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Dragon Quest Builders 2

Dragon Quest Builders 2

Square Enix' blockiges Abenteuer hat eine Fortsetzung hervorgebracht, die wir uns auf PS4 und Switch genauestens angesehen haben.

  • Ben LyonsBen Lyons

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Das hier ist Minecraft mit toller Story-Einbindung, guter Musik und richtigen Rollenspieleinflüssen.

Wir lieben Minecraft, genau wie Millionen anderer Spieler da draußen. Der Titel ist brillant, doch wenn es eine Sache gibt, an der es dem großen Klötzchenhit immer fehlte, dann ist das eine packende Geschichte, die uns mitreißt. Immerhin gibt es in dem Titel von Mojang diesen Ansatz mit dem Ender-Drachen, aber das alles ist weder sonderlich gut gemacht, noch lässt es sich mit einer toll geschriebenen Geschichte vergleichen, wie wir sie aus einem Story-Spiel kennen.

Und hier kommen wir endlich zu Square Enix, die 2015 mit dem ersten Dragon Quest Builders genau das geschaffen haben. Wir waren uns anfangs nicht sicher, was wir von diesem Titel halten sollten, doch wer sich das Game angeschaut hat, hat es auch geliebt. Deshalb hat der Entwickler nun einen Nachfolger geschaffen, mit dem wir uns in den letzten Wochen beschäftigt haben. Dragon Quest Builders 2 hat die Serie weiterentwickelt und eine eigene Identität zwischen Chibi-Charme und Klötzchen-Elementen gefunden. Dazu gesellen sich eine expansive Geschichte und viel Liebe zum Detail.

Dragon Quest Builders 2 ist ein Action-RPG im Sandkasten, für das sich Square Enix die Experten von Omega Force ins Boot geholt hat. Die Spieler müssen in diesem Abenteuer die Welt neu aufbauen und gleichzeitig die niederträchtigen "Children of Hargon" zurückschlagen. Um den zerstörerischen Kult zu vertreiben, bekommen wir Hilfe eines mysteriösen Begleiters namens Malroth (der ganz offensichtlich von einer dunkleren Macht beeinflusst wird). Malroth besitzt keine Baumeister-Fähigkeiten, wie wir sie haben, aber er hat einen außergewöhnlichen Kampfstil und kann viele Dinge zerstören. Im Gegensatz zu Minecraft ist das hier also keine einfache Sandbox, sondern eine aktive Erzählung, die in einem Sandkasten verwurzelt ist und die es uns gleichzeitig ermöglicht, kreativ zu sein, wann immer wir das wollen.

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Es gibt genug Inhalte, um selbst die engagiertesten Spieler zufriedenzustellen.

Wie bereits erwähnt spielen wir in Dragon Quest Builders 2 einen Baumeister, das ist ein mächtiges Wesen mit der Fähigkeit unzählige Kreationen zu entwerfen und zu konstruieren. Dafür bauen wir einfach einen beliebigen Block und verwenden ihn, wie wir wollen. Wir beginnen das Spiel lediglich mit den Kleidern auf unserer Haut, da wir von einer Monstercrew gefangen wurden und auf einem Gefängnisschiff sitzen. In der Gefangenschaft zwingt man uns die alltäglichen Arbeiten der Skelette auszuführen. In diesem Tutorial lernen wir, wie man Blöcke aufhebt und platziert, gekämpft und gecraftet wird natürlich auch, denn wir benötigen bald bessere Ausrüstung. Es kann sich so anfühlen, als ob man eine Ewigkeit an Bord dieses Schiffes verbringt, aber im Vergleich zum Rest des Spiels ist das wirklich gar nichts. Kurze Zeit später stoßen wir nämlich mit einem ungewöhnlichen Schiffswrack zusammen und werden auf die erste erforschbare Insel geführt.

Was wir bis zu diesem Zeitpunkt längst bemerkt haben war die unglaubliche Menge an Dialogen und die Art und Weise, wie Square Enix sie einsetzt. Dragon Quest Builders 2 verwendet witzigen Humor und Slang, um uns Dinge beizubringen oder Charaktere zu entwickeln. Manchmal wirkt das lustig und trägt zur Erfahrung bei, in einigen Fällen (zum Beispiel bei den Furrowfield-Farmern) fühlt sich die Verwendung des ländlichen Somerset-Dialekts jedoch sehr erzwungen und furchtbar an, besonders wenn man ein gutes Englisch spricht.

