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Gamereactor Kritiken Dragon Ball: Origins 2
Kritiken Dragon Ball: Origins 2

Dragon Ball: Origins 2

Die Dragon Ball-Serie ist inzwischen über 25 Jahre alt. Fünf Jahre älter als Nintendos Gameboy - sie ist eben inzwischen ein echter Klassiker. Bis Mitte der Neunziger Jahre wurden Anime und Manga produziert, deren Beliebtheit bis heute ungebrochen ist. Das…
Martin Eiser Getestet auf Nintendo DS 12 Juli 2010

Inhaltlich dreht sich der Nachfolger von Dragon Ball: Origins um die Red Ribbon-Saga. Nach dem der Plan von Prinz Pilaw, die Weltherrschaft an sich zu reißen, vereitelt wurde, macht sich Son Goku auf den Weg den vierten Dragon Ball zu finden. Er ist ein Andenken an seinen Großvater und sehr wichtig für ihn. Er stellt jedoch bald fest, dass er nicht der einzige ist, der auf der Suche ist. Die Red Ribbon-Armee nämlich lechzt ebenfalls nach den sieben wertvollen Bällen, um sich vom dann erscheinenden Drachen Shenlong einen bösen Wunsch erfüllen zu lassen.

Optisch ist das Action-Rollenspiel - wie schon der Vorgänger - hübsch anzusehen und es gibt sogar ein paar Orte, an denen man gerne ein wenig verweilen möchte. Kein Wunder, Dragon Ball: Origins 2 ist in Sachen 3D mit Sicherheit einer der schönsten Titel. Es ist eine wahre Freude, den Zwischensequenzen zu folgen und die bekannten Erlebnissen mit ihrem grandiosen Humor noch einmal zu erleben. Die Charaktere haben jedenfalls in ihrer digitalen Form nicht an Sympathie eingebüßt.

Optik und Humor stimmen und machen den Titel zu einem Muss für Dragon Ball-Freunde.

Der Titel ist in Episoden aufgeteilt, wobei neben dem Haupthandlungsstrang auch abseits ein paar Abenteuer warten. In Dragon Ball: Origins 2 gibt es dazu die Möglichkeit, nicht nur in die Rolle von Son Goku zu schlüpfen, sondern je nach Mission auch die pfiffige Bulma, den kleinen Glatzkopf Kuirin, den Cyborg Achter, das aufgedrehte Robotermädchen Arale oder Yamchu zu spielen. Jeder der Charaktere hat seine eigene Steuerung und Spezialfähigkeiten.

Dabei kann man sich am Anfang des Spiels selbst überlegen, ob man den Charakter nur mit den Tasten, nur mit Touchpad oder mit einer Kombination aus beiden steuern möchte. Letzteres ist in jedem Fall die beste Variante, weil man zwischendurch frei entscheiden kann, womit man die gewünschten Aktionen durchführen möchte. Und während sich das Herumlaufen und Prügeln im Abenteuer wunderbar mit dem Digi-Kreuz erledigt, lösen sich die Spezialattacken wie das bekannte Kamehameha relativ unkompliziert mit dem Touchpad aus.

Abwechslung wird bei Dragon Ball: Origins 2 aber ohnehin groß geschrieben. Levelabschnitte werden beispielsweise durch kleine Rätsel aufgelockert oder aber werden durch verändertes Gameplays variiert. Beispiele für letzteres sind der Aufstieg von Son Goku auf den Quittenturm, für den es eine ganz eigene Steuerung gibt oder die Quicktime-Events, die zwischendurch ab und zu auftauchen. Auch die Charaktere bringen mit ihrer Steuerung Abwechslung ins Spiel. Bulma beispielsweise kann eine ferngesteuerte Bombe losschicken, und so Geheimnisse lösen oder einfach ihr Defizit in Sachen Lebensenergie etwas ausgleichen. Durch die ansonsten relativ ähnlich ablaufenden Kämpfe gegen Feinde reicht das Game zwar nicht an ein The Legend of Zelda heran, die Originalität der Charaktere überstrahlt aber selbst dieses Manko.

Son Goku hat auch seinen langen Kraftstab dabei, mit dem er Feinde bezwingt.

Womit sich viele etwas quälen werden, ist der Schwierigkeitsgrad. Gerade in Kombination mit dem Leveldesign ist der teilweise etwas frustrierend. Die meisten Endgegner sind nämlich ziemlich harte Nüsse, an denen man sich schnell die Zähne ausbeißt. Leider hat es Game Republic mehrmals versäumt, einen Speicherpunkt direkt vor dem Kampf anzulegen. Wenn man also scheitert, muss man manchmal zurück zum Levelanfang und alles noch einmal spielen. Wer ein sicherer Spieler ist, hat sich aber mit genügend Items zur Unterstützung im Shop eingedeckt, beziehungsweise den jeweiligen Charakter mit Geld oder Fähigkeitspunkten so gut es geht verbessert.

Viele Stunden wird Dragon Ball: Origins 2 aber nicht nur jene beschäftigen, die alle Charaktere voll ausbauen wollen. Vor allem das Zusammenbringen aller Sammelfiguren, die digital im Spiel enthalten sind, ist eine recht fordernde Mission. Einige bekommt man nur, wenn bestimmte Level in einem gewissen Zeitlimit bestanden wurden, andere sind in Kisten versteckt, die meist recht schwierig zu erreichen sind. Freunde der Serie aber wird das kaum davon abhalten, die Figuren alle zu sammeln und einige davon in einem Diorama, einer kleinen Kollage, zu betrachten.

Für alle jene, die Dragon Ball lieben, ist dieses Spiel auch eine wunderbare Möglichkeit wieder in die Welt einzutauchen. Der typische Humor ist auch nach all den Jahren immer noch witzig und spielerisch wurde es hübsch mit vielen netten Ideen verpackt. Natürlich kein Meilenstein, wohl aber ein Muss für Freunde der Serie. Und auch für jene, die bisher der Serie fremd waren, aber interessiert sind, ist Dragon Ball: Origins 2 ein Blick wert. Um der Geschichte folgen zu können, ist zumindest kein Vorwissen nötig.

Zusätzliche Wertungen

Grafik
8 / 10
Sound
7 / 10
Spielbarkeit
7 / 10
Langzeitmotivation
9 / 10
8
Gut von 10 · Gamereactor Deutschland
Pro hübsche Präsentation, Humor der Serie eingefangen, Umfang
Contra Speichersystem, Kampfsystem teilweise eintönig
Vollständiges Profil 13.607 veröffentlichte Artikel
8
Gut Netzwerk-Wertung über 1 Ausgaben
Fakten zum Spiel
Entwickler Game Republic
Publisher Namco Bandai
Termin 2 Juli 2010
Getestet auf Nintendo DS
Genre Platform
Plattformen
Nintendo DS
Warum Gamereactor vertrauen
23 Ausgaben Jede mit eigener Redaktion und eigenen Wertungen.
1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
100% Selbst gespielt Geschrieben aus Zeit mit dem Spiel, nie aus Pressematerial.
1–10 Netzwerk-Wertung Die Wertung jeder Ausgabe, gemittelt und ausgewiesen.