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World of Warcraft: Shadowlands

World of Warcraft: Ein einsamer Wolf in den Schattenlanden

Im Selbstversuch hat sich unser Redakteur Ricardo angeschaut, wie sich das Blizzard-MMO ohne Mithilfe anderer Menschen spielt.

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Eines gleich vorweg: World of Warcraft macht natürlich am meisten Spaß mit Freunden oder einer guten Gilde. So habe ich Blizzards MMO früher ebenfalls gespielt, doch jetzt will ich WoW in meinem eigenen Tempo genießen. Ich wollte sehen, wie weit ich in der neuen Shadowlands-Erweiterung komme, wenn ich die meiste Zeit über alleine spiele und mich höchstens über das Matchmaking einer Gruppe aus zufälligen Spielern anschließe. Zu meiner eigenen Verwunderung bin ich überraschend weit gekommen.

Level 10 bis 50

Ich habe um Weihnachten herum meinen neuen Charakter erstellt, einen Ork- Todesritter aus Mag'har. Die Mag'har-Orks gehören der Horde an, ihr müsst mit einem anderen Charakter allerdings zuerst eine Reihe von Quests und Aufgaben erfüllen, um sie im Charaktereditor freizuschalten. Nachdem ich diese Bedingungen erfüllt hatte, konnte ich meinen Mag'har-Ork erstellen: Max Cavalera heißt er; ein Tribut an den Sänger von Sepultura (und mal ehrlich, der alte Max sieht doch wirklich wie ein Ork aus - was ich positiv meine).

Die alliierten Rassen beginnen bei Level 10, also müssen wir als Death Knight nur das kurze Story-Intro abschließen, in der uns der Lichkönig Bolvar begrüßt. Da uns WoW jetzt selbst wählen lässt, wie und wo wir aufleveln wollen, habe ich mich für die Warlords-of-Draenor-Erweiterung entschieden, die eine starke Verbindung zur Hintergrundgeschichte der Mag'Har-Orks aufweist. In ein paar Tagen erreichte ich Level 50, bekam spezielle Rüstung, die nur die alliierten Rassen bekommen, und bin dann in die Schattenlande aufgebrochen.

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Von 50 bis 60

Die Einführungsmission von Shadowlands war schnell erledigt, doch anschließend musste eine schwierige Entscheidung getroffen werden. Sollte ich die gesamte Story-Kampagne wiederholen oder mich direkt dem Covenant widmen? Ich wollte weiterkommen und habe daher den Necrolords von Maldraxxus die Treue geschworen (die untoten Soldaten passen einfach perfekt zu meinem Todesritter).

Anschließend habe ich die Gelegenheit genutzt und das zentrale Gebiet von Oribos weiter erkundet, das einige Überraschungen zu bieten hat, wenn man sich die Zeit nimmt, um sich umzuschauen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Händler Ta'gosh einen Trank verkauft, der euch in eine Wolke verwandeln kann? Oder dass Ta'wah einen Drink namens Sargeras Sangria anbietet, der als „untypisches, alkoholisches Getränk" beschrieben wird? Bevor ich Oribos verließ, habe ich mich der Schmiedekunst gewidmet, um Ausrüstung und später vielleicht sogar die legendären Gegenstände des Runenschmiedes herstellen zu können.

Die Hauptkampagne konnte ich zwar überspringen, doch irgendwie musste ich natürlich noch von Level 50 auf 60 kommen. Folglich musste ich mich mit Quests beschäftigen, die mich in die vier Hauptgebiete der Schattenlande einführten. Denn erst wenn wir Level 60 erreicht haben, erreichen wir auch das volle Potential unseres Covenants und den begehrten Zugang zum End-Game.

