Zahl der Todesopfer durch Hurrikan Melissa in Jamaika steigt auf 28
Die Rettungsbemühungen wurden behindert, da die Kommunikation und die Stromversorgung in weiten Teilen der Insel unterbrochen sind.
Die Zahl der Menschen, die durch den Hurrikan Melissa in Jamaika ums Leben gekommen sind, ist auf 28 gestiegen, wie Premierminister Andrew Holness bestätigt hat. Die Behörden warnen, dass die Zahl noch steigen könnte, wenn die Notfallteams bisher unzugängliche Gebiete erreichen.
Blockierte Straßen, großflächige Überschwemmungen und Trümmer verlangsamen weiterhin die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen auf der ganzen Insel. Melissa, ein Hurrikan der Kategorie 5, traf am Dienstag mit verheerender Kraft auf Land und ließ einen Großteil Jamaikas tagelang ohne Strom und Kommunikation zurück.
Die westlichen Regionen der Insel, einschließlich Montego Bay und Black River, sind am stärksten betroffen. Straßen sind mit Trümmern übersät, Häuser liegen in Schutt und Asche, und viele Viertel stehen noch immer unter den Fluten. Nach Angaben des Roten Kreuzes sind noch immer mehr als 70 Prozent der Bevölkerung ohne Strom, während rund 6000 Menschen in Notunterkünften Zuflucht gesucht haben.
Die Hilfe erreicht nur schwer die Bedürftigsten
Die Bemühungen, Nahrungsmittel, Wasser und medizinische Hilfsgüter zu liefern, wurden durch Erdrutsche, umgestürzte Bäume und beschädigte Straßen stark behindert. In den am stärksten betroffenen Gebieten wurden mehrere Feldlazarette eingerichtet, aber die Logistik bleibt eine große Herausforderung.
Da Ressourcen zur Neige gehen, gibt es Berichte von Menschen, die Supermärkte und Apotheken betreten, um zu sammeln, was sie können, was die wachsende Verzweiflung in Teilen der Insel unterstreicht.
Melissa wurde nun als der stärkste Sturm bestätigt, der jemals in Jamaika aufgezeichnet wurde, mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 185 mph (295 km/h). Der Hurrikan hat auch in anderen Teilen der Karibik Dutzende von Todesopfern gefordert (31 in Haiti und zwei in der Dominikanischen Republik), während in Kuba mehr als 60 000 Häuser beschädigt oder zerstört wurden.
