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Gamereactor Kritiken Raskulls
Kritiken Raskulls

Raskulls

Ein glänzender Stein, ein Typ namens Knochensäge und ich, der Raskull-Drache, der es rausreißen muss. Ziemlicher sinnloser Plot, aber Raskulls ist jetzt auch nicht direkt ein Spiel, das von seiner Story getragen wird.
Christian Gaca Getestet auf XBLA 5 Januar 2011

Raskulls ist vielmehr ein ziemlich gradliniges Jump'n'Run-Rennspiel mit liebevoll-niedlicher Grafik. Die Charaktere haben dicke Outlines wie sie Old-School-Grafittis haben - und ein bisschen so ist das ganze Spiel auch: ziemlich Old School.

Das Konzept ist eine gelungenen Vermengung erfolgreicher Spielideen: ein Häppchen Mario Kart, ein bisschen Mr. Driller, ein Hauch Costume Quest, eine Prise Bomberman, ein wenig Tetris. So gelingt es Raskulls, ohne wirklich substanziell neue Ideen trotzdem spannend zu sein. Im Kern ist das hier also ein Jump'n'Run-Rennspiel. Ein kleiner Held bohrt, schießt und prügelt sich durch eine Würfelwelt nach vorne, nach oben und nach unten.

Damit das schnell klappt, helfen ihm und seinen drei Konkurrenten im Kampf um den Sieg diverse Beschleunigungspfeile, Wassersäulen zum Hochschwimmen und Items zum Einsammeln. Die 2D-Level bieten uns die Möglichkeit, entweder von A nach B ins Ziel zu sprinten oder mehrere "Rennrunden" zu absolvieren, wobei jede Runde immer ein bisschen anders ist, weil bestimmte Gegenstände bereits aus dem Level weggesprengt und benutzt worden sind.

Vier Totenschädel im Rennen um den Spitzenplatz - Raskulls ist das perfekte Jump'n'Run-Rennspiel .

Drei Modi stehen anfangs zur Auswahl: Mega Quest, Grand Prix, Schnelles Rennen - die letzteren beiden sowohl online wie offline für bis zu vier Spieler gleichzeitig. Offline wird im Splitscreen gekämpft. Mega-Quest ist eine Art Abenteuermodus. Hier kann man die Level kennenlernen, neue Charaktere für den Multiplayer sammeln (Ilomilo, anyone) und einige lustige Puzzle-Varianten ausprobieren. Für manche der Aufgaben gibt's eine Onlinerangliste, gewünscht hätte ich sie mir für alle.

Leider wirkt der Questmodus insgesamt ein bisschen überflüssig und eher wie ein aufgesetzter Kropf, um dem Solospieler ein bisschen mehr für sein Geld geben zu können. Wenigstens der Humor sitzt an den meisten Stellen: verpixelte Mäuseschwänze, Ninja-Handys mit schlimmen Klingeltönen - wirklich lustige drei Kapitel. Aber es wäre auch ohne sie lustig geworden.

Denn Grand Prix und Rennen alleine hätten es auch getan. Diese beiden Modi sind ohnehin diejenigen, für die man sich Raskulls anschauen muss. Ungehemmtes Battlen um den ersten Platz, mit genügend Freiraum für zufällige Fehler und unangenehme Überraschungen, so dass nicht immer derjenige gewinnt, der am allerbesten ist, sondern derjenige, der schlau den besten Moment abpasst, seine Item zu benutzen und die Gegner gegeneinander auszuspielen. Nur dadurch hat das Spielchen eine Menge Multiplayer-Potenzial. Natürlich ist Raskulls nichts großes, nichts besonderes am Ende. Es ist ein kleines Spiel für kleines Geld (800 Microsoft Points), das trotzdem großen Spaß bietet, besonders im Multiplayer.

Zusätzliche Wertungen

Grafik
8 / 10
Sound
8 / 10
Spielbarkeit
9 / 10
Langzeitmotivation
8 / 10
8
Gut von 10 · Gamereactor Deutschland
Pro Niedliche Grafik, toller Multiplayer on- und offline, guter Humor
Contra Langweiliger Questmodus
Netzwerk-Wertung Durchschnitt über 1 Gamereactor-Ausgaben
8,0
Gamereactor Deutschland 8
Vollständiges Profil 18.512 veröffentlichte Artikel
8
Gut Netzwerk-Wertung über 1 Ausgaben
Fakten zum Spiel
Entwickler Halfbrick Studios
Publisher Halfbrick Studios
Termin 29 Dezember 2010
Getestet auf XBLA
Genre Platform
Plattformen
XBLA
Warum Gamereactor vertrauen
23 Ausgaben Jede mit eigener Redaktion und eigenen Wertungen.
1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
100% Selbst gespielt Geschrieben aus Zeit mit dem Spiel, nie aus Pressematerial.
1–10 Netzwerk-Wertung Die Wertung jeder Ausgabe, gemittelt und ausgewiesen.