Vor ein paar Jahren begann Zenimax einen Rechtsstreit um die Vorlage dessen, was wir heute als Oculus Rift kennen. Oculus soll damals interne Firmengeheimnisse vom id Software-Mitbegründer John Carmack erhalten haben, als dieser von Zenimax zu Oculus wechselte. Wie sich nun herausstellte, hat sich Carmack nichts zu schulden kommen lassen. Doch das zuständige Gericht entschied trotzdem zu Gunsten von Zenimax. Wie Polygon schreibt, wurde Oculus dazu verurteilt, Zenimax eine halbe Milliarden amerikanischer Dollar (umgerechnet etwa 464 Millionen Euro) Schadensersatz zu zahlen, weil sich Oculus-CEO Palmer Lucky und sein ehemaliger Vorgesetzter, Brendan Iribe, nicht an einen Geheimhaltungsvertrag hielten.
Das Gericht befand den Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums als unzureichend, weshalb ein Großteil des von Zenimax geforderten Schmerzensgeldes in Höhe von vier Milliarden US-Dollar aus der Anklageschrift fielen. Oculus hingegen habe sich nur der Nichteinhaltung eines NDA-Vertrages schuldig gemacht, so das Gericht - deshalb der verminderte Schadensersatz. Bislang hat keine der beiden Parteien Berufung angemeldet.
