G2A hat über Nacht tiefgreifende Veränderungen ihrer Distributionsplattform bekanntgegeben, die Entwicklern von Computerspielen zukünftig stärker unterstützen soll. Als Grund für die Initiative nennt das Unternehmen "jüngste Geschehnisse", das Ziel sei jedoch ganz klar Bildung des "Marktplatzes der Zukunft."
Zur Einordnung: In der vergangenen Woche hat der Indie-Publisher Tinybuild den Online-Handel G2A beschuldigt, dem Schwarzmarkt für zu Unrecht erworbenen PC-Keys eine Plattform zu geben. Tinybuild behauptet weiter, G2A sei sich dieser unlauteren Praktiken durchaus bewusst und bereichere sich weiterhin sogar daran.
Um den Markt der PC-Spiele weiterhin zu unterstützen, setzt G2A nun auf ein System, dass Spieleentwickler stärker in den Fokus des Handels rückt. Die komplette Liste der Änderungen findet ihr an dieser Stelle, die wichtigsten Punkte listen wir unten für euch auf.
- Entwickler dürfen beim Verkauf von CD-Keys eine Abgabe von bis zu 10% aufschlagen, die direkt an das Studio geht.
- G2A wird Entwickler und Indie-Publisher beim Preisvergleich prominenter platzieren, so dass sie von Käufern einfacher zu identifizieren sind.
- Für zusätzliche Transparenz will G2A Entwicklern ihre dedizierte Datenbank zur Verfügung stellen, aus der der Werdegang jedes einzelnen CD-Keys ersichtlich werden soll.
- Käufer dürfen Entwicklerstudios fortan direkt bei der Herstellung unterstützen. Auf der Produktseite eines Entwicklers soll es bald eine entsprechende Funktion geben.
Auf die Anschuldigungen von Tinybuild bezogen, verspricht G2A, illegale Aktivitäten in Zukunft stärker zu verfolgen. Zwielichtige Verkäufer werden notfalls von dem Verkauf auf der Plattform ausgeschlossen, daran arbeite auch die Rechtsverfolgungs-Abteilung. G2A verweist natürlich noch einmal darauf, dass das eigene Sicherheitssystem gängige Standards erfüllt.