Blizzard ist sich den Schwächen rund um den Umfang der Inhalte von Diablo III durchaus bewusst und will in naher Zukunft versuchen, mehr Inhalte für Spieler auf der ganzen Welt zu bieten. Nah ist in diesem Fall aber nicht nah genug, denn schon jetzt laufen dem Rollenspiel die Mitglieder davon - zumindest in Asien.
Allein über das Wochenende sei die Popularität von Diablo III auf 13,39 Prozent in den Internet-Cafes gefallen - ein Rückgang von Platz eins auf Platz drei, berichtet die Korea Times.
Worauf dieser plötzliche Abgang der User zurückzuführen ist, will Kim Min-kyu wissen, Professor für kulturelle Inhalte an der Ajou-Universität. "Der Erfolg eines Online-Rollenspiels hängt im Allgemeinen von der Balance zwischen dem Charakter und verfügbaren Items zusammen. Der verfügbare Charakter muss sich unterscheiden können durch einzigartige Stärken. Normalerweise balancieren die Entwickler diese aus, damit nicht ein Charakter unverhältnismäßig beliebter ist als alle anderen. Es mangelt Diablo III in diesem Bereich aber an einer ganzen Menge."
Doch trotz einiger Versuche seitens der Entwickler durch Patches schnelle Verbesserungen vorzunehmen, sind die Reaktionen vieler koreanischer Fans weitgehend negativ. Noch immer sind viele der Meinung, dass die fünf spielbaren Charaktere ungleichmäßig verteilte Fähigkeiten besitzen.
Das sei aber nicht die einzige Überraschung für Min-kyu gewesen. "Es ist schwer zu glauben, dass Diablo III von denselben Leuten gemacht wurde, die auch für die World of Warcraft und die Starcraft-Serie verantwortlich sind. Dieser schwache Inhalt kam wirklich unerwartet." Dazu kämpft Blizzard in Korea noch mit einigen Rechtsstreitigkeiten.
Mit Hilfe eines Spieler-gegen-Spieler-Modus und dem Update 1.0.4, das einige Verbesserungen und Neuerungen mit sich bringt, soll das Versäumnis um die Inhalte ausgebessert werden und einem Mitgliederschwund entgegen gewirkt werden.
