Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat die Umsatz- und Absatzzahlen für den deutschen Spielemarkt 2009 vorgelegt. Auf Grundlage der Daten von GfK Panel Services Deutschland, so der BIU scheint Deutschland mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Das Umsatzminus im Gesamtmarkt beträgt im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Märkten lediglich drei Prozent. Zum Vergleich, in den USA ging es um acht Prozent runter und in Vereinigten Königreich gleich um 18 Zähler.
Insgesamt 2,467 Mrd. Euro wurden demnach im vergangenen Jahr hierzulande umgesetzt. Erfasst sind Hard- und Softwareverkäufe im Handel. Digitale Distribution und das Geschäft mit Browserspielen ist wie auch in allen anderen Ländern noch kein Teil des Gesamtumsatzes. Verlässliche Zahlen sind damit weiterhin nur schwer zu bekommen.
Auf Software entfallen 1,534 Mrd. Euro. Hier gab es ein Minus von zwei Prozent bei nahezu konstanten Absatzzahlen. Rückläufig war jedoch der Durchschnittspreis. Ein PC- bzw. Konsolenspiel kostete im vergangenen Jahr im Schnitt 27,70 Euro. Das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr erstmals mehr Spiele für TV-gebundene Konsolen abgesetzt als für den PC.
Der Absatz auf dem PC gab neun Prozent nach. Dazu kommt, dass die 21,6 Millionen verkauften Spiele durchschnittlich nur noch 17,94 Euro kosten. So erreicht dieser Markt nicht einmal mehr die Hälfte des Umsatzes, der auf TV-gebunden Konsolen gemacht wird. Hier stieg der Absatz um 22 Prozent auf 22,8 Millionen Spiele. Der Durchschnittspreis sank aber auch hier und liegt bei 37,51 Euro.
Im letzten Jahr ebenfalls weiterhin rückläufig ist der Handheldmarkt. Die PSP kommt weiterhin nicht in Fahrt und auch auf dem Nintendo DS fahren die Hersteller ihr Engagement im Vergleich zu den Vorjahren zurück. Das Absatzminus lag bei 17 Prozent und kommt noch auf rund elf Millionen Einheiten. Und auch der Durchschnittspreis brach um neun Prozent auf 26,75 Euro ein.
Bei der Hardware drehte sich der Umsatz zu Gunsten teurerer Produkte. Insgesamt wurden 4,3 Millionen Geräte abgesetzt und ein Umsatz von 932 Millionen Euro erzielt. Absatz und Umsatz gingen um sechs beziehungsweise fünf Prozent zurück. Dafür stieg der Durchschnittspreis um zwei Prozent auf 217 Euro - und das bei fallenden Verkaufspreisen.