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Animal Crossing: New Leaf

"In Animal Crossing geht es um Austausch"

Wie Animal Crossing auf dem 3DS Europa erobern will, haben uns Produzent Katsuya Eguchi und seine Kollegin Aya Kyogoku von Nintendo erklärt.

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Jedes Animal Crossing-Spiel erfindet sich ein Stück weit neu. Was ist aber der Kern der Reihe, der nie verändert werden sollte?
Katsuya Eguchi: Da gibt es zwei Dinge. Zum einen geht es um den Austausch unter den Spielern. Zum anderen kannst du deinen persönlichen Geschmack durch das Sammeln von Objekten und Elementen ausdrücken und diese anderen dann zeigen. Diesmal bist du außerdem der Bürgermeister und kannst dadurch die Stadt nach deinen Wünschen gestalten. Und das bezieht sich auch auf den Tagesrhythmus im Spiel. Die Stadt und ihre Bewohner können früh morgens aktiv sein oder aber eher abends.

Wie erreicht ihr dieses Ziel?
Katsuya Eguchi: Wir haben versucht verschiedene Möglichkeiten anzubieten, um Dinge, die man gesammelt hat, anderen zu zeigen. Natürlich kann jeder über die kabellose Verbindung noch immer andere Städte besuchen. Aber es ist auch möglich, die Häuser anderer Spieler über Streetpass zu empfangen und sie dann im Musterdorf der Akademie des schönen Hauses zu besichtigen. Und auf der Einkaufsmeile kann später ein Laden namens Schlummerhaus gebaut werden. Dort kann man die Daten der eigenen Stadt hochladen und auch andere Städte besuchen und sich auf diese Weise inspirieren lassen. Jeder kann also auf Wunsch seine Stadt oder sein Haus anderen zeigen und im Gegenzug andere Städte und Häuser sehen. Es lässt sich viel entdecken und es gibt dadurch immer wieder Überraschungen. Genau das regt zum Spielen an und die neuen Varianten und Ideen sorgen für noch mehr Motivation. Auch außerhalb des Spiels kann man sich natürlich austauschen. Nintendo hat in Japan bereits einen Dienst gestartet, der es ermöglicht, Screenshots vom Spiel zu machen und diese in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook zu teilen. Nintendo will diesen Dienst auch in Europa anbieten. Damit lassen sich also Szenen und Objekte präsentieren, die wir mögen und die Kommunikation wird auch außerhalb von Animal Crossing fortgesetzt.

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Was ist noch neu im Spiel?
Aya Kyogoku: Es gibt im Spiel jetzt ein Café, das durch städtische Gelder errichtet werden kann und dort wird ein Teizeit-Job angeboten. Es geht also bei den Aufgaben eines Bürgermeisters nicht nur um Parkbänke und solche Dinge, sondern man kann auch Gebäude errichten. Und obwohl ich die Bürgermeisterin der Stadt bin, kann ich dort nebenher arbeiten und etwas Geld dazu verdienen. Das erhöht die Zahl an Möglichkeiten, die mir im Spiel zur Verfügung stehen. Die Läden auf der Einkaufsmeile sind anfangs noch recht klein, aber im Verlauf des Spiels wächst die Stadt. Es entstehen mehr Shops und sie werden größer. Einige eröffnen nach einer Weile von selbst, aber es gibt auch solche, die von der Gemeinde erbaut werden. Bei der Eröffnung des Nachtclubs etwa gibt es Bedenken wegen der Lautstärke, die dadurch entstehen könnte. Also muss der Bürgermeister herumgehen und die Bewohner um ihre Unterschrift für die Zustimmung bitten.

Es gibt einen Nachtclub?
Aya Kyogoku: Im Club arbeitet Samselt. Tagsüber macht er dort nur sauber. Trotzdem kann man ihn zu dieser Zeit besuchen und Geschenke vorbeibringen. Er führt als Dankeschön kleine Sketche auf und bringt uns Gesten für unseren Charakter bei. Daher sollte man ihm jeden Tag einen Besuch abstatten. In der Nacht wird es im Club dann geselliger und KK Slider besucht die Stadt. Wie schon in vorangegangenen Spielen gibt es am Samstagabend eine Akustik-Session von ihm und wir haben die Gelegenheit, Musikstücke zu bekommen. Am Sonntag legt KK Slider als DJ auf und wir können erstklassigen Clubsound genießen.

Was sagt eigentlich Shigeru Miyamoto als Freund von traditioneller Musik zu der Entscheidung, dass KK Slider nun ein DJ ist?
Katsuya Eguchi (lacht): Ich glaube nicht, dass er schon gemerkt hat, dass KK Slider als DJ arbeitet...
Aya Kyogoku: Wenn ich die Gelegenheit habe, werde ich ihn nach seiner Meinung fragen. Und vielleicht treffen wir uns auch gemeinsam in Animal Crossing im Club und tanzen zusammen.

