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Assassin's Creed Valhalla

Assassin's Creed Valhalla: Die Belagerung von Paris

In der zweiten Valhalla-Erweiterung wird Eivor an der Eroberung Frankreichs teilnehmen und sich neuen, mächtigen Feinden stellen.

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Die französischen Edelmänner stellen die größte Gefahr im neuen Add-On dar. Jeder dieser erfahrenen Kämpfer hat einen eigenen Kampfstil.

Assassin's Creed Valhalla ist mit Abstand der umfangreichste Titel der langlebigen Ubisoft-Reihe. Eivors Reise hat uns von Norwegen aus nach England gebracht, das erste DLC spielte in Irland und jetzt wächst eine neue Gefahr im gerade vereinten Frankreich heran. Diese bedroht alles, was wir uns in England aufgebaut haben, deshalb müssen wir schleunigst nach Frankreich reisen, um das Problem zu lösen, bevor es zu spät ist.

Der Konflikt zwischen den Nordmännern und den Christen führt in Paris zu einer großen Konfrontation. Eivor gerät dort in eine Intrige zwischen dem Clan und König Karl III. - dem Urenkel von Karl dem Großen. Der Herrscher ist eine der Hauptfiguren dieser Erweiterung, die sich außerdem mit den Bellatores Dei beschäftigt - eine Geheimorganisation innerhalb der Kirche. Es ist unsere Aufgabe, jedes einzelne Mitglied dieser Verschwörung zu demaskieren und aufzuspüren.

Man sollte meinen, dass uns die Mechaniken mittlerweile nicht mehr überraschen können, doch Die Belagerung von Paris führt mit den sogenannten Infamy-Missionen und der Rattenplage zwei neue Features ein, durch die das Spiel einiges gewinnt.

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Hinter den Infamy-Quests verstecken sich kleine, tägliche Aufgaben, ähnlich denen, die wir in Die Tausend Augen für Reda absolviert haben. Man unterstützt eine Rebellengruppe im Kampf gegen die Truppen des Königs und muss Ziele eliminieren, während man von Nah- und Fernkämpfern unterstützt wird. Für das erfolgreiche Abschließen dieser Missionen erhalten wir Denarius. Das ist eine neue Währung, mit der wir spezielle Waffen, Rüstungen und Kleidungsstücke kaufen dürfen. Verbündete Rebellen können wir mit zusätzlichen Einheiten und Kampffähigkeiten stärken, falls die Gegenwehr zu heftig ausfällt.

Die zweite, große Neuerung diese Add-Ons ist die Rattenplage, die sicher nicht nur uns an Asobo Studios A Plague Tale: Innocence erinnert. Die überall herumwuselnden Plagegeister verhalten sich genauso schrecklich, wie im Vorbild, von dem sich Ubisoft offensichtlich inspirieren ließ. Begegnen wir einem Rattenschwarm, müssen wir sie mit Schlägen vertreiben. Öffnen wir beispielsweise den Zugang zu einem Abwasserkanal, dann kommen die Plagegeister frei und greifen jeden Gegner an, den sie finden können. Das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, besonders wenn man die chaotischen Kämpfe bedenkt, die in Assassin's Creed Valhalla in aller Regel entstehen.

Die Infiltrationsmissionen wurden für Die Belagerung von Paris überarbeitet, damit die Attentate etwas flexibler werden. Wer neue Meuchelmordoptionen und Gelegenheiten für die finale Quest freischalten möchte, muss eine Reihe kleinerer Neben-Quests erledigen. Ihr müsst das nicht zwingend hinter euch bringen, denn solange die Zielperson stirbt, habt ihr euer Ziel erreicht. Trotzdem verleiht Ubisoft dem Game dadurch eine zusätzliche Dynamik, die wir sehr zu schätzen wissen.

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In Frankreich gibt es nicht so viele verschiedene Umgebungen, wie im ersten DLC, Zorn der Druiden. Die Anzahl an Örtlichkeiten ist gleich, aber die Karte ist insgesamt gestauter und die interessanten Orte liegen näher beieinander. Die Farbpalette ist dezenter und die französischen Landschaften sehen nicht ganz so toll aus, wie die Felder der Smaragdinseln. Viele der Weltereignisse kennen wir bereits, darunter die Altare, legendäre Tiere und Steinhügel. Dazu gesellen sich kleine Geschichten der Einwohner von Paris.

Dann sind da noch die optionalen Herausforderungen in Form von französischen Edelmännern. Ähnlich wie Ragnar Lodbroks verlorene Drengrs, die wir in England bekämpft haben, sind diese Streiter besonders mächtige und einzigartige Kämpfer, die weit über unserem aktuellen Level sind. Jeder von ihnen beherrscht einen eigenen Kampfstil, deshalb sind diese Feinde ohne Frage die schwierigsten Auseinandersetzungen, die in Die Belagerung von Paris auf euch warten. Ich habe das als eine gute Gelegenheit erkannt, um einige der neuen Waffentypen auszutesten. Die Sense etwa richtet Schaden an, der mit jedem Folgetreffer etwas steigt.

Die Belagerung von Paris bedeutet das Ende des ersten Season-Passes von Assassin's Creed Valhalla. Die Erweiterung bietet neue Mechaniken und Herausforderungen und lässt im Grunde nichts zu wünschen übrig. Zwölf Stunden Spielzeit warten auf euch, falls ihr noch nicht genug Assassin's Creed gespielt habt.

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Wie ihr eure Ziele ausschaltet, könnt ihr in manchen Missionen selbst beeinflussen, da uns Ubisoft die Vorbereitung einiger Attentate überlässt.
09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
bietet neue Mechaniken, mehr Waffen und Missionstypen.
-
Umfang etwas geringer als DLC #1, saisonale Events und Hauptspiel werden weiterhin von einigen Bugs geplagt.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

Leserkritiken

  • Haarmul
    Endlich wieder ein wirklich gut gelungener AC Teil. Was mit sehr gut gefällt ist die diesmal wirklich überschaubare Menge an Waffen, nicht mehr... 9/10

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