Sony dürfte ein ziemlich großes Problem haben, wenn man Digital Foundry-Man Richard Leadbetter glaubt. Demnach sei die PS3 endgültig für Hacker komplett geöffnet, weil eine neue gehackte Custom-Firmware veröffentlicht wurde, die auch vollen Zugang zum Playstation Network ermögliche. Zudem wurden der LV0-Decryption-Key veröffentlicht, womit der Zugang zum System wohl auf Dauer weit offen stehe, wie Leadbetter schreibt.
Sony werde, führt Leadbetter aus, natürlich den Passphrase für das Playstation Network mit dem regulären 4.30er-Update erneut ändern, aber die Veröffentlichung des LV0-Key bedeute, dass jede künftige Änderung mit wenig Aufwand entschlüsselt werden könne von den Hackern. Dummerweise könne Sony dagegen nichts machen, das Problem ist nämlich hausgemacht. Jede PS3 muss jede beliebige Firmware-Version entschlüsseln können, damit sich die Konsolen aktualisieren können - theroretisch auch eine original verpackte 2006er-Lauchkonsole direkt auf die aktuelle Firmware. Durch die LV0-Keys sei dies nun via PC über CoreOS und XMB-Dateien möglich, die einen bereits veröffentlichten Passphrase einfach wieder neu verschlüsseln und dann einspielen könnten.
Die Veröffentlichung des LV0-Keys ist Leadbetter zufolge übrigens wohl einfach Pech für Sony. Die Hacker, die den Key offenbar schon vor einiger Zeit gefunden hatten, haben ihn als "Freeware" betrachtet. Eine chinesische Hackergruppe dagegen wollte ihn nun offenbar nehmen und damit Geld machen, indem sie gehackte Firmware-Updates verkaufen. Darauf hatten die anderen Hacker keine Lust und haben den Key kurzerhand veröffentlicht.
Ein Kommentar von Sony zu der Sache steht noch aus.