TikTok-Influencerin in der Öffentlichkeit getötet, während sich die Dschihadistenkrise in Mali verschärft
Mariam Cissé, die als Unterstützerin der herrschenden Junta in Mali bekannt ist, wurde von mutmaßlichen Dschihadisten entführt und erschossen.
Eine TikTok-Influencerin in Mali ist in der Öffentlichkeit von mutmaßlichen Dschihadisten getötet worden. Mariam Cissé, die Videos zur Unterstützung der herrschenden Militärjunta vor mehr als 100 000 Followern veröffentlichte, wurde auf einem Markt in Tonka entführt und später vor einer Menschenmenge hingerichtet.
Es wird angenommen, dass die Angreifer der Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM) angehören, einer mit al-Qaida verbundenen Gruppe, die in der Region aktiv ist. Cissé, die vermutlich in ihren Zwanzigern war, hatte vor ihrer Ermordung Morddrohungen erhalten.
Malis Dschihadistenkrise verschärft sich
Der Konflikt in Mali begann 2012 und hat sich seitdem trotz mehrerer ausländischer Interventionen auf das ganze Land ausgeweitet. Die Militärjunta, die 2020 und 2021 die Macht ergriffen hatte, hat französische und UN-Truppen vertrieben und sich an russische Unterstützung gewandt, aber die Gewalt eskaliert weiter.
Da Dschihadisten wichtige Versorgungsrouten blockieren und der Treibstoff zur Neige geht, fordern internationale Warnungen die Bürger auf, Mali zu verlassen. Analysten sagen, dass der Griff der Junta nach der Macht angesichts wachsender interner Spaltungen und des Verlusts ländlicher Gebiete schwächer wird.
