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Deutschland ist Marktführer

Videospielmärkte in Europa geben nach
Martin Eiser 17 August 2009

Während im ersten Halbjahr in vielen Teilen Europas die Nachfrage nach Videospielen gesunken ist, scheint der Absatz in Deutschland stabil zu bleiben. Denn bisher waren die Deutschen lediglich die Nummer drei in Europa, hinter Frankreich und weit hinter Großbritannien. Die Briten mussten jedoch im ersten Halbjahr einen Einbruch von 20 Prozent hinnehmen und nun ist Deutschland die Nummer Eins in Europa, so Media Control.

"Die Einbußen hängen besonders mit dem Fehlen neu veröffentlichter Blockbuster-Games in Großbritannien zusammen", erläutert Tanja Eisen, Director Multimedia bei media control GfK International.

Die höchsten Zuwächse im Ländervergleich erzielt Portugal: Um 16 Prozent wuchs die Menge der verkauften Spiele zum Vorjahr und die Umsätze legten elf Prozent zu. Positive Nachrichten kommen zudem aus Schweden. Dort stieg die Verkaufsmenge von Konsolensoftware um vier Prozent. In den Niederlanden kauften Verbraucher 2,4 Prozent mehr Spiele als im Auftakthalbjahr 2008.

Praktisch unverändert zeigen sich neben Deutschland die Märkte in Italien und Belgien. Allerdings mit unterschiedlichen Tendenzen: In Italien liegen die Umsätze leicht über Vorjahresniveau, dagegen entwickelt sich der belgische Markt tendenziell in die andere Richtung. Einbußen gibt es neben Großbritannien auch in Frankreich und Spanien.

In Sachen Software war Wii Fit europaweit ein Verkaufsschlager und in Deutschland, Großbritannien und Österreich sogar das meist verkaufte Spiel seit Jahresbeginn. Daneben erzielte der Titel in Italien, Schweden und Finnland hohe Verkaufszahlen. Die Finnen strapazierten mit Singstar Suomirock und Singstar Suomipop neben ihren Körpern vor allem ihre Stimmbänder. Auch in Schweden landete mit Singstar Svenska Hits Schlager ein Titel der Serie weit vorn.

Auch in der zweiten Jahreshälfte wird es für die Briten nicht leicht. Einige Unternehmen denken aufgrund des schwächelnden Pfunds bereits über Preisanpassungen nach. Händlerangaben zufolge soll beispielsweise die Xbox 360 Arcade ab 1. September auf der Insel 30 Pfund teurer werden. Auch der ruinöse Preiskampf im Handel wird anhalten und die Umsätze niedrig halten.

Mit etwas Glück bleibt Deutschland also nicht nur Meister für eine Saison, sondern steht auch im Gesamtjahr auf dem Siegertreppchen.

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