Sesamstraße: Es war einmal ein Monster ist wie geschaffen für die Bewegungssteuerung Kinect, schließlich soll auch die Fernsehvorlage häufig zum Mitmachen animieren.
Die Geschichte von Sesamstraße: Es war einmal ein Monster muss allerdings ohne Ernie und Bert auskommen. Die beiden Hauptdarsteller sind Elmo und das Krümelmonster, die wir bei ihren Begegnungen mit ihren mehr oder weniger bekannten Freunden begleiten. Einer von ihnen ist Marco, für den wir eine Geburtstagsparty schmeissen sollen. Dafür müssen in verschiedenen Minispielen Geschenke gesammelt und Verkleidungen ausgesucht werden. Abschließend wird auf der Party natürlich noch getanzt. Die Spiele sind, der Zielgruppe entsprechend, einfach gehalten und es ist unmöglich zu scheitern. Denn man darf nicht vergessen: Sesamstraße: Es war einmal ein Monster ist wirklich für die allerkleinsten Videospieler gedacht. Alles darf im Koop-Modus gespielt werden und es gibt wirklich nicht den geringsten Wettbewerb, wer denn nun der Bessere ist. Alles ist darauf ausgelegt Freude und Spaß zu verbreiten, den die Kleinen sowieso haben werden. Aber die Sesamstraßen-Nostalgie und der Humor von Double Fine sorgen auch bei den Erwachsenen für unbeschwerte Heiterkeit.
Die ganze Präsentation des Spiels ist wirklich sehr hochwertig und kann erzählerisch mit der Qualität von Pixar-Filmen mithalten. Die Geschichte wird mit Hilfe eines Buches erzählt, das auch die einzige Menü-Struktur im Spiel ist. Es gibt Kapitel für die Episoden mit den unterschiedlichen Freunden und die Seiten stehen dann für das jeweilige Minispiel. Immer wird die Handlung von Elmo und Krümel vorangetragen und sie erklären, was in den Minispielen zu tun ist. Es gibt Tanzeinlagen und Musikspiele, kleinere Jump'n'Run-Passagen, Rätselaufgaben zur Farbwahl der richtigen Kostüme oder auch eine rasante Schlittenfahrt. Die Spiele können aufgrund ihrer Schlichtheit fast kaum so genannt werden, hier geht es wirklich in erster Linie um das Mitmachen und das auch Kleinkinder die Aufgaben erfolgreich meistern können. Eines der Highlights ist ein Bühnenstück, bei dem Krümel als Regisseur mit Baskenmütze fungiert. Alle Darsteller müssen eingekleidet werden, ihre Posen lernen und der Spieler darf die Publikumsgeräusche aufzeichnen, also zum Beispiel frenetischen Applaus oder Gelächter.

Elmo und das Krümelmonster spielen die Hauptrolle in diesem interaktiven Kinect-Spiel.
Für Erwachsene oder selbst für Teenager, dürfte es allerdings nach dem Ersten durchspielen sehr schnell langweilig werden, zumal einen eher die liebevolle Präsentation bei der Stange hält und nicht unbedingt die Minispiele. Bei Kleinkindern sieht das allerdings schon anders aus, aber da müssen ja auch Kinderbücher wieder und wieder vorgelesen werden und Witze bleiben auch nach der x-ten Wiederholung noch lustig. Alles in Allem ist Sesamstraße: Es war einmal ein Monster eine Alternative für verregnete Tagen und wenn man bedenkt, was eine Kleinfamilie bei einem Ausflug schnell an Geld lässt, ist es auch nicht mehr ganz so teuer, wie es auf den ersten Blick scheint.
Wie sinnvoll es ist, die Kleinsten schon vor eine Konsole zu setzen, muss jeder selbst entscheiden. Aber wenn Sesamstraße im Fernsehen in Ordnung ist, spricht eigentlich auch nichts gegen das wesentlich aktivere Sesamstraße: Es war einmal ein Monster.
Für Familien mit kleinen Kindern, in deren Haushalt sowieso schon eine Xbox 360 mit Kinect vorhanden ist, dürfte Sesamstraße: Es war einmal ein Monster eine großes, spaßiges Fest sein. Dem Rest wird sowohl der Umfang, als auch die Schlichtheit der Spiele, trotz der wunderschönen und liebevollen Präsentationen, nicht genug bieten. Auch die Wiederholungen der Zwischensequenzen würden auf Dauer alle, die nicht mehr im Kleinkindalter sind, in den Wahnsinn treiben. Die Wertung dieses Spiels soll eindeutig nur eine Empfehlung für Spieler mit kleinen Kindern sein.
Zusätzliche Wertungen
- Grafik
- 8 / 10
- Sound
- 8 / 10
- Spielbarkeit
- 8 / 10
- Langzeitmotivation
- 5 / 10