Dragon Quest Builders 2 spielt auf einer Reihe verschiedener Inseln, von denen jede ihre eigene Identität hat. Zum Beispiel ist Moonbrooke eine vom Krieg verwüstete Schneewelt, die dafür bekannt ist, große Kämpfer hervorgebracht zu haben. Jede Insel bietet uns etwas Besonderes, die Ausnahme ist das Startgebiet "Die Insel des Erwachens", das langweilig und im Grunde mit nichts gefüllt ist. Im Laufe der Geschichte wird es unsere Aufgabe als Baumeister sein, sie mit Kreationen, wie Flüssen, Wäldern und sogar gigantischen Pyramiden zu füllen. Das ist nämlich die Grundidee hinter der Story: Als Erbauer reisen wir an verschiedene Orte, helfen den Menschen und bauen gleichzeitig die Inseln wieder auf, während wir kontinuierlich neue Fähigkeiten erlernen. All das zahlt sich am Ende aus, weil wir unser eigenes Paradies erschaffen können.

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Den Online-Modus einzurichten ist ein furchtbares Unterfangen, aber sobald die Verbindung endlich steht, läuft es in Dragon Quest Builders 2.

Im Optionsmenü haben wir Zugriff auf die Builderpedia, ein Dokument mit allen bekannten Rezepten, Blöcken, Feinden usw. Die zahlreichen Tools ermöglichen unterschiedliche Interaktionen mit der Welt selbst. Mit den Baumeisterhandschuhen können wir beispielsweise Blöcke tragen und bewegen. Mit dem Hammer zerstören wir Hindernisse und der Schirm lässt uns über kurze Distanzen fliegen. Das sind nur einige der freischaltbaren Werkzeuge und manche lassen sich im Verlauf der Geschichte aufrüsten.

Diese Hilfsmittel benötigen wir wie gesagt für den Wiederaufbau. Wir müssen uns mit vielen Themengebieten befassen, darunter Landwirtschaft, Kämpfe und allgemeine Bauarbeiten, um die Loyalität der ansässigen Bewohner zu gewinnen und sie von der Tyrannei der fiesen Hargon-Anhänger zu befreien. Unsere Hauptaufgabe besteht lustigerweise aber nur darin, ein Blaupausensystem zu erbauen, mit dem die Menschen große und komplexe Strukturen bauen können. Die Vorlage verrät uns, welche Blöcke benötigt werden und wo wir sie ablegen sollen. Das müssen wir aber nicht selbst machen, da uns überzeugte NPC beim Aufbau unter die Arme greifen. Diese Strukturen haben normalerweise eine Masse von mehr als 10.000 Blöcken, in einer halben Stunde seid ihr damit also nicht fertig. Das alles dauert noch länger, weil das Spiel viele einzigartige Blöcke beinhält und die Strukturen nicht nur aus einem Material hergestellt werden. Macht euch also darauf gefasst, dass euer Inventar ständig mit völlig anderen Blöcken oder platzierbaren Gegenständen gefüllt ist.

Dragon Quest Builders 2 ähnelt Minecraft in den meisten Aspekten mit Ausnahme des Charakter-Designs. Die Welt und jeder Block darin ist identisch zu allen anderen Blöcken einer Art. Sie sehen alle gleich aus, sind aber nicht grobkörnig verpixelt, weshalb schon der erste Titel vor vier Jahren weniger Retro aussah, als das Game von Mojang. Die wahren Unterschiede liegen jedoch im Aussehen der Figuren, die ganz und gar nicht zu dieser Welt passen wollen. Die Personen und Tiere fallen mit ihrem auffälligen Chibi-Stil so sehr auf, wie wenn Nintendo ihre Mii plötzlich in Minecraft portiert. Beim Soundtrack fallen die Einflüsse der alten Dragon-Quest-Titeln deutlich angenehmer auf, denn die JRPG-Reihe weiß eben, was man auf einer epischen Reise hören möchte. Natürlich ändert sich die Musik je nachdem, wo wir uns gerade befinden und ob ein Kampf ansteht oder nicht (dann beschleunigt sich das Tempo nämlich merklich).

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