Ukrainischer Soldat verliert Bein und kriecht fünf Tage unter den Drohnenhimmel, um am Geburtstag seines Sohnes dabei zu sein
"Mein Sohn hatte am 3. Geburtstag, aber ich war es, der ein kleines Geschenk bekommen hat."
Der 40-jährige Soldat, der unter seinem Rufzeichen Surovyi bekannt ist, was "streng" bedeutet, sah dem fast sicheren Tod entgegen, nachdem eine Angriffsdrohne die Frontlinien in der Ostukraine durchbrach und sein Bein zertrümmerte. Was folgte, waren fünf erschütternde Tage, in denen er durch Gestrüpp kroch, sich in Gräben versteckte und sich in Dreck und Kiefernnadeln vergrub, um nicht von russischen Überwachungsdrohnen entdeckt zu werden, die wie Raubtiere auf der Beutejagd über ihm hinwegschwirrten.
"Mein Bein wurde taub... Ich wusste, dass ich mich bewegen musste, sonst würden wir getötet werden", erinnerte sich Surovyi aus einem Feldlazarett, wo er schließlich von Mitgliedern seiner Brigade gerettet wurde, und unterstreicht damit den Schrecken der modernen Kriegsführung, in der das Schlachtfeld von Drohnen dominiert wird, die aus zehn Kilometern Entfernung aufspüren und zuschlagen können und jeden Schritt in ein Spiel auf Leben und Tod verwandeln.
Selbst als russische FPV-Drohnen gefährlich nahe heransausten und versuchten, ihn und einen Kameraden zu treffen, weigerte sich Surovyi, aufzugeben. Zentimeter für Zentimeter kroch er über das Schlachtfeld, fünf Tage voller Qualen unter ständiger Bedrohung, bis er schließlich in Sicherheit war.
"Ich konnte nicht mehr laufen. Ich ging auf allen Vieren, auf und ab, ganz auf den Knien", sagte er und erinnerte sich an die extremen Anstrengungen, die er auf sich nahm, um zu überleben. Für Surovyi war die Tortur auch persönlich: Der Geburtstag seines Sohnes fiel mitten in seine Flucht. "Mein Sohn hatte am 3. Geburtstag, aber ich war es, der ein kleines Geschenk bekommen hat", sagte er, und sein grimmiger Humor durchbrach die Schrecken seiner Geschichte.
In einem Krieg, in dem Drohnen ausgedehnte "Todeszonen" entlang der Front geschaffen haben, ist die Evakuierung der Verwundeten zu einer nahezu unmöglichen Aufgabe geworden, was Surovyis Überleben umso außergewöhnlicher macht. Er erzählt nun seine Geschichte, über die ihr unter folgendem Link mehr erfahren könnt.
Natürlich ist dies nicht die erste Geschichte dieser Art. Erst vor wenigen Tagen hat ein weiterer ukrainischer Soldat allen Widrigkeiten getrotzt und fünf Tage lang mit einer von russischen Truppen durchgeschnittenen Kehle überlebt. Dann dokumentierte er seinen Leidensweg und hob sowohl seine Widerstandsfähigkeit als auch die menschlichen Kosten des anhaltenden Krieges hervor.