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Eskalation im Konsolenkrieg

Wer gewinnt das Weihnachtsgeschäft 2014? Jonas Mäki sieht eine Eskalation im Konsolenkrieg am Jahresende kommen.

Im Sommer hat Sony verkündet, dass elf Millionen Playstation 4 verkauft worden sind. Microsoft konnte sich nur mit etwa der Hälfte verkaufter Xbox One rühmen. Das war für die Xbox One immer noch gut, wenn man bedenkt, dass es die Konsole bis vor kurzem gerade mal in 13 Ländern gab, während die PS4 direkt in über 50 verfügbar war - sie aber teils gerade am Anfang immer wieder lange ausverkauft war. Seitdem ist viel passiert. Die Xbox One zum Beispiel ist mittlerweile als einzige Konsole in China erhältlich. Sony ist derweil damit beschäftigt, den Verkauf der Playstation dort vorzubereiten, plant aber offenbar noch, ob es überhaupt die PS4 oder die PS3 wird. Losgehen soll es Anfang nächsten Jahres.

Um Sony anzugreifen, hat Microsoft eine Reihe von Maßnahmen erzwungen. Die wirkungsvollste war, Kinect von der Konsole zu entkoppeln und eine „nackte" Xbox One für 100 Euro weniger anzubieten. Microsoft wird im Herbst auch zuerst Festplatten mit einer Größe von einem Terabyte anbieten. All dies hat Auswirkungen - und langsam aber sicher baut Microsoft seine Marktposition aus, vor allen Dingen in den traditionell stärksten Märkten Großbritannien und USA, wo die Xbox One nun schon mehrfach die PS4 bei den Monatsverkäufen der Hardware geschlagen hat.

Eskalation im Konsolenkrieg

Sony wiederum setzte auf den Erfolg von Destiny, das den Verkauf der PS4 von einem bereits hohen Niveau aus steigern sollte. Aber das Spiel hat sich nicht so gut verkauft wie gedacht. Microsoft hatte derweil parallel begonnen, mit vielen Entwicklern besser zu arbeiten, um sicherzustellen, dass die Xbox One-Versionen so gut sind wie die Spiele für PS4. Daher ist es zunehmend ein Kampf unter gleichen, auch wenn es keinen Zweifel gibt, dass die PS4 als Hardware bei Verkäufen immer noch dominiert. Das gilt insbesondere in Deutschland oder den skandinavischen Ländern.

Zeitgleich schleicht sich die Wii U in Position. Für die sieht es nicht annähernd so schlimm aus wie noch am Anfang des Jahres. Mario Kart 8 machte einen Unterschied, die internen Ziele von 3,6 Millionen Konsolen für das Geschäftsjahr wurden mit sieben Millionen Einheiten weit übertroffen. Dazu hat Nintendo dicke Geldreserven und darf sich auf ein starkes Weihnachtsgeschäft freuen. Viele Eltern fühlen weiterhin, dass eine Nintendo-Konsole eine sichere Sache ist, um ihre Kinder ohne viel Aufsicht coole, aber auch lehrreiche und unterhaltsame Spiele ohne unnötige Gewalt genießen zu lassen.

Eskalation im Konsolenkrieg

Je nachdem, wie die Dinge in der Weihnachtszeit laufen werden, könnten Anfang 2015 Preissenkungen für die Xbox One kommen. Da immer weniger Nintendo-Spiele auf den Touchscreen des Wii U-Gamepad setzen, wird auch über eine Low-Budget-Version dieser Konsole im kommenden Jahr spekuliert. Sony indes steckt als Gesamtunternehmen schon lange in finanziellen Schwierigkeiten, wobei das Konsolengeschäft im Konzern klar zu den Profitbringern gehört.

Es ist in jedem Fall klar, dass dieses Jahresende 2014 das wichtigste für die Videospielindustrie seit zehn Jahren wird. Die Gunst der Konsumenten vor allem zu Weihnachten wird entscheidend für die Zukunft der drei Konsolenhersteller sein. Wer am meisten Konsolen verkauft, gewinnt. So einfach ist das.



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