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Gamereactor Kritiken Who's that flying
Kritiken Who's that flying

Who's that flying

Mediatonic haben mit Monsters (Probably) Stole My Princess bewiesen, dass sie genau wissen, worauf es bei den Playstation Minis ankommt. Das Spiel basierte auf einem simplen Spielprinzip, dass für stundenlangen Spaß sorgte. Jetzt schieben sie Who's that flying hinterher. WTF!?
Martin Eiser Getestet auf PS3/PSP 17 November 2010

In unserem Sonnensystem wird jeder Planet durch einen Wächter geschützt. Und der Guardian of Earth, in dessen Rolle wir schlüpfen, ist natürlich eine ziemlich coole Sau. Die Welt mit Stil zu retten, ist unser Ding. Als Superheld müssen wir uns zumindest keine Gedanken über unsere Kräfte machen, klar, wir sind unbesiegbar. New York, Tokio, Mexiko und Moskau sind es - repräsentativ für viele andere Städte - aber nicht. Diese Städte müssen vor einfallenden Feinden beschützt werden.

Der Storymodus von Who's that flying besteht aus fünf Welten mit je drei Abschnitten. Die Geschichte ist so schlicht wie belanglos und die entsprechenden Sequenzen zwischen jedem Level dürfen glücklicherweise übersprungen werden. Der Beschützer der Erde steht vor Gericht und muss sich dafür verantworten, warum auf seinem Planeten derzeit so viel drunter und drüber geht. In Rückblenden spielen wir dann die entsprechende Verteidigung der Angriffe auf die Erde, um zu zeigen, dass wir nicht nur die Erde beschützt haben, sondern dabei natürlich auch noch ziemlich gut ausgesehen haben...

Der fliegende Held im Klassik-Shooter beherrscht Dauerfeuer und muss von rechts herkommende dunkle Schatten vom Bildschirm fegen. Gefährlich für die Welt sind zwar lediglich Ravanger, die schon mit einem Schuss ausgeschaltet werden, aber mächtigere Gegner mit verschiedenen Stärken behindern einen dabei kräftig. Manche versperren die Sicht, andere schießen auf uns, um uns für kurze Zeit kampfunfähig zu machen. Zudem fliegen die Ravanger nicht immer nur einfach geradeaus. Sie ziehen Schleifen, kreuzen den Bildschirm und so weiter. Das Konzept gleicht im Grunde den bekannten Arcade-Shootern, die schon in den Achtziger Jahre große Erfolge feierten.

Die zahlreichen schwarzen Ravanger müssen aufgehalten werden, die anderen Gegner versuchen uns dabei zu behindern.

Kommt eine bestimmte Zahl der Ravanger an uns vorbei, ist das Spiel vorbei, die Stadt quasi dem Untergang geweiht. Das wiederum war früher anders. Da gab es einfach nur weniger Punkte, wenn ein Gegner ausgelassen wurde. Mediatonic selbst nennt das "eine Prise Tower-Defense". Klar, wir müssen die Stadt vor den einfallenden Typen beschützen. Übrigens bleibt uns in der letzten entscheidenden Sekunde immer noch der Nahkampfgriff, mit dem ein Gegner ausgeschaltet werden kann. Das dann allerdings kurz ausbleibende Dauerfeuer sorgt fast immer für neuen Ärger.

Für jeden erlegten Gegner steigt eine dreiteilige Leiste, welche quasi die Unterstützung der Bevölkerung anzeigt. Mit jedem gefüllten Balken gibt es eine einmalig verwendbare Spezialattacke. Für kurze Zeit erhöht sich entweder die Schussfrequenz, in der nächste Stufe wird ein durchgehender Strahl abgefeuert und sind alle Balken voll, fegt einen wirklich mächtig breiter Strahl ohne Probleme alles aus dem Weg. Aber auch der ist nur für kurze Zeit aktiv und die Leiste sinkt im Anschluss wieder auf null und das Spielchen mit dem Füllen beginnt von vorn.

Beim Einsatz dieser Spezialangriffe muss aber mit viel Geschick vorgegangen werden, denn für die eine oder andere Gegnerschar sind sie zwingend erforderlich, denn manche Welle wäre sonst kaum zu bewältigen. Und kommt auch nur ein Gegner durch, fällt die Leiste sowieso wieder komplett auf null, noch dazu wird der Punktemultiplikator zurückgesetzt. Der Schwierigkeitsgrad ist im übrigen äußerst angenehm. Das Erreichen von Goldmedaillen ist nicht zu einfach, aber mit Übung werden die meisten Weltenretter Erfolge feiern.

Einer von fünf Bossgegnern, der jeweils am Ende des dritten Levels einer Welt wartet. Auch hier versuchen die Ravanger durchzubrechen.

Der Stil des Spiels ist ganz ähnlich wie schon bei Monsters (Probably) Stole My Princess. Das Comichafte liegt den Entwicklern offensichtlich und uns tun sie damit auch einen Gefallen. Wieder ist das Spiel erstaunlich hübsch für eines der Minis und es schaut originell aus. Nur in Sachen Musik ist es diesmal nicht ganz so gelungen. Die wirkt eher belanglos und verzichtbar. Aber wer unterwegs spielt, verzichtet vermutlich sowieso meistens auf die akustische Unterstützung.

Wurde der Story-Modus erfolgreich absolviert, werden zusätzlich vier Level im Endlosmodus und eine Menge zusätzlicher Herausforderungen freischaltet. Challenges können zum Beispiel Level sein, in denen die Geschwindigkeit beschleunigt ist, eine bestimmte Punktzahl erreicht werden muss oder aber ein Fehler zum Spielende führt. Auf über vierzig Level kommt das Spiel so am Ende und steigert sich in Sachen Umfang gegenüber Monsters (Probably) Stole My Princess. Zwar ist das Spielkonzept in allen Varianten gleich, aber auch gerade wegen dem Endlosmodus bleibt am Ende ein besseres Gefühl, für Who's that flying rund fünf Euro zu investieren.

Zusätzliche Wertungen

Grafik
8 / 10
Sound
7 / 10
Spielbarkeit
9 / 10
Langzeitmotivation
9 / 10
9
Herausragend von 10 · Gamereactor Deutschland
Pro hübsche und originelle Präsentation, Highscore- und Medaillen-Jagd
Contra kein Mehrspielermodus
Netzwerk-Wertung Durchschnitt über 1 Gamereactor-Ausgaben
9,0
Gamereactor Deutschland 9
Vollständiges Profil 13.607 veröffentlichte Artikel
9
Herausragend Netzwerk-Wertung über 1 Ausgaben
Fakten zum Spiel
Entwickler Mediatonic
Termin 17 November 2010
Getestet auf PS3/PSP
Genre Arcade
Plattformen
PSP PS3
Warum Gamereactor vertrauen
23 Ausgaben Jede mit eigener Redaktion und eigenen Wertungen.
1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
100% Selbst gespielt Geschrieben aus Zeit mit dem Spiel, nie aus Pressematerial.
1–10 Netzwerk-Wertung Die Wertung jeder Ausgabe, gemittelt und ausgewiesen.