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Kritiken
Dragon Age: Origins

Dragon Age: Origins - Awakening

Der Erzdämon ist tot, die Welt gerettet und alle sind glücklich und zufrieden. Aber lange währt dieser Zustand nicht, sonst gäbe es sicher keinen Grund für eine brandneue Erweiterung, oder?

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Direkt nach den Ereignissen in Dragon Age: Origins machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Vigils Burg in Amaranthine, im nordöstlichen Teil von Ferelden. Die Burg gehörte ursprünglich Arl Rendon Howe, nach seinem Verrat jedoch ist sie an die Grauen Wächter übergegangen, und als Anführer des Ordens gibt es dort einige Dinge zu regeln. Das Begrüßungskommitee besteht leider nicht aus jubelnden Rittern, stattdessen werden wir von der Dunklen Brut willkommen geheißen. Und stehen mitten in einer Falle und sofort ist es an der Zeit, ein paar Leuten in den Hintern zu treten.

Als Erweiterung fügt Awakening dem Startmenü eine neue Option hinzu. Dort dürfen wir entscheiden, ob der alte Charakter importiert oder ein neuer aus dem Land von Orlais erstellt werden soll. In letzterem Fall nimmt das Spiel es als gegeben an, dass kein Grauer Wächter in Ferelden übrig geblieben ist. Wenn wir unseren alten Charakter weiterspielen, werden alle Entscheidungen, Beziehungen und Klamotten in die neue Kampagne übernommen. Der Charakter wird automatisch etwas hochgelevelt und es gibt ein paar neue Fähigkeiten zum Herumspielen.

Die neue Aufgabe gibt dem Abenteuer gleich ein ganz neues Feeling. Als Anführer der Grauen Wächter sind wir der große Chef in dieser Gegend und alle vom Bauern bis zum Adligen haben sich unserem Willen zu beugen. Das bedeutet auch, dass ein paar neue Entscheidungen zu treffen sind. Wir müssen Streitigkeiten schlichten, darüber entscheiden wie die begrenzten Ressourcen verteilt werden und sogar Verbrecher verurteilen. Selbstverständlich sind nicht alle glücklich und wir müssen Entscheidung weise treffen. Gleichzeitig werden wir auch das Opfer von Verschwörungen, was offenbar die dunkle Seite am Promi-Dasein ist.

Dragon Age: Origins
Wer das Spiel beginnt, kann entweder einen neuen Charakter erstellen oder seinen alten importieren. Wer importiert, übernimmt alle Entscheidungen und Beziehungen in die neue Kampagne.

Als Herrscher gibt es jede Menge Kram zu erledigen. Das Spiel folgt einer ähnlichen Struktur wie das Original. Die Handvoll von Hauptmissionen dürfen wir in beliebiger Reihenfolge durcharbeiten. Dazu gibt es reichlich Nebenmissionen und praktisch jeder, den wir treffen, hat eine Bitte wie eine entführte Tochter zu befreien oder einem belagerten Dorf aus der Klemme zu helfen. Kaum haben wir nur einen Fuß aus der Burg gesetzt, platzt unsere To-Do-Liste aus allen Nähten. Die Missionen sind diesmal kürzer ausgefallen, was das Spiel zwar schneller, allerdings auch kurzlebiger macht.

Eine Sache, die sich nicht geändert hat, sind Biowares tolle Charaktere. Die meisten in der Truppe sind neu, doch ab und an tauchen auch ein paar bekannte Gesichter auf. Der perverse und sicherlich alkoholkranke Zwerg Ohgren spielt eine deutlich größere Rolle und ist darum auch weitaus lustiger. Auch Nathaniel Howe gefällt, der Sohn von Rendon, der die Burg infiltriert um Rache zu nehmen. Statt ihn zu hängen wurde er als Grauer Wächter rekrutiert. So ist sein mächtiger Bogen nützlich und seinen bissigen Diskussionen mit Anders, dem entflohenen Magier, sorgen für stetige Lacher. Verachtung, die von Herzen kommt, kann ja so unterhaltsam sein.

Das Voice-Acting ist weiterhin auf sehr hohem Niveau. Im Grunde hält das gesamte Addon das gleiche technische Niveau wie Dragon Age: Origins, was selbstverständlich nicht überrascht. Das Design wirkt teilweise sogar etwas besser. Ähnlich wie bei dem Addon zu The Elder Scrolls IV: Oblivion, wirken die Umgebungen in dieser Erweiterung etwas abwechslungsreicher. Einziges Ärgernis ist, dass die gesammelte Ausrüstung die gleichen Modelle wie in Dragon Age: Origins verwendet, die ja ein Schwachpunkt des Originals waren. Es kommt also nicht oft vor, dass wir neue Waffen zu Gesicht bekommen.

Dragon Age: Origins
Das Kampfsystem ist so genial wie beim Original. Auch sonst bleibt vielen beim Alten. Nur wird uns alles gefühlt etwas leichter gemacht.

Wir starten bei Level 18, wenn der importierte Charakter nicht ohnehin schon weiter war. Die neuen Fähigkeiten für Level 20 und höher bringen eine Menge Abwechslung in die Kämpfe, allerdings wird man den Eindruck nicht los, dass Awakening leichter ist als das Original. Wir laufen nicht in gleichem Maße Gefahr, plötzlich in einem unerwarteten Bosskampf böse vermöbelt zu werden, außer der Schwierigkeitsgrad wird hochgesetzt. Neue passive Fähigkeiten, die Gesundheit oder Mana erhöhen, oder neue Tränke, welche die Kondition der Krieger verbessern, machen alles sogar noch leichter.

Wer den Miesepeter spielen will, beschwert sich darüber, dass eine so vollgestopfte Erweiterung weniger als sechs Monate nach dem Original erscheint (dabei lassen wir den Downloadcontent gänzlich außen vor.) Das gute alte Baldur's Gate II hatte ursprünglich schon mehr Material als dieses Spiel. Aber wir sind ja kein Miesepeter. Dragon Age: Origins ist immer noch eines der besten Rollenspiele seit langem. Und wenn dort draußen etwas es wert ist, dafür Geld auszugeben, dann das hier. Dragon Age: Origins - Awakening ergänzt das Ganze um eine großartige Kampagne und gibt uns noch mehr Hintergrundwissen zur Geschichte mit weiteren wundervollen Charakteren. Das Kampfsystem ist immer noch genial (zumindest auf dem PC) und die neuen Möglichkeiten sind allesamt herzlich willkommen.

Dragon Age: Origins
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09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
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Neues Design, interessantere Entscheidungen, neue Herausforderungen, großartige Charaktere
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Wiederverwendete Grafiken
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