Gestern fand die Auktion statt, bei der die Marken und Studios von THQ unter den Hammer kamen. Sollte dabei insgesamt mehr herauskommen, als der Investor Clearlake für den gesamten Publisher bietet, würde dieser zerlegt werden. Offizielles dazu ist wahrscheinlich erst am frühen Abend zu hören, aber natürlich gibt es bereits Gerüchte. Zu den Bietern sollen unter anderem Sega, Electronic Arts, Warner, Ubisoft und Koch Media gehören.
Sega soll sich dabei Relic Entertainment gesichert haben. Zu den Spielen des Studios gehören Warhammer 40.000 und Company of Heroes. Beide würde das Portfolio von Sega bereichern, sind die doch bereits erfolgreich mit Creative Assembly und der Total War-Reihe unterwegs. Koch Media zeigte Interesse an Volition und der dazugehörigen Saints Row Reihe. Für Metro: Last Light könnten sich Warner und EA gleichermaßen interessieren.
Von Vigil Games, dem Studio hinter Darksiders, war dagegen noch nichts zu hören. Auch im Angebot ist ein Spiel, das bei den Left 4 Dead-Machern Turtle Rock in der Entwicklung ist. Und auch das größte Studio von THQ arbeitet an einem unangekündigten Spiel. In Montreal entsteht derzeit mit Patrice Désilets, dem kreativen Kopf hinter Assassin's Creed, ein großer Titel.
Ubisoft dagegen soll ein Auge auf South Park: Der Stab der Wahrheit geworfen haben. Allerdings stehen da noch Streitigkeiten an. Rechteinhaber South Park Company bestreitet, dass THQ die Rechte in einer solchen Auktion versteigern kann. Im Falle der Insolvenz würden diese für den ursprünglichen Kaufpreis an sie zurückfallen. Außerdem würde der Publisher dem Unternehmen noch 2,27 Millionen Dollar schulden. Eine Klage gestern direkt vor der Auktion schien aber zunächst keinen Erfolg gehabt zu haben.