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Kritiken A Topsy Turvy Life: Turvy Drops

A Topsy Turvy Life: Turvy Drops

Nintendo hat mit dem NDS und der Wii die Videospielwelt auf den Kopf gestellt. Und was die können, kann Tecmo ja schon lange. Das man in diesem Spiel auf große Brüste verzichten musste, war aber vermutlich die größte Hürde.
Martin Eiser Getestet auf DSiware 9 Juni 2010

Ein Spiel soll einfach sein. Man muss es schnell begreifen und trotzdem braucht es eine gewisse Originalität. Sich wirklich von der Masse zu unterscheiden, ist wahrscheinlich die schwierigste aller Aufgaben. Tolle Spiele machen sie ja irgendwie alle. Aber Tecmo hat sich so seine Gedanken gemacht und kam zu einem interessanten Ergebnis: Sie stellen die Welt einfach auf den Kopf. Wenn Nintendo den DS um 90 Grad drehen kann, dann können wir es doch glatt mal mit 180 Grad probieren, so die Denke.

Im Puzzle-Spiel A Topsy Turvy Life: Turvy Drops muss man Blöcke auf den Touchscreen zeichnen und die nach unten fallen lassen. Das ist auch der Grund, warum der Bildschirm gedreht werden muss. Sonst würden ja die Blöcke nach oben fallen. Und keine Angst, wirklich zeichnen muss man nichts. Ein Klick ins zehn mal sieben Felder große Raster genügt und der Block erscheint oder kann wieder entfernt werden.

Lücken schließen und Reihen verschwinden lassen. Gezeichnet wird auf dem oberen Schirm - daher wird der DS vorher gedreht.

Blöcke sollten so platziert und nach unten geschickt werden, dass sie Lücken auf dem anderen Schirm ausfüllen. Dort wachsen nämlich Blöcke nach oben und die verschwinden nur, wenn ganze Reihen gebildet werden. Sind die Lücken aufgefüllt und die Reihen vervollständigt, verschwinden sie, ganz wie man es bereits von Tetris kennt.

Eine wirklich witzige Idee - und neben dem Endlos-Modus sorgt der Puzzle-Modus für ein wenig Nerventraining. Unter Zeitdruck müssen Blöcke mit einer begrenzten Zahl von Schritten beseitigt werden. Die dreißig Level sind zwar schnell gelöst, bieten jedoch wenigstens ein gewisses Maß an Spieltiefe. Denn obwohl die Idee des Spiels zauberhaft ist, so weist sie auch ein paar Mängel auf.

Richtig viele Punkte für den Highscore sammelt man vor allem, wenn viele Reihen auf einmal gelöscht werden. Das verleitet wiederum dazu, zunächst die Löcher zu schließen und dabei eine Spalte frei zu lassen, die erst am Ende mit Blöcken gefüllt wird. Davon gingen offenbar auch die Entwickler aus, denn ein richtiges Tempo entwickelt das Spiel nicht. Im Ergebnis fühlt sich das Spiel ein wenig so an, als würde irgendein Spielelement fehlen, dass für langfristigen Spielspaß sorgt.

Es scheint fast so, als hätte sich Tecmo voll und ganz darauf konzentriert, nach einem netten Gimmick zu suchen. Den DSi zu drehen, dass ist wirklich witzig, aber denkt man genauer darüber nach, ist das nicht einmal notwendig. Die Blöcke müssen ja nicht fallen, sondern könnten auch einfach mit einem Boost nach oben steigen. Trotzdem bietet der Titel für knapp zwei Euro durchaus kurzweilige Unterhaltung und Puzzle-Freunde sollten einen Blick riskieren.

Zusätzliche Wertungen

Grafik
6 / 10
Sound
7 / 10
Spielbarkeit
9 / 10
Langzeitmotivation
7 / 10
7
Gut von 10 · Gamereactor Deutschland
Pro nette Spielidee, günstiger Preis
Contra wenig Langzeitmotivation
Netzwerk-Wertung Durchschnitt über 1 Gamereactor-Ausgaben
7,0
Gamereactor Deutschland 7
Vollständiges Profil 13.607 veröffentlichte Artikel
7
Gut Netzwerk-Wertung über 1 Ausgaben
Fakten zum Spiel
Entwickler Tecmo
Publisher Tecmo Koei
Termin 4 Juni 2010
Getestet auf DSiware
Genre Puzzle
Plattformen
DSiware
Warum Gamereactor vertrauen
23 Ausgaben Jede mit eigener Redaktion und eigenen Wertungen.
1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
100% Selbst gespielt Geschrieben aus Zeit mit dem Spiel, nie aus Pressematerial.
1–10 Netzwerk-Wertung Die Wertung jeder Ausgabe, gemittelt und ausgewiesen.