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Kritiken
Death Stranding

Death Stranding (PC)

Hideo Kojimas einzigartiges Abenteuer hat die lange Reise von der PS4 hin zum PC beendet.

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Death Stranding scheint eines dieser Spiele zu sein, mit denen nicht jeder etwas anzufangen weiß. Einige Leute werden es lieben, andere langweilen sich schon beim Zuschauen. Das neue Spiel von Kojima Productions erhielt viel Lob, doch es ist auch klar geworden, dass nicht jeder ein Fan des Titels wird. Wenn ihr unseren Bericht zum PS4-Original bereits gelesen habt und die Prämisse trotz der öden Tätigkeit mochtet, dann solltet ihr euch die PC-Version wahrscheinlich ansehen.

Der Titel kam letzte Woche endlich auf dem PC an und er passt gut zu dieser Plattform. Die besten Simulationen dieser Welt sind auf dem Computer zu Hause und ehrlich gesagt stimmt ein Großteil der Spielmechaniken von Death Stranding mit diesem Genre überein. Wenn ich das Spiel kurz zusammenfassen müsste, würde ich es als Erfahrung mit vielen Fetch-Quests beschreiben, die von einer starken und seltsamen Erzählung unterstützt wird. Die Story regt meine Fantasie an, doch letztlich ist es eine Postboten-Simulation.

Wir spielen Sam Porter Bridges, ein legendärer Kurier, der das Ödland durchquert. Die blanke Natur ist alles, was von den Vereinigten Staaten von Amerika nach einer furchtbaren Katastrophe übrig geblieben ist. Der postapokalyptische Spielplatz wurde nach einem Ereignis namens Gestrandeter Tod geschaffen und jetzt ist die Welt voller Monster, die als GDs (Gestrandete Dinge) bezeichnet werden. Diese Wesen sind gefangene Seelen, die den Überlebenden nachjagen, wenn sie ihnen nahekommen. Wir versuchen diesen Gegnern zu entgehen und liefern gleichzeitig Pakete aus, um die Zivilisation wieder miteinander zu verbinden.

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Death StrandingDeath Stranding
Death Stranding zieht uns von Anfang an in seinen Bann und erwartet, dass wir einfach akzeptieren, was wir dort sehen.

Ich bin heute nicht hier, um tief in die Geschichte einzusteigen, da wir das bereits behandelt haben. Nein, hier und jetzt soll geprüft werden, ob das Spiel auf dem PC funktioniert. Die einfache Antwort darauf lautet: Ja, besonders wenn ihr eine potente Maschine hab, die die Bildrate auch wirklich in die Höhe schnellen lassen kann und somit von den Vorzügen dieses Ports Gebrauch macht. Das Spiel wird auf dem PC mit einem Fotomodus ausgeliefert und unterstützt Ultrawide-Monitore. Die DLSS-2.0-Unterstützung von Nvidia bietet eine spürbare Leistungssteigerung, denn der Port läuft selbst bei höherer Auflösung großartig.

Darüber hinaus erhalten PC-Spieler einige Crossover-Inhalte, die mit Valve gekoppelt sind. Wir werden zu von Portal-inspirierten Accessoires geführt, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Wenn ihr solche Bonusmissionen abschließt, erhaltet ihr Gegenstände, wie zum Beispiel eine Headcrab als Kappe und eine Sonnenbrille im Stil von Gordon Freeman. Das ist eine nette Geste, aber auch nicht gerade ein echter Gamechanger

Death Stranding ist ein seltsames Spiel, aber ich muss sagen, dass ich es als Fan von Science-Fiction- und Simulationsspielen sehr genossen habe. Die Texturen und die von der Apokalypse verwüstete Welt sind echte Hingucker, die man einfach gesehen haben muss. Manchmal sah ich mich minutenlang nur um und nachdem ich eine Weile untätig dagestanden hatte, setzte sich Sam selbst hin und schlief ein, während er darauf wartete, dass ich die Sehenswürdigkeiten zu Ende bestaunt habe. Die komplizierten Details auf den Texturen von Objekten waren einige der beeindruckendsten Dinge, die ich in einem Videospiel bislang gesehen habe.

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Wenn ein Charakter zum ersten Mal auftaucht, wird sowohl der Name der Spielfigur als auch der Name des Schauspielers angezeigt.

