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Film-Kritiken
The Rip

The Rip

Damon und Affleck sind zurück, und sie sind immer noch ein stabiles Schauspielduo.

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The Rip, ein neuer intensiver Polizeithriller, der vor allem dadurch heraussticht, dass er das legendäre Duo Ben Affleck und Matt Damon Seite an Seite zusammenbringt, startet leider eher schlecht. Trotz der besten Absichten und des offensichtlichen Talents eines recht engagierten Ensembles wirkt es unangenehm, als wir in die intensive Situation zwischen Miamis verschiedenen Ermittlungseinheiten eingeführt werden, von denen jede von extremer Korruption und Beamten geplagt ist, die in unterschiedlichem Maße mit den Kartellen zusammenarbeiten.

Ein hochrangiger Beamter, Velez, wurde getötet, und infolgedessen behält das FBI ihre Einheit besonders genau im Auge. Dies erzeugt Misstrauen zwischen den Offizieren der Einheit, gespielt von Damon, Affleck, Steven Yeun, Teyana Taylor und Catalina Sandino Moreno, sowie Zwietracht zwischen den verschiedenen Abteilungen des Bezirks, doch die Lage wird nicht besser, als der Anführer, Damons Figur Dane Dumars, einen anonymen Tipp über einen großen illegalen Geldvorrat in einem besonders problematischen Gebiet namens Hialeah erhält.

The Rip
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Was folgt, sind etwa anderthalb Stunden relativ intensive Action im klassischen Sicario -Stil, bei der ein glühender Soundtrack, wachsendes Misstrauen zwischen Teammitgliedern und äußerer Druck den Weg für einen ziemlich effektiven Thriller-Aufbau ebnen.

Der zweite Akt des Films ist besonders gut umgesetzt, sowohl weil der gesamte Akt im selben scheinbar vertrauenswürdigen Haus spielt, das natürlich mehr verbirgt als zunächst angenommen, als auch weil der Film es schafft, die Intensität und nervenaufribende Spannung zu steigern, ohne auf pompöse Action zurückzugreifen, so wie Denis Villeneuve vor vielen Jahren so meisterhaft mit Sicario demonstrierte.

Gerade in der Abweichung von diesem Setting und dieser Formel beginnt The Rip etwas zu schwächeln, wie im explosiveren Finale, in dem Regisseur Joe Carnahan offensichtlich nicht wirklich weiß, wie er die Kamera positionieren oder bewegen soll und wo die Luft ein wenig aus dem Ballon entweicht.

The Rip
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Aber dank der recht gut funktionierenden Darstellungen von Affleck, Damon, Yeun und bis zu einem gewissen Grad Kyle Chandler als DEA-Agent Mateo "Matty" Nix wirkt The Rip meistens ziemlich makellos, und es gibt sogar ein paar "Aha"-Momente, in denen die Handlung auf den Kopf gestellt wird und eine überraschend gute Resonanz erzeugt.

Es ist sehr, sehr offensichtlich, dass Carnahan und der Rest der Crew Sicario direkt ins Auge geschaut haben, und The Rip hat bei weitem nicht so viel Finesse oder Stil, besonders wenn die brodelnde Intensität durch leicht gedankenlose Action ersetzt wird, aber Handlung, Bühnenbild und vor allem die schauspielerischen Leistungen sorgen dafür, dass The Rip dank guter altmodischer Handwerkskunst über andere typische Netflix-Filme hinausragt.

07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
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