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Yaiba: Ninja Gaiden Z

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Yaiba verpackt das Ninja-Gaiden-Franchise in ein Comic-Abenteuer mit vielen, vielen Zombies, an denen wir schon mal die neuen Kombos und Angriffe ausprobiert haben.

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Unsere Anspielsession mit Yaiba: Ninja Gaiden Z hat uns eines deutlich gemacht: Spark Entertainment kann ein gutes Ninja Gaiden abliefern. In Zusammenarbeit mit Team Ninja und Keji Infaunes Comcept wird das Franchise in eine knallige Comic-Grafik, ironische-kitschige Dialoge, Zwischensequenzen und Zombie-Horden verpackt. Unverändert bleibt dabei das fragwürdige Design der weiblichen Charaktere sowie der extreme Schwierigkeitsgrad.

Die Steuerung von Yaiba: Ninja Gaiden Z erinnert an eine Kombination aus Capcoms Bionic Commando vermischt mit Ninja-Blutdurst und Tarantino-Vokabluar. Es geht also vor allem um schnelle Angriffe und Kombos zwischen dem entscheidenden Knopfdrücken für Schläge und Hiebe. Es wird geblockt, gegriffen - und am Ende gibt's den blutigen Gnadenstoß. Die Z-Variante des Ninja-Gaiden-Franchises füllt die Lücken auf dem Bildschirm zwischen den wenigen, richtig schweren Gegnern mit Scharen von Untoten, die sich in erster Linie zum Erproben der Kombos eignen. Ein Move zum Beispiel beinhaltet einen Rundum-Schlag, der sich in die umstehende Menge entlädt. Der Multiplikator wird knallig und kaum zu übersehen auf dem Bildschirm angezeigt - und erreicht schnell dreistellige Werte.

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Yaiba: Ninja Gaiden ZYaiba: Ninja Gaiden Z
Es gibt eine Reihe von Upgrades, die freigeschaltet werden können und Zombie-Waffen, die sich aus den kalten Händen der Untonten stehlen lassen und die zumindest kurzzeitig von Nutzen sind.

Selten mischen sich zwischen diese Momente, in denen wir brutal verrottetes Fleisch zerteilen, ein paar Jump'n'Run-Elemente. In ausgewiesene Bereiche bewegen wir uns durch das Springen auf neue Plattformen, vertikale Schläge oder das Greifen nach Vorsprüngen von Ebene zu Ebene. Schließlich gelangen wir zum nächsten Schauplatz, wo das Schlachtspektakel von Neuem beginnt. Es sind einfache Abläufe, die den Händen einen Moment des Ausruhens ermöglichen und es den Entwicklern gleichzeitig erlauben, sich ausgiebig in wechselnden Kameraperspektiven und cineastischen Explosionen zu vertiefen. So wird das Spiel bereits durch einen Kampf eröffnet in einem brennenden Wolkenkratzer, der Stück für Stück in sich zusammen fällt.

Dazwischen werden uns auf merkwürdig humoristische Weise neue Zombiemutationen vorgestellt. Dem Geschehen sind dann noch seltsame Rätsel untergemischt. Es gibt eine Reihe von Upgrades, die freigeschaltet werden können und Zombie-Waffen, die sich aus den kalten Händen der Untonten stehlen lassen und die zumindest kurzzeitig von Nutzen sind. Der Favorit bisher: Regenbogen-Nun-Chucks, die beim Einsatz bunte Leuchtraketen versprühen.

In Yaiba: Ninja Gaiden Z greift Spark Unlimited gut auf, was die Serie Ninja Gaiden ausmacht. Und passt es so an, dass es zur Stimmung des Spiels passt. Die frustrierende Schwierigkeit ist von Veränderungen unberührt geblieben. Schon nach einer Spielstunde treffen wir auf einem Dach auf eine Zombie-Demo, die uns wiederholt niederringt, weil die Fingermuskulatur einfach nicht mithalten kann. Es ist der Fluch der Serie und gleichzeitig ihr größter Anreiz.

Yaiba: Ninja Gaiden Z
Oft übersieht man seinen Charakter in der schieren Menge an Gegnern oder scheitert an der hakeligen Block-Mechanik.

