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God Eater 3

God Eater 3

Bandai Namco serviert uns mit God Eater 3 ein Spielkonzept, dessen Bestandteile sich gegenseitig kannibalisieren.

Die Terminologie von God Eater 3 ist eine Welt für sich und es stellt mich zugegeben vor eine kleine Herausforderung, die Spiele mit eigenen Worten nachzuerzählen. Die Serie thematisiert den unfairen Konflikt zwischen der schwachen menschlichen Rasse und einer überlegenen, biologischen Lebensform. Eigenständig agierende Zellen, die alles mit dem sie in Berührung kommen zersetzen, haben die Erde überfallen und bei ihrem Angriff giftige Asche freigesetzt, die nun die Überreste unserer sterbenden Welt überzieht.

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God Eater 3God Eater 3
Neulinge werden mit Tooltipps und Fachausdrücken in God Eater 3 bombardiert und sind hoffnungslos verloren.

Diese Zellen können sich zudem zu gewaltigen Kreaturen zusammenschließen, die jede bekannte Kampfkraft übersteigen - wie soll man schon etwas besiegen, das nicht berührt werden kann? Die verbleibenden Menschen haben darauf allerdings eine Antwort entdeckt und bezahlen einen hohen Preis, um der Bedrohung etwas entgegensetzen. Die sogenannten AGE - adaptive God Eater - bilden die neueste, perverse Schöpfung in einer Reihe von unmenschlichen Experimenten und wir spielen im neuen Actionspiel von Bandai Namco ein Mitglied dieser Spezialeinheit.

Schon sehr früh macht das Spiel deutlich, welchen Stellenwert die AGE trotz ihrer großen Opfer bei den verbleibenden Menschen haben. God Eater 3 erzählt in diesem Sinne die klassische Heldengeschichte eines Charakters, der die Fähigkeiten seinesgleichen um ein Vielfaches übersteigt und zur Hoffnung aller anderen wird. Leider schert sich der Titel nicht um seine Inszenierung, weshalb es für ein Spiel von gut 25 bis 30 Stunden Spielzeit auffällig wenig zu erzählen gibt.

All die Dinge, die wir auf unserer Reise erleben, sind ohnehin lediglich für den narrativen Rahmen von Bedeutung und werden vom Gameplay so gut es geht ignoriert. Grund dafür ist das verstaubte Missionsdesign, das aus den älteren Monster-Hunter-Spielen stammt. Es gibt nur einen einzigen Missionstypen, der trotz einer gewissen Varianz eben nur sehr bedingt einsetzbar ist. Während God Eater 3 eine mitreißende, emotionale Geschichte mit allzu menschlichen Problemen zu erzählen versucht, lässt uns das Spiel nämlich unentwegt Aragami verkloppen...

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God Eater 3God Eater 3
In God Eater 3 gibt es hunderte Gegenstände und bestimmt noch viel mehr Monster- und Sammelmaterialien. Leider fehlt es dem Titel an einer sinnvollen Beschreibung, wo man den ganzen Kram findet und wofür was gut ist.

Da die Geschichte an etlichen Stellen durch scheinbar wahllose Jagdmissionen auf frustrierende Art und Weise in die Länge gezogen wird, habe ich mich ab und zu sehr darüber geärgert, zu weiteren Aufträgen aufbrechen zu müssen. Auf der anderen Seite ist unsere Spielerfahrung auch davon geprägt, dass geschichtlich solange überhaupt nichts geschieht, bis der nächste Satz an kontextlosen Szenarios abgeschlossen wurde.

Es ist schade, dass God Eater 3 keine zusammenhängende Spielerfahrung bieten möchte und so wenig aus seiner eigenen Inszenierung macht. Selbst wenn es dem Spiel selten mal gelingen sollte, Spannung, Bedeutung oder gar Gewicht zu vermitteln, dann halten diese Augenblicke nie lange an. Dafür ist die Spaltung zwischen Gameplay und Story einfach zu groß, was am Ende des Tages selbst eingefleischten Fans unbefriedigt zurücklassen dürfte.

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