehen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen dürfte dies jedoch intern ein Thema sein, das zur Diskussion steht.