Doch das ist nicht der Grund fürs häufige Fluchen. Gemessen am Serien-Standard ist der Kampf gegen eine Horde von Schwergewichten, die uns in den Boden stampfen und unsere Rippen brechen, schon so etwas wie ein fairer Kampf. Immer wieder aber finden wir uns und viele andere Kollegen eher verwickelt in das Gefecht gegen nervige, schlechte Kameraperspektiven. Oft übersieht man seinen Charakter in der schieren Menge an Gegnern oder scheitert an der hakeligen Block-Mechanik.

Ein gutes Beispiel dafür ist der erwähnte Kampf auf dem Dach. Welle um Welle stellen wir uns massig vielen Zombies, während uns gleichzeitig Angriffshelikopter belagern, die uns mit MG und Raketen zusetzen. Die Kamera bleibt dabei beinahe statisch hinter unserem Rücken, während wir uns Platz verschaffen und in einer Ecke verschwinden, die auf dem Bildschirm gar nicht angezeigt wird. Zum richtigen Kampf kommt es natürlich nur, wenn wir nicht vorher schon sterben. Die Comic-Optik setzt nämlich vor allem auf dunkle Farben - da ist die Chance relativ gering, den Cyborg-Ninja in der Hektik zu entdecken. Wenn es je ein Spiel gab, dass seinem Helden einen Sims-Kristall über dem Kopf schuldet, dann dieses hier.

An diesem Punkt wechselt die Aufgabe. Statt uns die Zombies vorzunehmen, müssen wir einen Raketenangriff umlenken. Dazu blocken wir im richtigen Moment, um die Todesbomben zurück an den Absender zu schicken. Leider sehen wir den Helden Yaiba aber nicht, um zu wissen, wann es Zeit wird, den richtigen Knopf zu drücken. Und selbst wenn: Es ist alles andere als leicht, sich vor den Bissen der gierigen Zombies zu schützen und gleichzeitig ein Bombardement aufzuhalten.

Yaiba: Ninja Gaiden Z
Obwohl es anders aussieht, werden in Yaiba: Ninja Gaiden Z im Kern die alten Fähigkeiten verlangt, die man in den vorherigen Ninja Gaiden-Teilen auch brauchte.

In kleineren, engeren Arealen ist das weniger ein Problem. Hier zoomt die Kamera rein und das Spiel unterstützt uns mit einer geringeren Menge an schweren Gegnern. Noch dazu lässt sich Yaibas Hieb, der uns sofort und vor allem zuverlässig einige Meter von dort weg teleportiert, wo wir eben noch standen, unendlich oft einsetzen. In diesen Momenten gilt die volle Konzentration dem Kampf. Immer wieder werden wir vor neue Herausforderungen durch unterschiedliche Gegnerzusammensetzung gestellt. Mal kommt ein Team aus Clowns und Zombie-Soldaten, mal eine Kombination aus Schwergewichten und einem Clown oder einer sich teleportierenden Zombie-Braut mit massig vielen Zombies. Binnen Sekunden muss dann Lösung eruiert werden.

Die Entwickler kennen ihr Publikum. Denn obwohl es anders aussieht, werden in Yaiba: Ninja Gaiden Z im Kern die alten Fähigkeiten verlangt, die man in den vorherigen Ninja Gaiden-Teilen auch brauchte. Es gibt sogar einige Anleihen an das Original in Form eines Side-Scrolling-Modus samt Rangliste und verpixelten, statischen Zwischensequenzen.

Es gibt aber noch viele Probleme, die uns sorgenvoll in Richtung Releasedatum Ende Februar blicken lassen. Das Spiel braucht definitiv noch ein bisschen Feinschliff. Die Ninja Gaiden-Titel mögen unsere Hände kaputt hinterlassen und unsere Frustration bis ins Unendliche getrieben haben, sie hatten aber immer auch den nötigen Respekt vor ihrem Gameplay. Präzision und Klarheit sind Elemente, die Yaiba: Ninja Gaiden Z immer noch finden muss. Wir hoffen, dass die Entwickler das bis zur Veröffentlichung noch schaffen.

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