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The Elder Scrolls Online: Elsweyr

The Elder Scrolls Online: Elsweyr

Das MMO führt uns in das Land der Khajiit, wo wir Nekromantie, Untote und eine riesige Drachenbedrohung vorfinden.

Die meisten MMOs entwickeln sich über ihre Erweiterungen weiter (wie zum Beispiel World of Warcraft), doch The Elder Scrolls Online hat sich seit seinem Launch mit wichtigen Content-Updates in Form von Kapiteln erzählt und dadurch von der Masse hervorgehoben. Das ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, da Neuling ruhig in The Elder Scrolls Online (ESO) eingeführt werden und alle wichtigen Story-Stationen mitnehmen. Zenimax bemüht sich darum, sämtliche Spieler willkommen zu heißen, denn die Veröffentlichung dieser Highlights hält die Dinge frisch und es erweitert das Universum.

In 2017 kam Morrowind als großes Kapitel zu ESO hinzu und führte uns in die Ländereien ein, die wir zum ersten Mal in The Elder Scrolls III gesehen haben. Letztes Jahr ging es in das Land der Hochelfen (Summerset), wo Fans jede Menge Story und Hintergrundwissen erwartete. Nun wartet Elsweyr auf seine große Stunde, ein Kapitel, das uns in ein brandneues Gebiet führt - in die Heimat der Khajiit. Laut Bethesda wird es ein feuriges Abenteuer werden, da Drachen ebenfalls Teil der Spielerfahrung sind.

Erinnert ihr euch an Elsweyr? Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Die erste Nennung erfolgte 1994 in The Elder Scrolls: Arena, was übrigens eine weitere Parallele zu Summerset ist (die Hochelfen haben wir auch zuerst in Arena getroffen). Dadurch erhält Zenimax eine halb-leere Leinwand, denn sie können der Khajiit-Heimat fast nach Belieben gestalten. Sicher halten sich die Entwickler noch weitere verrückte und wilde Ideen offen, um uns mit ihrer kreativen Fähigkeit zu begeistern.

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Wie uns Game Director Matt Firor im Interview auf der Londoner Preview-Veranstaltung mitteilte, hat Elsweyr eine Reihe verschiedener Einflüsse erhalten. Nordafrika wurde hierbei besonders hervorgehoben, weshalb weite Teile der Spielumgebung in der prächtigen Sommersonne hell erstrahlten. Es gibt natürlich verschiedene Bereiche, die es zu erkunden gilt, aber wir haben das Gefühl, dass Marokko und vielleicht Ägypten als Inspiration für diese trockenen Landschaften dienten. Im Kontrast dazu gibt es weite Steppen in üppigen Grüntönen, die wir aus Summerset kennen. Es fühlt sich dadurch noch eher wie eine Wildnis an, allerdings auch etwas robuster und feindseliger, als das letzte Kapitel.

Wir haben Drachen erwähnt, denn in ESO herrscht gerade die Saison dieser majestätischen Kreatur. Im neuen Kapitel bringen Kaalgrontiid und seine Anhänger eine Drachenplage in die Welt von The Elder Scrolls und wir konnten uns selbst ein Bild von diesem Chaos machen (es liegt natürlich an uns, wieder Ruhe einkehren zu lassen). Dass ausgerechnet Drachen in der Khajiit-Heimat für Angst und Schrecken sorgen, wirkt etwas willkürlich, aber immerhin scheinen sich die beiden Dinge nicht großartig aneinander zu reiben. Die von Drachen getragene Handlung hat nicht nur Auswirkungen auf Elsweyr, da sich die restlichen Content-Updates für das verbleibende Jahr ebenfalls der Saison des Drachen unterordnen werden. Die Handlung kann fortgesetzt werden, nachdem wir die neuen Hauptgeschehnissen abgeschlossen haben, was einigen Entscheidungen ein bisschen mehr Gewicht verleihen könnte.

Da wir uns mit dem Start des Add-Ons beschäftigten (gespielt wurde die erste Stunde des neuen Inhalts, ohne dass überhaupt eine Klasse gewählt wurde), haben wir von der Weltkarte natürlich nicht sonderlich viel gesehen, doch ESO-Spieler scheinen sich auf ausgiebige Erkundungstouren einstellen zu dürfen. Wer sich nicht gerade einer Hauptaufgabe hingibt, kann Ressourcen und Runen Sammeln, an Nebenquests teilnehmen und weitere Nebenbeschäftigungen abschließen.

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Obwohl wir es selbst nicht erlebt haben, wurde uns versichert, dass in Elsweyr Drachenangriffe als Weltereignisse stattzufinden. Während unserer Erkundung finden diese speziellen Missionen zufällig statt - Spieler von Fallout 76 und Destiny werden das kennen. Zur Lösung werden meist ein paar fähige Mitspieler benötigt, denn so ein Drachen bekämpft sich nun mal schlecht allein. Die Jagd soll die Mühe laut Bethesda wert sein, da beim Abschluss satte Belohnungen winken.

Eine weitere Neuerung von Elsweyr ist die Klasse der Nekromanten (die letzte Klasse wurde 2017 mit Morrowind eingeführt). Als Necromancer können Spieler die Toten befehligen, was an gängige Mechaniken aus bekannten Rollenspielen, wie Dragon Age oder Diablo, erinnert. Allerdings dürfen wir nicht beim Üben unserer Fähigkeiten beobachtet werden, da uns die Wachen sofort mit einem Kopfgeld belasten, wenn wir ihnen unsere Fähigkeiten demonstrieren. Es ist ein hübsches kleines Feature, das sich an die Überlieferung der Elder-Scrolls-Lore hält.

Elsweyr wird nicht nur Veteranen begrüßen, es soll sich auch an Neuankömmlinge richten. Wie bei den anderen Kapiteln stellt das Add-On einen guten Einstiegspunkt in die riesige und manchmal einschüchternde Welt dar, an der Zenimax seit vielen Jahren arbeitet. Wenn ihr Elsweyr bei der Veröffentlichung kauft, gibt es ESO als Basisspiel obendrauf. Bestehende Spieler müssen mit ihren Charakteren einfach nur nach Elsweyr reisen, um die neuen Inhalte zu erleben, und um zu sehen, was das Schicksal für das Land der Khajiits in Zeiten dieser fremdartigen Bedrohung bereithält.

The Elder Scrolls Online: Elsweyr
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Die Sprachausgabe ist in ihrem jetzigen Zustand noch etwas rau und nicht sonderlich poliert gewesen, weshalb die Geschichte eingangs etwas zurückstecken musste. Doch schon in der ersten Stunde werden wir in einige Geheimnisse eingeführt, die uns sehr schnell mit der Dracheninvasion konfrontieren. An der Lage sind einige Nekromanten beteiligt, wodurch die Klasse ihren eigenen narrativen Zweig erhält. Es gibt bereits jetzt ein paar abwechslungsreiche Figuren mit kleinen Überraschungen und wir freuen uns darauf zu sehen, wie sich das Szenario im Laufe der Zeit entwickelt.

Unser erster kurzer Blick auf Elsweyr wirkte vielversprechend, auch weil wir den frischen Wind begrüßen. Die Heimat der Khajiit ist ein unterrepräsentiertes Land, was viele Überraschungen bereithalten könnte. Bethesda wird den Inhalt für Neuankömmlinge optimieren, aber sicher werden sich auch Veteranen freuen, ihre eigenen Hände mit der neuen Nekromanten-Klasse schmutzig machen zu können. Wir sind jedenfalls bereit, im Sommer das Land Elsweyr zu erkunden.

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