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The Great Perhaps

The Great Perhaps

Caligari Games erlaubt uns in diesem Spiel die Vergangenheit rückgängig zu machen und die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren.

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The Great PerhapsThe Great Perhaps
Das Abenteuer ist ein kurzes Vergnügen, doch mehr hätte die einzige Spielmechanik wahrscheinlich auch nicht hergegeben.

Wie es Menschen im Falle einer Zombieapokalypse, eines Atomkriegs oder einer Umweltkatastrophe ergeht, haben uns nun schon so einige Spiele gezeigt. Doch was wenn wir zu diesem Zeitpunkt nicht einmal mehr auf der Erde sind und von all dem nichts wissen? In Daedalics neuem Point&Click-Adventure The Great Perhaps finden wir eine Antwort auf diese Frage, denn darin begeben wir uns als zurückkehrender Astronaut auf eine Reise durch eine postapokalyptische Welt.

Eigentlich müssen wir von einem Kosmonauten sprechen, denn augenscheinlich befinden wir uns, genauso wie das Entwicklerteam Caligari Games, in Russland. Eine Naturkatastrophe hat sämtliches Leben auf der Erde ausgelöscht, von der Zivilisation bleiben lediglich Bruchstücke übrig. Ein Gefühl von Melancholie macht sich breit, während wir auf unserem Weg durch die Stadt an Gedenkstätten, Vermisstenanzeigen und leeren Häusern vorbeikommen. Als einziger Gesprächspartner steht uns eine künstliche Intelligenz zur Verfügung, die allem Anschein nach ein Teil unseres Anzuges ist.

Gleich nach unserer Ankunft finden wir eine mysteriöse Laterne, die es uns erlaubt zwischen der Vergangenheit (vor der Katastrophe) und der Gegenwart zu wechseln. Bei gedrückter Q-Taste gehen wir in eine der zwei Realitäten hinüber, ein kurzer Tastendruck erlaubt uns stattdessen einen flüchtigen Blick auf die andere Seite, ohne direkt zu ihr wechseln zu müssen. Neben der Interaktion mit Objekten und kleinen Rätseln, die an Bioshocks Hacking-Minispiel erinnern, ist die Zeitreise-Mechanik die einzige Gameplay-Komponente, die uns in The Great Perhaps präsentiert wird. Als vermeintlich letzter Mensch auf der Welt steht uns also nur unserer Laterne zur Verfügung, um all das Grauen rückgängig zu machen.

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The Great PerhapsThe Great Perhaps
Mit einer mysteriösen Laterne springen wir zwischen den Zeiten hin und her und wehren dabei den Untergang der Erde ab.

Auf dieser Reise kommt das Artefakt fast durchgängig zum Einsatz. Indem wir zwischen den Zeiten hin- und herspringen lassen sich Gegner umgehen, Gegenstände transportieren und die Umgebungen manipulieren. Der allgemeine Schwierigkeitsgrad ist gerade für ein Puzzle-Adventure sehr niedrig. Durch die kleinen, linearen Umgebungen und die wenigen Interaktionsmöglichkeiten liegt die Antwort oftmals klar auf der Hand.

Nichtsdestotrotz macht die Manipulation unserer Umgebung Spaß und sorgt für interessante Momente. Im Laufe des Spiels bereisen wir einige außergewöhnliche Szenarien in der Vergangenheit, um den Einwohnern zu helfen oder sie sogar aus brenzligen Situationen zu retten. Beispielsweise verhindern wir einen Anschlag auf eine Bank, indem wir das Dynamit aus der Vergangenheit an einen sicheren Ort in der Gegenwart transportieren und uns anschließend um die Verbrecher kümmern.

Während die Zeitreise-Mechanik dank kleiner Abwandlungen niemals langweilig wird, leidet die Geschichte unter der kurzen Spieldauer von nur ein paar Stunden. Mit dem Thema der Zeitreise geht Caligari Games auf ein sehr komplexes Gebiet ein, welches sich innerhalb dieses knappen Zeitrahmens nur schwer widerspiegeln lässt und auch nur am Rande angegangen wird. Somit wirkt die Erzählung der Geschichte an einigen Stellen plump und überstürzt, was wiederum die anderweitig so gekonnt aufgebaute melancholische Stimmung des Spiels verdirbt.

The Great Perhaps
The Great PerhapsThe Great Perhaps
Die handgemalten Hintergründe tragen maßgeblich zum Charme von The Great Perhaps bei.

Mit einem Spielumfang von knapp drei Stunden ist The Great Perhaps ein sehr kurzes Erlebnis. Während die rudimentäre Zeitreise-Mechanik von der knappen Spieldauer profitiert und stets interessant bleibt, hängt das Adventure in Sachen Geschichte etwas nach. Auch die Interaktion mit unserer Umgebung sorgt mit Objekten, die sich auf Grund eines Spielfehlers nicht mehr aufheben lassen (da hilft bislang leider nur ein Neustart), und einer unzuverlässigen Steuerung für Frust. Puzzle-Fans werden bei The Great Perhaps aufgrund des niedrigen Anforderungsniveaus auf weiteren Unmut stoßen. Wer eine interessante Spielmechanik und liebevoll handgezeichnete Szenarien wertschätzen kann, der dürfte mit The Great Perhaps aber nicht viel falsch machen.

06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
Zeitreise-Mechanik kommt oft und vielfältig zum Einsatz, 14 Level erzählen liebevoll anekdotische Geschichten...
-
...die jedoch unter einem generell überstürzten und hastigen Spieltempo leiden. Interaktionen sind oftmals undeutlich und somit frustrierend, Rätsel zu simpel, Spielfehler erfordern Neustart.
overall score
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