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Warum hat Trump gerade Russlands größte Ölgiganten sanktioniert, und wie könnte sich das auf den Krieg in der Ukraine auswirken?

Dies hat dazu geführt, dass die weltweiten Ölpreise am Donnerstag um mehr als 3% gestiegen sind.

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Die Vereinigten Staaten haben die beiden größten russischen Ölkonzerne, Rosneft und Lukoil, mit weitreichenden Sanktionen belegt und damit den Druck auf Moskaus anhaltenden Krieg in der Ukraine erheblich erhöht. Dies hat dazu geführt, dass die weltweiten Ölpreise am Donnerstag um mehr als 3% gestiegen sind.

Warum hat Trump gerade Russlands größte Ölgiganten sanktioniert, und wie könnte sich das auf den Krieg in der Ukraine auswirken?
Rosneft // Shutterstock

Trump bezeichnete die Sanktionen als Reaktion auf die Weigerung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, den "sinnlosen Krieg" in der Ukraine zu beenden. US-Finanzminister Scott Bessent sagte, die Sanktionen zielten auf die Fähigkeit des Kremls ab, den Konflikt zu finanzieren, und forderte die Verbündeten auf, diesem Beispiel zu folgen.

Das Weiße Haus gab den Unternehmen bis zum 21. November Zeit, die Geschäfte mit den russischen Ölproduzenten einzustellen. Rosneft, das vom Putin-Verbündeten Igor Setschin kontrolliert wird, und Lukoil exportieren zusammen über 3 Millionen Barrel Öl pro Tag, was etwa 6 % der weltweiten Produktion entspricht.

Diese Sanktionen könnten Russland dazu zwingen, Öl mit höheren Abschlägen zu verkaufen. Russland reagierte jedoch, indem es die Sanktionen als "kontraproduktiv" abtat, wobei der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew den Schritt der Vereinigten Staaten mit einem "Kriegsakt" verglich.

Die Entscheidung erschwert auch Indiens Energiestrategie. Indische Raffinerien, die zu den weltweit größten Abnehmern von vergünstigtem russischem Öl gehören, überprüfen nun die Importe, um die Sanktionen einzuhalten, was Bedenken hinsichtlich Versorgungsunterbrechungen und möglicherweise höherer Kosten aufkommen lässt.

Selenskyj begrüßte die Sanktionen, betonte aber, dass weiterer internationaler Druck erforderlich sei, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Unterdessen treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel, um über die Umwandlung eingefrorener russischer Vermögenswerte in ein potenzielles Hilfspaket in Höhe von 140 Milliarden Euro für Kiew zu beraten.

Letztlich dürften die Sanktionen eher das russische Kalkül politisch beeinflussen als die militärische Lage in der Ukraine verändern. "Sie signalisieren Moskau, dass die internationale Gemeinschaft es ernst meint, aber sie werden das Schlachtfeld nicht sofort verändern."



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