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Betriebsratgründung bei Goodgame Studios gescheitert

Ende November 2015 gab es Ärger wegen Kündigungen beim Hamburger Entwickler Goodgame Studios. Es ging um Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollten und dafür offenbar vom Unternehmen gekündigt wurden. Wir hatten damals mit als…
Christian Gaca 19 Januar 2016

Ende November 2015 gab es Ärger wegen Kündigungen beim Hamburger Entwickler Goodgame Studios. Es ging um Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollten und dafür offenbar vom Unternehmen gekündigt wurden. Wir hatten damals mit als erste darüber berichtet, aktuell ist sogar bei Spiegel Online ein Artikel zum Thema erschienen, der mit "Spielehersteller Goodgame: Die Feel-Bad-Manager" übertitelt ist.

Fast zeitgleich zur Veröffentlichung dieses Artikels verschickte Goodgame am heutigen Abend eine Pressemitteilung, die die Ergebnisse einer heutigen Betriebsversammlung zitiert. Es habe sich "eine eindeutige Mehrheit von 62,8% Prozent der anwesenden 1035 Mitarbeiter gegen einen Betriebsrat ausgesprochen. Der zu wählende Wahlvorstand erhielt damit keine Mehrheit. Er hätte in den kommenden Wochen die Wahl eines Betriebsrats vorbereiten und durchführen sollen. Entsprechend ist das Verfahren zur Gründung eines Betriebsrats an diesem Punkt gestoppt."

Weiter heißt es: "Das Unternehmen wird jetzt konstruktiv bei der Ausarbeitung einer alternativen Mitarbeitervertretung mitwirken, um den Angestellten mehr Mitsprache am Unternehmen zu ermöglichen. Das neue Gremium wird federführend von Goodgame Studios' Mitarbeitern entwickelt."

Kai Wawrzinek, CEO Goodgame Studios, kommentierte den Vorgang folgendermaßen: "Wir freuen uns, dass die Mehrheit unserer Mitarbeiter eine individuell auf das Unternehmen abgestimmte Mitarbeitervertretung für die passendere Lösung für Goodgame Studios hält. Das zu wählende Gremium wird über umfassende Kompetenzen und eine vertragliche Absicherung verfügen, sodass es im besten Interesse aller Mitarbeiter arbeiten kann. Wir bedanken uns ausdrücklich für die bisherige Arbeit an dem Modell und das Vertrauen unserer Mitarbeiter in diesen Ansatz. Aufgrund des eindeutigen Wahlergebnisses gehen wir davon aus, dass alle Beteiligten den Willen der Mehrheit aller Mitarbeiter respektieren und dem Alternativmodell eine faire Chance geben werden, sich zu beweisen. Ver.di hat noch in der Versammlung mitgeteilt, dass Ergebnis der Wahl zu akzeptieren und keine weiteren Schritte einzuleiten."

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