Es ist natürlich gut, dass diese Version so schön aussieht, denn das Spieltempo wirkt am Anfang etwas langsam. Wir müssen die beiden Maustasten verwenden, um Sams Ladung auszubalancieren. Wenn wir stolpern und die Ladung auf unserem Rücken aus dem Gleichgewicht gerät, weil wir uns zu schnell bewegen, dann müsst ihr die Ruhe bewahren und euch konzentrieren, um nicht umzukippen. Und ich habe nicht mal das Wasser erwähnt, das in jeder Form eine enorme Belastungsprobe darstellt. Der Detailgrad in Bezug auf die Traversal-Mechanik war zunächst überwältigend, doch nach einiger Eingewöhnung funktioniert die Verwendung von Maus und Tastatur wirklich gut. Trotzdem muss ich sagen, dass man den Konsolenhintergrund des Titels bemerkt, denn es ist wahrscheinlich am besten, Death Stranding mit einem Controller zu spielen.

Als nächstes möchte ich die Schauspielerei hervorheben, denn darüber muss man einfach sprechen. Sam wird von Norman Reedus gespielt, der am besten für seine Rolle als Daryl mit der Armbrust aus The Walking Dead bekannt ist. Er spielt die launische und selbstisolierende Figur von Sam wirklich gut und die Grafiken, mit denen alle Schauspieler animiert werden, sind unglaublich detailliert gelungen. Es ist nicht ganz lebensecht, aber viel fehlt da nicht mehr. Sogar die Details auf Sams Bart sind unglaublich - man kann jedes einzelne Haar sehen. Diese Barthaare werden von einer Reihe anderer, überaus talentierter Charaktere unterstützt. Schon früh treffen wir einen Arzt namens Deadman, der von Guillermo Del Torro verkörpert wird. Wenn ein Charakter zum ersten Mal auftaucht, wird sowohl der Name der Spielfigur als auch der Name des Schauspielers angezeigt.

Death Stranding ist offensichtlich ein Leidenschaftsprojekt von Kojima. Nachdem er Konami verlassen hatte, waren Fans von Metal Gear gespannt, was sich ihr Meister als Nächstes einfallen lassen könnte. Er enttäuschte nicht mit diesem Projekt, aber eines kann ich sagen: Es dauert eine Weile, bis man sich darauf einlässt. Das Game ist langsam, das Gameplay steht dem narrativen Schwerpunkt etwas im Wege und die Handlung ist ziemlich verwirrend. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu erkennen, wie sehr ich das alles genossen habe, obwohl das Spiel ziemlich gut aussieht, toll klingt und die Schauspielkunst fantastisch ist.

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Death StrandingDeath Stranding
Das Game ist langsam, das Gameplay steht dem narrativen Schwerpunkt etwas im Wege und die Handlung ist ziemlich verwirrend.

Die Mechanik braucht einfach etwas Zeit. Die Geschichte wird ausführlich beschrieben und obwohl viele Spieler, die die Metal-Gear-Spiele gespielt haben, bereits wissen werden, mit welchen bizarren Momenten Kojima hinter der nächsten Ecke auf unaufmerksame Spieler warten könnte, ist Death Stranding voll von diesen Momenten. Es hat Jahre gedauert, bis die Welt vom Metal-Gear-Franchise ihren aktuellen Status erreicht hat, während Death Stranding uns von Anfang an in seinen Bann zieht und erwartet, dass wir einfach akzeptieren, was wir dort sehen.

Ich erwähnte die Schauspiel- und Screen-Credits, denn in vielerlei Hinsicht fühlt sich das hier wie ein Hollywood-Spielfilm an. Die Geschichte wird uns über die Interaktion mit einer spannenden Welt serviert, mit der wir uns ausgiebiger befassen müssen. Anfangs ist alles ein wenig überwältigend: Unsichtbare GDs, die den Lebenden nachjagen und mit Antimaterie gefüllt sind, weinende Brückenbabys in Gläsern und ein Charakter, der mit einem Baby im Hals wiedergeboren wird, sobald er stirbt. Wenn ihr noch keine Ahnung davon habt, worum es in diesem Spiel eigentlich geht, dann wird dieser letzte Satz sicher sehr verwirrend sein. Ich möchte damit aber nur sagen, dass diese bizarre Erfahrung zwar ziemlich surreal ist, sich aber trotz des intensiven Starts lohnt.

Alles in allem hat mir Death Stranding sehr gut gefallen. Am Anfang ist es etwas träge, aber ich mochte die Mechanik, die meine apokalyptischen Aufträge in den Ödlanden der Zukunft einrahmen. Wenn ihr nach einem Spiel mit starker Story sucht, das auch noch unglaublich aussieht, dann solltet ihr einen anständigen PC mitbringen, der von den Vorzügen der PC-Version auch wirklich Gebrauch machen kann. Wer an Simulationsspielen im Stile von Mudrunner interessiert ist oder Lust auf etwas anders hat, für den ist Death Stranding einen Blick wert.

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09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
sieht unglaublich gut aus, Geschichten sind mit erstaunlichen, filmähnlichen Elementen angereichert.
-
Erzähltempo ist langsam, diese Art von Erfahrung ist nicht jedermanns Sache.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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