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Bericht: Diablo 4 erscheint nicht vor 2020

Kotaku hat einige Informationen früherer und aktueller Projekte eingeholt und die Verbindung zu Diablo IV gezogen.
Stefan Briesenick 22 November 2018

Der Kotaku-Journalist Jason Schreier hat gestern Abend einen neuen Artikel über Blizzards Umgang mit der Diablo-Marke verfasst. Aus Gesprächen mit insgesamt elf aktuellen und ehemaligen Angestellten des US-amerikanischen Entwicklerstudios zog der Kollege einige Schlüsse darüber, wie das nächste Diablo-Hauptspiel aussehen könnte.

Zum einen ist die Rede davon, dass Diablo III eine zweite Erweiterung erhalten sollte, diese Idee von Activision jedoch verworfen wurde, weil das Team plötzlich die Arbeiten am nächsten Hauptableger der Reihe beginnen sollten. Wie Kotaku schreibt, seien die Verantwortlichen bei Blizzard unzufrieden mit den Arbeiten am dritten Teil gewesen und hätten den Titel nicht weiter in diesem Umfang unterstützen wollen.

"Sie sagten dem Team: 'Ihr habt Reaper of Souls beendet, das ist wirklich gut. Wir sind jedoch der Meinung, dass das Beste für das IP ist, zu Diablo IV zu wechseln - in welcher Form auch immer.' Das allgemeine Gefühl im Team war, zumindest in meinem Eindruck, das Misstrauensvotum der Führungskräfte. Sie dachten, dass Diablo III ein riesiges Schlamassel war."

Das Diablo-Team habe zudem an einem Projekt namens Hades gearbeitet, das die Serie in eine andere Richtung führen sollte. Die Grundidee des Dungeon-Crawlers sei zwar erhalten geblieben, die Spielsysteme orientierten sich laut einem Entwickler aber, unter anderem aufgrund einer Third-Person-Perspektive, eher an Dark Souls. Die Entwickler sollen zwei Jahre lang an diesem Projekt gearbeitet haben, bevor es verworfen wurde.

Anschließend begannen, so Kotaku, die Arbeiten an Projekt Fenris, das laut Schreiers Quellen aktuell als Diablo IV betrachtet wird. Obwohl man daran also bereits seit zwei Jahren arbeitet, sind sehr grundlegende Konzepte noch nicht final entschieden worden. Beispielsweise soll wohl immer noch darüber diskutiert werden, ob man bei der isometrischen Kameraperspektive aus vergangenen Ablegern bleibe, oder doch die Schulterkamera einführen könne, die im Projekt Hades entstand. Wie Schreier schreibt, sei auf gar keinen Fall vor 2020 mit dem Spiel zu rechnen - frühestens. Zwei weitere Design-Ideen der aktuellen Entwickler verdeutlichen die stilistische Richtung, die Diablo IV einnehmen könnte:

"Es gibt viele Leute, die den Eindruck bekommen haben, dass sich Diablo III vom [ursprünglichen] Diablo entfernt habe, im Hinblick auf den Zeichenstil und bei den Zaubereffekten.", so ein aktueller Blizzard-Mitarbeiter.

"Sie wollen es ekelerregend und düster machen, alles cartoonige von {Diablo III} [entfernen]... Das [wiederaufleben lassen], wovor die Leute in {Diablo II} Angst hatten, es aber modern halten.", erklärte ein anderer Angestellter.

Ein Ziel vom nächsten Diablo-Ableger sei eine sozialere Erfahrung der Spieler, will Kotaku erfahren haben. Das Team stelle sich Hub-Bereiche vor, die von echten Spielern und NPC bevölkert werden und dabei lassen sie sich von Spielen wie Destiny und dem MMO-Giganten World of Warcraft inspirieren. Ein Entwickler sagte Schreier, dass man sich mit der Frage beschäftige, wie gut gestaltete, Story-lastige Missionen wohl in Diablo IV aussehen würden, wenn man sie immer und immer wieder spielen soll. Auch die Idee, zufällig mit fremden Spielern ein Abenteuer zu erleben, fasziniere die Entwickler, schreibt Kotaku. Klingt das alles nach einem Weg, auf dem ihr der Diablo-Serie folgen wollt oder bereiten euch diese Konzepte Sorge?

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