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Wenn man Animal Crossing spielt, verbringt man sehr viel Zeit damit, aber es kostet im Laden nur etwa 40 Euro. Ist es nicht schlecht für Nintendo, wenn jemand so lange mit nur einem Spiel beschäftigt ist?
Katsuya Eguchi (lacht): Ja, das stimmt. Es ist natürlich richtig, dass man Animal Crossing sehr lange am Stück spielen kann. Aber genauso ist es möglich, jeweils nur für eine kurze Dauer zu spielen und das über einen längeren Zeitraum. So kann man zwischenzeitlich all die anderen Titel spielen. Auf diese Weise profitieren die Spieler und auch Nintendo davon.
Aya Kyogoku: Außerdem gibt es auch eine Download-Version vom Spiel, die auf der Speicher-Karte installiert werden kann. Damit ist der Karten-Slot im Nintendo 3DS immer für ein weiteres Spiel frei. Es lohnt sich also gerade bei Animal Crossing, die Download-Version zu haben.

Ihr bevorzugt also die die digitale Version des Spiels?
Aya Kyogoku: Ja.
Katsuya Eguchi: Ich habe zwei Töchter. Beide haben sich Animal Crossing zu Weihnachten gewünscht und auch meine Frau wollte das Spiel. Ich musste also drei Konsolen zusammen mit der digitalen Version des Spiels kaufen. Einer meiner Kollegen wollte lieber die Einzelhandelsversion des Spiels für sein Kind haben. Er wollte es einpacken und dem Kind etwas Physisches schenken. Es hängt also immer von den Leuten ab und was sie wollen. Es ist daher gut, beide Versionen anzubieten. Im Weihnachtsgeschäft waren die Spiele übrigens ziemlich beliebt und Animal Crossing: New Leaf war bei vielen Händlern ausverkauft. Auch Nachschublieferungen waren schnell vergriffen. Es war daher sehr schwer, einen Laden zu finden - und für uns Angestellte gab es keinen Bonus. Wir konnten das Spiel nicht über die Firma bestellen und mussten genauso einen Laden finden wie alle anderen.
Aya Kyogoku: Ich habe hier meinen eigenen Nintendo 3DS XL im Animal Crossing-Design dabei, der auch in Europa erscheint. Ich finde ihn sehr niedlich. Bis dahin hatte ich den gewöhnlichen 3DS und daher war es eine gute Gelegenheit, sich diesen als zweiten zuzulegen. Beide habe ich von meinem eigenen Geld gekauft.
Katsuya Eguchi: Meine Tochter wollte auch diese Version der Konsole. Die war ebenfalls ziemlich begehrt und ständig ausverkauft. Und weil es keinen internen Verkauf für Mitarbeiter gab, musste ich selbst einen Laden finden und dort sehr früh am Morgen Schlange stehen und lange warten, um diesen Nintendo 3DS XL zu bekommen.

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Dies war das erste Spiel in der Animal Crossing-Reihe als Director. War das schwierig?
Aya Kyogoku: Es ist mein zweites Spiel in der Reihe. Ich habe bereits an der Wii-Version von Animal Crossing: Let's go to the City als Co-Director gearbeitet. In diesem Spiel bin ich nun erstmals Director. Und ja, es ist ziemlich anspruchsvoll. Ich hatte hohe Erwartungen zu erfüllen und einen gewissen Erfolgsdruck verspürt. Aber nun mögen das Spiel viele Leute in Japan und bald wohl auch in Europa. Inzwischen bin ich ziemlich glücklich darüber und froh, dass ich der Director für das Spiel bin.

Ist es schwer, als Frau in dieser Branche zu arbeiten?
Aya Kyogoku: Es ist ein harter Job, aber ich mag es sehr, Videospiele zu entwickeln. Ich liebe meine Arbeit.

Animal Crossing: New Leaf hat die meisten Neuerungen in der Serie. Sind das Dinge, die ihr selbst gerne in die Reihe einfließen lassen wolltet? Spiegelt das Spiel eure persönliche Sicht wider?
Katsuya Eguchi: Meine Kollegin war diejenige, welche die meisten neuen Ideen hatte. Daher ist es besser, wenn sie die Frage beantwortet.
Aya Kyogoku: Die Animal Crossing-Reihe gibt einem die Möglichkeit, die Städte andere Leute zu besuchen und denselben virtuellen Ort mit Freunden oder der Familie zu betreten. Es gibt viele Themen, über die man sich austauschen kann. Wir können den Nintendo 3DS überall hin mitnehmen und es gibt die Features Streetpass und Spotpass. Die Menge an Leute, die wir potenziell erreichen können, ist diesmal viel größer. Es lassen sich Objekte mithilfe der Musterhaus-Ausstellung oder des Schlummerhauses teilen. Oder man spielt zusammen Minispiele auf der Insel. Oder wir teilen Bilder in sozialen Netzwerken. Es gibt es also eine breitere Palette von Möglichkeiten, um seine Erfahrung zu teilen. Das ist das eigentliche Konzept hinter der Serie.

