Nachdem der Fußballbundesligist Borussia Dortmund gerade erst die Partnerschaft mit Konami zu PES 2019 plötzlich gekündigt hatte, vermuteten viele, dass damit auch das Thema eSports vom Tisch sein. Weit gefehlt: Nun ist der BVB mit der Plattform eSports.com eine vorerst mindestens dreijährige Kooperation eingegangen. BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer und eSports.com-CEO Michael Broda haben vereinbart, den Fans des BVB auf eSports.com besondere Aktionen anzubieten. Die Partnerschaft wird vor allem zur Aktivierung der jungen Zielgruppe der eSports-Interessierten genutzt - so sind Turniere mit Profispielern bei bekannten eSports-Titeln geplant, heißt es. Damit ist Pro Evolution Soccer 2019 nicht ausgeschlossen, aber der Fokus dürfte bei FIFA 19 liegen.
Carsten Cramer, dessen Boss und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zum eSports-Thema eine andere Meinung hat ("Ich finde das komplett scheiße"), sagte dazu: "Mit unserem neuen Partner eSports.com haben wir eine ideale Plattform gefunden, um die immer mehr an Bedeutung gewinnende Zielgruppe der eSports-Interessierten zu erreichen. Uns ist vor allem wichtig, unser Kerngeschäft - den Fußball - bei dieser Zielgruppe zu platzieren. Hierzu ist eine Website mit Millionen-Reichweite und trennscharfer Klientel natürlich ideal. Beide Partner und vor allem die Fans werden profitieren, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit." Michael Broda sagte: "Die Netzwerke und Fans der Borussia ergänzen sich ganz hervorragend mit unseren bereits bestehenden Kooperationen im amerikanischen und asiatischen Raum. Die riesigen Potentiale dieser Märkte wollen wir beide nutzen - da liegt es doch nahe, das gemeinsam zu tun."