Covenants

Nachdem ich Level 60 erreicht hatte, wollte ich die Hauptgeschichte meines Covenant abschließen. Es ist beeindruckend, dass uns Blizzard eine einzigartige Geschichte für jedes dieser Bündnisse zur Verfügung stellt. Während die Spieler mehr über ihren Covenant erfahren (und gleichzeitig neue Ausrüstung freischalten), treffen sie auf bekannte Figuren aus der Vergangenheit World of Warcrafts. Ich habe mir zwischendurch zwar ein paar Dungeons vorgenommen, doch meine aktuelle Ausrüstung stammt hauptsächlich aus der Covenant-Kampagne und den Welt-Quests.

Momentan habe ich einen Rüstungswert von 177, darunter ein legendäres Stück und sechs epische Items. Das ist möglich, weil man seine Covenant-Ausrüstung mit der Währung Anima aufwerten kann. Wenn ihr genug davon gesammelt habt, indem ihr die Hauptgeschichte und die Event der Welt abschließt, könnt ihr eure raren Gegenstände zu Epischen aufwerten.

Gleichzeitig habe ich daran gearbeitet das Sanktuarium auszubauen. Es gibt eine Station, mit der man Abscheulichkeiten erschaffen kann(die uns bei Abenteuern zur Seite stehen), eine Reihe von Portalen und einen Mechanismus, der die Geheimnisse der Karte enthüllt. Abgerundet wird das alles von einem kleinen Planspiel, das uns Missionen mit unseren Partnern planen lässt.

Nebenbei verbesserte ich meine Beziehungen zu den drei Charakteren, mit denen man eine Seelenverbindung aufbauen kann und schaltete so neue Perks und Skills frei. Durch das Durchspielen der Covenant-Inhalte habe ich zwei Reittiere, kosmetische Gegenstände und Unmengen an Gold gefarmt. Mit dem Gold habe ich das Auktionshaus besucht, Tränke und Nahrung gekauft und mich dann auf den Weg zum fürchterlichsten Ort der Schattenlande gemacht - den Schlund.

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Der Schlund, Torghast und die Runenschmiede

Dort warten weitere, parallele Geschichten auf uns. Häufig beschäftigen sich diese Aufgaben mit den Figuren, die im Torghats Turm gefangengehalten werden, darunter Cairne Bloodhoof, Jaina Proudmoore, Thrall und Anduin. Der Turm ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt (die jede Woche rotieren) und jeder Bereich besteht aus acht Etagen, deren Schwierigkeitsgrad immer weiter steigt. Die fortgeschritteneren Level können ziemlich schwer sein, aber ich habe die meisten Ebenen alleine geschafft, dabei neue Verbündete gewonnen und Asche gesammelt.

Mit der Asche können wir beim Runenschmied legendäre Ausrüstung basteln, aber dafür muss man zuerst eine Reihe von Gegenständen einsammeln. Diese Items können wir glücklicherweise auch solo farmen, alternativ bekommen wir die meisten Sachen im Auktionshaus. Im Schlund warten dann eigene Nebenmissionen und die mysteriöse Gestalt Ve'nari auf uns. Die geheimnisvolle Figur hat ein eigenes Reputationssystem, doch ihre wahren Absichten bleiben zunächst unklar.

Wenn euch das alles nicht reichen sollte, dann könnt ihr euch natürlich auch in Dungeons oder den PvP stürzen. Dank der zugänglichen Gruppensuche gelangt ihr sogar in den Raid hinein, Castle Nahtri. Auf diese Weise schließt ihr euch einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe an und stellt euch einer einfacheren Variante dieser Herausforderung mit weniger Beute.

Mehr noch als bei den vorangegangenen Erweiterungen habe ich in Shadowlands die Freiheit gespürt. World of Wacraft so zu spielen, wie ich es will - egal ob solo, in einer Gruppe, im PvE oder im PvP. Es ist kein Zufall, dass WoW zurzeit so enorm populär ist: Die Reise von Level 1 bis 50 ist zugänglich und schnell, und das End-Game bietet viele Inhalte, Beute, Abwechslung und eine eigene Story. Ich bin gespannt, was Blizzard noch für die Schattenlande geplant hat, aber bisher liebe ich dieses Abenteuer.

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