Das Bayrische Sozialministerium will Dead Space 2 erneut prüfen lassen. Über das so genannte Appellationsverfahren erzwingt der Freistaat laut dem Branchenmagazin Gamesmarkt die dann sechste Prüfung. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat dem Gruselshooter nach fünfmaliger Prüfung zwar keine Jugend-, aber eine Vermarktungsfreigabe erteilt. Ab 18 wäre der Titel demnach in Deutschland erhältlich und das ungeschnitten. Die erneute Jugendschutzprüfung ist zwar für Januar vorgesehen, ob der geplante Veröffentlichungstermin am 27. Januar 2011 gehalten werden kann, muss sich zeigen.
Electronic Arts ging umgehend in die Offensive. EA-Deutschland-Geschäftsführer Dr. Olaf Coenen reagiert verärgert: "Es gab insgesamt fünf USK-Prüfungen mit der finalen Entscheidung, das Spiel zu kennzeichnen." Coenen weiter: "Nun wurde das Kennzeichen völlig überraschend und für uns nicht nachvollziehbar wieder einkassiert. Die sechste Prüfung soll jetzt irgendwann im Januar erfolgen - bei einem Spiel, bei dem sich alle Beteiligten einig sind, dass es nur für Erwachsene angeboten werden soll. Das ist aus unserer Sicht absurd."
Doch bei der Stellungnahme blieb es nicht, auch eine Petition wurde ins Leben gerufen, um den Druck auf das Staatsministerium zu erhöhen. Es haben sich bereits mehr als 26.000 Menschen daran beteiligt.