"Diamonds are a girls best friend". Ja sicher, aber Popcap will, wie immer, alle haben.
Bejeweled Blitz Live ist vor allem mehr von dem, was wir kennen. Das schlichte Spielprinzip wurde beibehalten. Drei oder mehr gleichfarbige Edelsteine senkrecht oder waagerecht auflösen und hoffen, dass die nachfallenden Steine eine Kettenreaktion in Gang setzen. Dazu gibts dann noch Power-ups, die kleine Explosionen auslösen und die Chance auf die begehrten Multiplier erhöhen.
Der Highscore ist bei Bejeweled Blitz Live wirklich alles. Gemütlich puzzlen oder Kaskaden vorbereiten geht nicht, denn es gibt ein knallhartes Zeitlimit von einer Minute.
Das Ganze gibt's in zwei Varianten. Im Classic-Modus wird mit dem Cursor ein Stein mit einem benachbarten ausgetauscht und zwar nur, wenn die Aktion auch Steine auflöst. Bei Twist können jeweils vier Steine im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden und zwar beliebig oft.
Für wirklich hohe Punktzahlen braucht es auf jeden Fall auch Glück, insbesondere in der Classic-Variante, da dort nur wenig vorbereitet werden kann. Bei Twist lässt sich auch gerne mal eine Sechser-Kombination hindrehen und dann darf die daraus resultierende Supernova genossen werden. Aber genau diese Mischung aus Fähigkeiten und Glück scheint ja auch fester Bestandteil der Popcap-Titel zu sein - und dürfte nicht unerheblich zu deren Erfolg beitragen.

Schlichte Optik, aber das Ganze macht wirklich viel Spaß und hat einen sehr hohen Suchtfaktor.
Frust kann sich bei Bejeweled Blitz Live breit machen, weil man es ewig nicht schafft, seinen eigenen Highscore zu verbessern und zwar nicht zuletzt, weil einem die glückliche Kaskade am Ende der Runde, beim so genannten "Letzten Hurra", wenn die verbliebenen Power-ups explodieren und womoglich noch mehrere neue Kaskaden mit neuen Power-ups auslösen, einfach nicht die nötigen Extra-Punkte bringt.
Genau hier kommt der Online-Partymodus mit bis zu 16 Spielern zum tragen, weil hier auch konstant hohe Punktezahlen nützen und nicht nur der eine glückliche Durchgang. Alle Resultate hier zählen dennoch mit für den Einzelspieler-Modus, somit lässt sich der eigene Highscore in geselliger Runde beim sportlichen Wettbewerb verbessern. Außerdem ist da noch der Battle-Modus und zwar sowohl online als auch offline. Es siegt hier derjenige, der aus den drei Kategorien Punkte, aufgelöste Kombinationen und Stil zwei Wertungen für sich entscheidet.
Das Ganze macht schon wirklich viel Spaß und hat einen sehr hohen Suchtfaktor, obwohl das konstante Zeitlimit womöglich nicht jedermanns Sache sein könnte und es keine Optionen gibt, daran etwas zu ändern. Andererseits geht der Übergang von einem Spiel ins nächste so schnell, dass man das Zeitlimit darüber fast vergessen könnte und zwar auch jenes, welches man sich möglicherweise zum Spielen gesetzt hat.
Die Grafik ist natürlich nichts, worüber man nach Hause schreibt, aber etwas liebevollere Menüs hätte man nach Plants vs. Zombies oder Peggle dann doch erwartet. Keine Trophäen-Räume, in denen sich die Erfolge bewundern lassen und schon gar nicht die riesige Optionsfülle eines Plants vs. Zombies. Wirklich nur schlichte und leider auch lieblos gestaltete Menüs mit wenig Optionen.
Die bewährte Bejeweled-Formel macht trotzdem immer noch viel Spaß und es einem schwer, ein Ende zu finden, wenn man einmal mit der Highscore-Jagd angefangen hat. Wenn die Präsentation nicht so spartanisch wäre, dass man das Gefühl hat, man würde auf einem Handheld spielen, hätte die Wertung sicher noch einen Punkt höher ausfallen können.
Zusätzliche Wertungen
- Grafik
- 5 / 10
- Sound
- 8 / 10
- Spielbarkeit
- 10 / 10
- Langzeitmotivation
- 10 / 10