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Syndicate

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Wer das originale Syndicate aus den frühen 90er Jahren liebte, war wahrscheinlich ein bisschen skeptisch, als EA die Neuinterpretation der Serie als Egoshooter enthüllte. War ich auch. Und klar, man könnte tausend Zeilen schreiben über die Skepsis. Ich hab' mich dafür entschieden, das Spiel zu nehmen wie es ist.  

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Warum ist das so? Nun, nachdem ich den Controller selbst in die Hand hatte für eine Runde im Koop-Modus, da sagte die mürrische Stimme in meinen Kopf nicht mehr "Nein, es ist völlig falsch so, das wird nicht wie ein Syndicate", sondern sie wurde übertönt durch ein "Okay, das ist echt ziemlich cool hier".

Die Mission, die wir spielen, steht ganz im Geiste des originalen Universums. Das mit uns konkurrierende Syndikat Euro Corp. hat einen neuen Typ Chip entwickelt, der es ihnen ermöglicht, Topagenten in einem Tempo zu produzieren, dem niemand sonst folgen kann. Das geht natürlich nicht. Daher wurde unser Team aus vier Agenten (vier, wie im Original!) entsandt, um die Technologie zu stehlen.

Der Koop-Modus in Syndicate basiert teilweise auf verschiedenen Klassen und ihren Spezialitäten. Vor der Hands-on-Session gab‘s eine kurze Demo, die aus der Sicht eines Agenten mit Scharfschützengewehr spielte, dessen Aufgabe es war, Distanz zu halten und seinen Teamkameraden Feuerschutz zu bieten. Als ich spiele, trage ich jedoch ein automatisches Gewehr in den Händen. Ergo bin ich näher dran, das wird also persönlicher.

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Was sofort auffällt, ist die Optik. Viele Mauern, Geländer und andere Details sind in einem hellen Orange gefärbt...

Was sofort auffällt, ist die Optik. Viele Mauern, Geländer und andere Details sind in einem hellen Orange gefärbt. Kombiniert mit dem klaren, blauen Himmel und den vielen weißen und hellen Flächen erinnert das sofort an Mirror's Edge. Es ist das erste Mal, dass ich Syndicate mit eigenen Augen sehe und die Level wirken visuell völlig anders als es auf den Screenshots zu sehen war, die es bisher zu sehen gab. Aber, um es kurz zu machen, das alles sieht wirklich sehr gut aus.

Der positive Eindruck setzt sich fort. Die Waffen klingen brillant, mit vielen Wumms und gutem Gewicht. Das Gewehr ist sowohl mit einem Holo-Zoom als auch mit einem kleinen Zielfernrohr ausgestattet und man bequem zwischen den beiden mit dem D-Pad hin und her schalten

Die Kämpfe sind intensiv und voller Action. Feinden strömen häufig von mehreren Seiten auf einen zu und obwohl viele von ihnen relativ stumpf an ihren Stellen bleiben, sind da immer wieder welche, die flankieren oder sich hinterlistig anschleichen. Die Level sind über mehrere Höhenebenen ausgelegt, mit Treppen und Balkonen, so dass man immer gegen Feinde über und unter einem kämpft.

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Kombiniert mit dem klaren, blauen Himmel und den vielen weißen und hellen Flächen erinnert das sofort an Mirror's Edge.

Als modifizierter Topagent sind wir mit einem IPA-Overlay ausgestattet, das mit einem Tippen auf die Schultertaste aktiviert wird. Das ist wie beim Detektiv-Modus in Batman: Arkham City: Die Welt wird bläulich, während die Feinde grell orange leuchtend selbst durch Wände hindurch sichtbar sind. Das IPA-Overlay kann nur für sehr kurze Zeit verwendet werden und liefert eine schöne taktische Übersicht. Ein scheinbar cleveres Konzept, ohne zu mächtig zu werden.

Alle HUD-Elemente werden als eine Art Augmented Reality präsentiert, ein bisschen im Stil von Dead Space. Meine Teamkameraden sind mit Symbolen markiert, verlorene Waffen haben ein kleines Namensschild an der Seite. Fühlt sich alles an wie eine natürliche Expansion des Syndicate-Universums.

Die meisten Feinde, denen das Vier-Mann-Team begegnet, sind Kanonenfutter in Garde-Uniformen, aber einige von ihnen haben etwas mehr Biss. Da sind die beiden Agenten, die mit Schilden ausgestattet sind, die zuerst entfernt werden müssen, bevor wir sie eliminieren dürfen. Dies geht nur mit Hacking, einem wesentlichen Spielelement in Syndicate. Hier wird der Breaching-Hack genutzt. In aller Einfachheit bedeutet das, auf den Gegner zu zielen und die linke Schultertaste zu drücken, wonach sich ein Balken über dessen Kopf füllt. Danach sind die Schilde für einen kurzen Zeitraum deaktiviert und die anderen können den Typen erledigen. Das fügt ein wenig Anforderungen an die Koordination zwischen den Spielern hinzu, und obwohl es eine recht einfache Spielmechanik ist, sorgt das für viel Abwechslung. Der Breaching-Hack wird übrigens auch genutzt, um Teamkollegen zu heilen. Die muss man übrigens buchstäblich rebooten.

Der letzte Gegner dieser kurzen Koop-Runde ist ein großer Kerl mit schwerer Rüstung und einem riesigen Maschinengewehr in den Händen. Wie bei den Agenten muss auch hier der Breaching-Hack zum Einsatz kommen, bevor man ihm Schaden zufügen kann. Aber er wird nicht gestoppt, sondern feuert weiter hemmungslos Salven auf den Spieler, der den Hack initiiert hat. Also müssen die Teamkameraden den Schaden austeilen, während sich der Hacker in Deckung begibt. Noch mehr Koordination also.

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KRITIK. Von Ingo Delinger

Klingt wie ein Stealth-Abenteuer, ist aber eher ein klassischer Egoshooter - übrigens mit einem tollen Koop für vier Spieler.



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