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Neues Wii U-Spiel aus München

Die Grafik-Geeks vom Münchener Entwickler Shin'en verraten uns ihre Geheimnisse, um alles aus der Hardware von Nintendo herauszuholen. Im Gespräch plaudern wir mit Art Direcor Martin Sauter unter anderem über ihre Exklusiv-Philosophie, Details zum…
Martin Eiser Aktualisiert 22 Oktober 2013

Die Grafik-Geeks vom Münchener Entwickler Shin'en verraten uns ihre Geheimnisse, um alles aus der Hardware von Nintendo herauszuholen. Im Gespräch plaudern wir mit Art Direcor Martin Sauter unter anderem über ihre Exklusiv-Philosophie, Details zum neuen Jett Rocket II, die Nano Assault Saga und Vergleiche mit den neuen Konsolen. Außerdem gibt es ein paar exklusive Ankündigungen.

Jet Rocket II: The Wratz of Taikai war auf der Idéame in Madrid erstmals spielbar. Im Vergleich zum Vorgänger habe man die Kamera und die Art zu spielen etwas verändert. Der Art Director erzählt, dass sie versuchen bei der Entwicklung viele Stimmen einzufangen - auch von jenen Leuten, die ihre Spiele nicht mögen. Die Entwicklung begann als 2D-Sidescroller wie Mega Man, jetzt gibt es 3D-Passagen wie in Super Mario 3D Land und verschiedene Minispiele. Eine Termin gibt es aber noch nicht, erst will man das Spiel fertigstellen.

Über den 3DS sagt Sauter: "Für uns ist ziemlich schwer für den Nintendo 3DS zu entwickeln. Nicht weil wir nicht wissen wie, aber weil wir immer versuchen, die Hardware bis ans Äußerste zu treiben. Und das 3D, das wir unterstützen wollen, beschneidet die Bildwiederholrate. Daher müssen wir die Hardware wirklich sehr stark ausreizen." Über das Können und Wissen verfügt man, weil die Programmierer aus der Demo-Szene stammen. Dabei geht es darum innerhalb einer technischen Limitierung trotzdem großartige Ergebnisse abzuliefern - etwa auf alten Systemen wie dem Amiga.

"Ich kann nur jedem raten, es immer nur weiter zu versuchen. Nintendo-Hardware ist nicht so schlecht, wie man manchmal liest. Ich denke, sie ist deutlich stärker, als sie über die Presse kommuniziert wird. Jeder sagt immer nur, Xbox und PS3, das ist gute Hardware, die PS Vita... ich sehe das anders", sagt Sauter. Und in ein ähnliches Horn stößt er auch beim Thema Next Gen. Es ginge nicht um bessere Hardware, sondern um bessere Spiele.

"Ich mag das Wort Next Gen nicht. Was soll das sein? Es gibt immer eine neue Generation. Natürlich ist die Wii U kein Next Gen-System, weil das natürlich die nächste Wii U ist. Da ist dann Next Gen (lacht). Um ehrlich zu sein, ist die Wii U kein großer Sprung in Sachen Hardware, aber es ist ein großer Sprung im Bezug auf die Wii. Und um ehrlich zu sein, wir haben einen Punkt erreicht, bei dem wir nicht mehr Hardware-Power brauchen. Wir brauchen bessere Spiele", sagt er und fügt hinzu: "Ich denke, die Wii U ist ein guter Kompromiss für ihren Preis. Und sie ist viel besser als man überall liest. Sie ist besser als eine Xbox 360. Tut mir leid, aber sie ist besser und man kann eine Menge aus ihr rausholen."

Bei Shin'en sei man stolz darauf, sehr früh über Devkits der Wii U bekommen zu haben und Teil der Nintendo-Familie zu sein. Nano Assault Neo hätte für das Studio gut funktioniert, auch wenn es nur ein Nischentitel ist. Auf die Frage, warum man exklusiv für Nintendo entwickelt, sagte Sautner: "Wir sind Nintendo-Fans, wir lieben Nintendo-Franchises. Es ist einfach ganz logisch, das wir gern für unsere Helden arbeiten."

Am Ende gibt es noch einen Hinweis auf das nächste Projekt von Shin'en: "Eigentlich sollte ich darüber noch nicht reden, aber es könnte die Fortsetzung eines Rennspiels sein - vielleicht sage ich das jetzt einfach exklusiv zu Gamereactor (lacht). Nein, tatsächlich wollten wir etwas für die Wii U zeigen. Vielleicht ist es wirklich das, was du gesagt hast - eine Fortsetzung eines Rennspiels und das wird etwas sein, das die Hardware wirklich an ihre Grenzen bringt. Ich weiß, es gibt nicht viele solcher Spiele für dieses Genre für die Wii U - wenn ich etwas in der Art machen würde. Wir wollen wirklich etwas machen, bei dem man 'Wow' sagt. Wir werden das in den kommenden Monaten enthüllen."

Bei dem besagten Rennspiel könnte es sich demnach um einen Nachfolger von Fast: Racing League handeln. Der Titel im Stil von F-Zero und Wipeout überraschte für Wiiware mit seiner Optik und stabilen 60 Bildern in der Sekunde, obwohl das Spiel weniger als 40 Megabyte groß war. Einen Trailer haben wir übrigens hier. Das alles und noch viel mehr über Dual-Stick-Shooter, den Einzelhandel und das Miiverse gibt es im vollen Video-Interview:

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