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The Surge 2

The Surge 2 - Anspielbericht

Etwas mehr als zwei Monate vor dem offiziellen Launch werfen wir endlich einen ersten genaueren Blick auf die Science-Fiction-Fortsetzung des Hamburger Studios Deck13.

Deck 13s Sci-Fi-Soulsborne war ein cooles Spiel, aber es hatte seine Schwächen. Trotzdem freuten wir uns über die Nachricht einer bevorstehenden Fortsetzung, da das Original blutig und rasant war und dem Genre eine neuartige Mechanik hinzufügte. Wir haben Gegnern die Gliedmaßen abgetrennt, um sie anschließend für Angriffs- und Verteidigungsbuffs an unserem eigenen Exoskelett zu verwenden. Zwei Monate vor der Veröffentlichung hatten wir nun endlich die Gelegenheit, die ersten Stunden des Spiels auf dem PC zu erleben und drei verschiedene Bereiche des neuen Schauplatzes zu erkunden: Jericho City.

Die Eröffnungsmomente von The Surge 2 wirken wie ein Déjà vu, wenn man The Walking Dead kennt (man tauscht einfach Zombies mit verrückt gewordenen Menschen und Maschinen aus). Wir erwachen aus einem Koma in einem Krankenhausbett, sind auf wundersame Weise unverletzt und stellen fest, dass die Gesellschaft zusammengebrochen ist. Eine Krankheit, die als "Defrag-Virus" bekannt ist, hat die Bewohner in einen wahnsinnigen Zustand versetzt und drängt die Opfer fortan dazu, Überlebende zu zerfleischen. Es gibt keine auffälligen Filmsequenzen, wie im Original, aber wir vermuten, dass diese entfernt wurden, um uns direkt in die Action zu bringen. Ein Blick auf die Steam-Seite verrät zum Beispiel, dass wir wohl einen Flugzeugabsturz hinter uns haben sollen, aber davon bekamen wir gar nichts mit.

Der erste bemerkenswerte Unterschied ist, dass The Surge 2 eine Charaktererstellung einführt, anstatt uns, wie im Original, mit einem fadenscheinigen Protagonisten spielen zu lassen. Wie in vielen anderen Rollenspielen können wir Geschlecht, Gesichtszüge, Outfit und unseren früheren Beruf anpassen. Zur Auswahl stehen beispielsweise ein Rettungsoffizier, ein ehemaliger Waffenschmuggler oder ein Kriegsveteran. In der kurzen Sequenz haben wir nicht erfahren, welche Auswirkungen diese Wahl auf das Gameplay oder die Geschichte haben, die zusätzlichen Freiheiten bei der Charakteranpassung sind aber mehr als willkommen. Doch da man in den verschiedenen Rüstungssets komplett bedeckt ist, ist das alles auch ein bisschen sinnlos (man sieht den Charakter unter dem Anzug natürlich nicht). Und dass wir kein Wort sprechen fühlt sich auch so an, als ob Deck 13 noch immer mit dem Ausmerzen von Kinderkrankheiten beschäftigt ist.

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Im Preview-Build standen wie gesagt drei verschiedene Schauplätze zur Verfügung: Downtown Jericho, Seaside Court und Port Nixon. Jerichos beschmierte Innenstadt war mit zerfallenen Gebäuden, verlassenen Fahrzeugen und Giftmülldepots gesäumt. Seaside Court ist in einem heruntergekommenen alten Einkaufszentrum untergebracht und diente als Drehscheibe, wo wir mit vielen verschiedenen NPCs interagieren konnten. Der Standort Port Nixon war eher eine Erweiterung der Innenstadt von Jericho, mit dem offensichtlichen Unterschied, dass es sich neben dem Meer befand und Wasser als zusätzliches Umweltrisiko diente. Jeder dieser Plätze war ein großer Schritt weg von den lahmen Mauern der CREO-Einrichtung aus dem ersten Spiel. Es ist interessant zu sehen, wie sich das Virus auf die Welt ausgewirkt hat.

