Sony hat in den letzten Jahren eine lange Reihe spektakulärer Schließungen von Spielestudios erlebt, nicht zuletzt Manchester Studios, London Studios, Firewalk Studios und zuletzt Bluepoint Games. Das Studio, mit dem sich langjährige PlayStation-Fans jedoch am schwersten abfinden, ist das legendäre Japan Studio, das 2021 seine Türen schloss.
Sie standen hinter beliebten Klassikern wie Ape Escape, LocoRoco, Patapon und Gravity Rush und waren auch an der Entstehung von Titeln wie PaRappa the Rapper beteiligt. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Team Ico Teil des Studios war.
Eine Person, die offensichtlich immer noch um die Schließung dieses hyperkreativen Studios trauert, ist der ehemalige PlayStation-Veteran Shuhei Yoshida, der zuvor Leiter von Sony Interactive Entertainment war. Auf der Computer Entertainment Developers Conference (über GamesRadar) erklärte er, dass Sonys Entscheidung, das Studio zu schließen, unglaublich war:
"Spieler aus aller Welt haben gesagt, es sei unglaublich, dass Sony Japan Studio schließen würde. Japan Studio hat doch viele Spiele veröffentlicht, kreative Spiele, oder? Damals habe ich etwas Ähnliches gesagt."
Obwohl einige Mitarbeiter von Japan Studio neue Jobs bei Team Asobi fanden, verließen infolgedessen zahlreiche große Namen Sony, worüber wir damals berichteten, und VGC schreibt, dass die "überwiegende Mehrheit" entlassen wurde. Laut Yoshida lag der Grund darin, dass Sony die Produktion kleinerer Titel einstellen wollte, um sich auf AAA-Spiele zu konzentrieren, und das war etwas, womit Japan Studio nicht zu tun hatte:
"Damals machte ich mir als Entwicklungsleiter Sorgen um [Keiichiro] Toyama [Schöpfer von Silent Hill] und die anderen japanischen Entwickler bei Japan Studio. Aber obwohl sie viele kreative Ideen hatten, waren die Spiele, die sie gemacht haben, nicht groß im Maßstab."
Yoshida gibt außerdem zu, dass "PlayStation mit Spielen wie God of War und Uncharted den Hardware-Verkauf ankurbeln wollte", eine Entscheidung, die letztlich vor fünf Jahren zur Schließung von Japan Studio führte. Es besteht kein Zweifel, dass dies auf Kosten der kleineren, einzigartig japanischen Spiele ging, die viele liebten. Seitdem konzentriert sich Sony scheinbar weiterhin auf immer größere Live-Service-Produktionen, was zu einer Abnahme der Spielveröffentlichungen führt.
Ob dies eine gute oder schlechte Entscheidung von Sony war, wird weiterhin aktiv diskutiert. Was denkst du? Hat Yoshida recht, dass es unglaublich war, oder ist der Fokus allein auf AAA-Spiele der beste Weg für PlayStation?