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Gibt es Gegenstände, die ihr selbst im Spiel haben wolltet?
Katsuya Eguchi: Bezogen auf die Gegenstände, die wir erschaffen haben, gibt es natürlich Dinge, die ich auch im realen Leben gerne hätte. Aber es gibt auch Sachen, die es unmöglich im realen Leben geben kann. Es gibt zum Beispiel ein besonderes Ereignis, an dem man Gegenstände im Schneekristall-Design bekommen kann. Und wie erwähnt, habe ich zwei Töchter. Manchmal möchte ich ihnen etwas ganz Tolles speziell für Mädchen schenken, was in der Realität aber nicht immer möglich ist, in Animal Crossing jedoch schon. Ich kaufe es zwar nicht unbedingt im realen Leben, kann sie aber im Spiel finanziell etwas unterstützen.
Aya Kyogoku: Das Entwicklerteam hinter Animal Crossing besteht aus einer ausgewogenen Mischung aus Männern und Frauen. Doch nicht nur das, es gibt auch viele verschiedene Rollen wie Designer, Programmierer, Sounddesigner, Komponisten und so weiter. Jeder bringt seine eigenen Ideen für Gegenstände ein und dadurch versuchen wir, Möbel und Kleidungsstücke zu entwerfen, die vielen unterschiedlichen Leuten gefallen. Ich mag, dass man Glückskekse mit Spielmünzen kaufen kann, die man vom Schrittzähler des 3DS erhält. Darüber lassen sich Gegenstände gewinnen, die auf den Marken von Nintendo basieren. So gibt es zum Beispiel die Kleidung von Link aus der The Legend of Zelda-Reihe.

Das ist bestimmt reichlich?
Katsuya Eguchi: Schaut euch zum Beispiel mal diese Bücher an (Eguchi hält dicke Wälzer in die Luft), das sind Spieleratgeber, die in Japan veröffentlicht wurden. Wie man sehen kann, sind sie ziemlich umfangreich. Enthalten sind sämtliche Gegenstände aus dem Spiel. Es gibt so viele davon, dass wir hoffen, dass für jeden etwas dabei ist. Außerdem lassen sich bei Björn Gegenstände bearbeiten und es lassen sich eigene Designs einbringen. Es gibt wirklich jede Menge Variation.

Es gibt verschiedene Arten von Tieren in Animal Crossing. Was für neue Tiere sind dabei?
Aya Kyogoku: Wir haben jetzt zum Beispiel Hamster und Hirsche im Spiel, aber es wird immer schwieriger sich neue Arten von Tieren auszudenken.

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Welchen Charakter mögt ihr am meisten?
Katsuya Eguchi: Es gibt Tiere, die eine besondere Rolle haben und es gibt die Bewohner. Am liebsten mag ich Melinda, die Sekretärin. Ihre Gesichtsausdrücke sind wirklich niedlich und sie macht kuriose Fehler, die ebenfalls furchtbar niedlich sind. Sie ist wirklich süß und winkt immer nett, wenn ich das Büro vom Rathaus verlasse. Ich kehre deswegen jedes Mal gern wieder zurück.
Aya Kyogoku: Ich mag viele Charaktere, deswegen ist es schwer, mich für einen zu entscheiden. Aber wenn ich einen herauspicken müsste, dann vielleicht das Faultier Gerd, das im Pflanzenladen arbeitet. Er ist etwas langsam, aber sehr liebenswert.
Katsuya Eguchi: Und er arbeitet sehr hart! Das japanische Wort für Faultier ist "namakemono", das so viel bedeutet wie "faule Person". Aber er ist gar nicht so faul. Wenn es viel Unkraut in der Stadt gibt, dann hilft er uns dabei, es zu entfernen. Er ist sehr freundlich.
Aya Kyogoku: Nun ja, eigentlich hilft er uns nicht, das Unkraut los zu werden, sondern zählt nur auf, wie viel wir noch entfernen müssen. Aber wenn wir ihn bezahlen, dann hilft er uns tatsächlich. Wenn man das Spiel nicht jeden Tag spielen kann, mal eine längere Pause eingelegt hat und sich dann vor dem vielen Unkraut erschrickt, dann kann man ihn einfach um Hilfe fragen.

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