Beim Kampf haben die Entwickler offensichtlich keinen Grund gesehen, etwas zu verändern, was ebenso gut, wie schlecht ist. Während wir unsere Feinde mit leichten und schweren Schlägen eindecken, muss man also noch immer die Ausdauer im Blick haben und gleichzeitig die verschiedenen Gliedmaßen des Gegners fokussieren, um sie später abhacken und selbst verwenden zu können. Eine subtile Änderung ist, dass uns unser Scrap (die Seelen in Dark Souls) mittlerweile heilt, wenn wir es aufnehmen oder in der Nähe stehen. Das ist eine nette Geste, weil die Spieler die Wahl haben, ob sie sofort die volle Gesundheit wiedererlangen oder lieber über einen längeren Zeitraum hinweg Gesundheit wiederherstellen möchten. Es gibt auch viel mehr blutige Animationen für die Finisher, aber die fühlen sich noch nicht sonderlich solide eingebunden an: Manchmal springen wir unerwartet ein Stück nach vorne und ignorieren dabei Feinde oder immaterielle Gefahren.

Die feindliche Vielfalt hat sich gegenüber dem, was wir im ersten Abenteuer gesehen haben, deutlich gesteigert, aber die meiste Zeit fanden wir nur die typischen infizierten Menschen in gepanzerten Rigs vor. Einige der neueren Gegner warfen Geschütztürme ab und andere setzten kleine spinnenartige Roboter frei, die beim Aufprall explodieren und erheblichen Schaden anrichten. Eine weitere Verbesserung war die Verwendung der Companion-Drohne im Kampf. Wir können der Maschine befehlen, einzelne Gliedmaßen ins Feuer zu nehmen (mit Dreieck/Y), was großartig ist, um aus sicherer Entfernung die Schwachstellen unserer Finde ausfindig zu machen. Die eben erwähnten Geschütztürme lassen sich ebenfalls mit der Drohne außer Gefecht setzen, ohne dass wir dafür in die Schusslinie müssten.

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Lasst uns noch einmal zum Gebiet Seaside Court zurückkehren, denn dort gibt es einige neue Funktionen, die im nächsten Spiel deutlich besser zum Tragen kommen. Diese Nicht-Kampfzone war voller NSCs, von denen einige Teile für Rüstungen und Drohnen verkauften oder Nebenquests für zusätzliche Belohnungen anboten. Bei einer dieser Quests mussten wir für einen Verkaufsautomaten zehn Audio-Logs suchen, bei einer anderen haben wir einen Schuldeneintreiber ausfindig gemacht, der einen der Händler in der Gegend belästigte. Das Hinzufügen echter Nebenaktivitäten erschüttert das Gefühl der Linearität, an das uns das Original erinnerte. Die Händler nehmen unnütze Beute ab und bieten Verbesserungen an - wir haben also endlich Alternativen zum Farmen bestimmter Gegenstände.

Nachdem wir uns durch die Straßen von Jericho City gekämpft hatten, standen wir dem ersten großen Boss der Demo, Little Johnny, gegenüber. Er sieht ein bisschen so aus, wie der große, spinnenartige Roboter auf dem Cover. In der Schlacht mussten wir seine Beine abhacken, während wir seinen mächtigen Body-Slams und dem ausströmenden Giftgas aus dem Weg gingen. Es war ein anständiger Skillcheck, der sicherstellt, dass ihr für kommende Herausforderungen gefasst seid (wir mussten zum Beispiel erst noch ein bisschen grinden, bevor wir ihn stellen konnten). Insgesamt fühlte sich diese Begegnung ein bisschen zu ähnlich zum ersten Boss aus dem ersten Spiel an, jedenfalls was das Aussehen und die Mechaniken betrifft.

Nachdem wir den Boss gelegt hatten, konnten wir uns noch ein bisschen in Jericho City umschauen. Das zerfallene Stadtbild ist eine inspirierende Kulisse, weshalb wir sehr froh sind, dem alten Schauplatz Lebewohl zu sagen. Die neuen Ergänzungen, wie mehr Nebenquests, Händler und eine größere Auswahl an Feinden, dürften dem Spiel sehr helfen und all das wird die Messlatte höher legen. Das heißt nicht, dass wir keine Bedenken haben - die Animationen der Finisher sind zum Beispiel noch schwerfällig und die vielen leeren Gesichter wirken nicht so, als ob sie eine interessante Geschichte vortragen könnten. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln, aber das Spiel lässt ja nicht mehr lange auf sich warten. The Surge 2 erscheint am 24. September auf PC, PS4 und Xbox One.

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KRITIK. Von Kieran Harris

Wir haben uns für euch durch Deck13's Sci-Fi Souls-like The Surge 2 gekämpft und dabei eine Menge Gliedmaßen abgetrennt.

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