WHO: "Die Ausbreitung von Ebola übertrifft derzeit die Eindämmungsmaßnahmen"
Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation fordert die Demokratische Republik Kongo und die Nachbarstaaten auf, die Eindämmung zu priorisieren.
Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm wegen des aktuellen Ebola-Ausbruchs, der sowohl die Demokratische Republik Kongo als auch die Nachbarländer erfasst.
Wie The Guardian berichtet, bestätigt der Generaldirektor der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass die Operationen ausgeweitet werden, die rasche Ausbreitung von Ebola jedoch diese Bemühungen "übertrifft".
"Wir skalieren unsere Operationen dringend aus, aber im Moment übertrifft uns die Epidemie", sagte er in einer Stellungnahme.
Er hat außerdem bestätigt, dass derzeit 220 mutmaßliche Todesfälle bei diesem anhaltenden Ausbruch auftreten und dass sie auf lokalen Widerstand stießen, infizierte Patienten in Quarantäne zu stellen. So stürmten beispielsweise Bewohner des Dorfes Mongbwalu im Kongo ein örtliches Krankenhaus und verbrannten Zelte, die von den Ärzten ohne Grenzen errichtet worden waren. 18 bestätigt mit Ebola infizierte Einheimische flohen daraufhin.
Ein mutmaßlicher Patient in kritischem Zustand starb beim Versuch, aus seinem Krankenhausbett zu fliehen. Dies liegt offenbar an weit verbreiteten Verschwörungstheorien in der lokalen Bevölkerung.
Der Ausbruch wird durch das seltene Bundibugyo-Ebolavirus verursacht, das keine nachgewiesene Behandlung oder Impfung hat.
