In Großbritannien hat der Autoreifenhersteller Continental eine Studie veröffentlicht, nach der Rennspiele aggressives Fahrverhalten und Risikofreude im Straßenverkehr begünstigen. Wer regelmäßig (was auch immer das heißen mag...) Videospiele spielt, sei ein schlechterer Fahrer als Nicht-Spieler. 2000 Autofahrer zwischen 17 und 39 Jahren wurden befragt, die Hälfte davon waren regelmäßige Spieler. Davon haben der Studie nach zum Beispiel 31 Prozent bereits eine rote Ampel überfahren, was nur 14 Prozent der Nicht-Spieler taten. "Spieler nehmen mehr Risiken auf sich als Nicht-Spieler, vielleicht wegen den im Rennspiel fehlenden realen Konsequenzen", sagt Tim Bailey, Sicherheitsexperte bei Continental in Großbritannien. Allerdings wird auch der positive Lerneffekt von Rennspielen immer wieder bewiesen, wie jüngst die Performance des Finnen Greger Huttu zeigte, der als virtueller Rennchampion im letzten November seine Performance auf der echten Rennstrecke bewiesen hat.
Die Erkenntnisse der Continental-Studie im Überblick (die Prozentzahlen der Spieler sind fett markiert):
* % von der Polizei angehalten: 22/13
* % nutzen während der Fahrt ihr Mobiltelefon: 19/12
* % haben der Versicherung einen Autounfall gemeldet: 30/15
* % haben eine rote Ampel überfahren: 31/14
* % die verkehrt in eine Einbahnstraße fuhren: 13/10
* % ein stehendes Objekt beim Einparken rammten: 22/13
* % nach einem Parkrempler einfach wegfahren: 19/11
* % risikoreich fahren (schnell beschleunigen, überholen): 44/21
* % sich übertrieben im Straßenverkehr aufregen: 45/22
* % zu schnell fahren: 25/13
* % andere mit ihrem Fahrstil verängstigen: 26/11
* durchschnittliche Versuche für die Führerscheinprüfung: 2/3