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Surviving the Aftermath

Surviving the Aftermath

Nach der Apokalypse verteidigen wir die Überreste einer Enklave gegen die Gefahren einer zerstörten Welt.

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Surviving the AftermathSurviving the Aftermath

Man sagt der Echtzeitstrategie-Szene nach, dass sie in letzter Zeit ein wenig die Beine hochlegt und sich auf vergangenen Erfolg ausruhe. Das Genre, das so lange den PC-Markt dominierte, ist auf mobile Geräte ausgewandert und hat sich in diverse Untergenres aufgeteilt, doch beim Thema Postapokalypse zeigen sich weiterhin einige Innovationen. In They Are Billions und Frostpunk versuchen wir eine neue Heimat unter harschen Bedingungen aufzubauen, doch auch Titel, wie Aven Colony, schicken uns zum Basenbauen zu den Sternen. Ähnlich war es mit Haemimont Games' Surviving Mars, das ein wenig der Beginn der Survival-Strategiespiele war, aus dem Paradox nun ein eigenes Franchise aufbauen möchte.

In Surviving the Aftermath überlässt uns Iceflake Studios das Schicksal einer kleinen Gemeinschaft an Überlebenden, die nach einer postapokalyptischen Katastrophe den Wiederaufbau planen. Das ist natürlich leichter gesagt, als getan, denn vom reichen Ressourcenparadies ist nicht mehr viel übrig. Trotzdem bauen wir langsam eine Infrastruktur auf, die eine wachsende Gemeinschaft versorgen kann und versuchen so gut es eben geht die vielen Hindernisse, die uns vom Entwicklerteam in den Weg gelegt werden, zu umschiffen.

Am Anfang wählen wir welcher Art von Herausforderung wir uns stellen wollen. Das Szenario auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen und dem eigenen Spielerlebnis somit zusätzliche Hürden hinzufügen zu können, steigert den Spielspaß sehr. Wenn wir uns für einen Pfad entschieden haben, wird es Zeit Wurzeln zu schlagen und eine Basis zu errichten. Das machen wir mit den Dingen, die wir im Startgebiet finden (hauptsächlich Schrott), der natürlich erst einmal verarbeitet werden muss. Gleichzeitig sollten wir dafür sorgen, dass alle genug Schlaf bekommen - all das gilt es zu bedenken, wenn wir unserer kleinen Gruppe von Überlebenden sicheren Unterschlupf bieten wollen.

Danach dauerte es nicht lange, bis die Schwierigkeiten begannen. In unserem Fall war die erste Hürde eine Hitzewelle, die uns zwang einen Wasserturm zu errichten und frisches Wasser zu besorgen. Dafür brauchte es jedoch Materialien, wie Beton, die man nirgends gezielt abbauen kann. In Surving the Aftermath schicken wir unsere Leute nicht direkt los, um an bestimmte Ressourcen zu gelangen. Stattdessen weisen wir unseren Arbeitskräften ein spezielles Gebiet zu, in dem sie alles sammeln, was sie finden können. Um effektiv zu spielen, müsst ihr immer einen Schritt weiter sein oder ihr reagiert nur auf die Ereignisse und versucht irgendwie aufzuholen.

Surviving the Aftermath
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Uns stehen einige Bauoptionen zur Verfügung, aber wir hoffen, dass es mit der Zeit noch abwechslungsreicher wird. Das Spiel ist erst im Early Access, daran wird also noch weiter entwickelt und offengestanden gibt es auch noch viel Raum für Verbesserungen. In diesem frühen Stadium wirkt die Spielerfahrung von Surviving the Aftermath ein wenig vorhersehbar, obwohl wir sicher noch nicht alles zu sehen bekommen haben. Ein City-Builder mit diesem Thema ist interessant und wir hoffen, die Entwickler können dem Titel in den nächsten Monaten noch etwas mehr Persönlichkeit einhauchen.

Die meiste Zeit gehen unsere Überlebenden ihren Tätigkeiten nach, sammeln Schrott und bringen ihn zur Basis. Sie essen, schlafen und werden verstrahlt - das übliche Prozedere in einer Postapokalypse. Es scheint einige interessante Gebäude zu geben - das Kino zum Beispiel -, aber insgesamt fehlt es an Individualisierungsoptionen. Die Simulation der Überlebenden hat uns auch noch nicht wirklich überzeugt und unsere Schützlinge hätten ein wenig mehr Menschlichkeit und Persönlichkeit gut vertragen. Es wird keine echte Verbindung zwischen dem Spieler und den NPCs hergestellt, zumindest nicht außerhalb der Story-Events. Momentan ist Surviving the Aftermath leider noch sehr verbuggt und die Wegfindung konnte uns nicht überzeugen.

Während unsere Gemeinschaft wächst und gedeiht entwickeln wir neue Techniken und können mit der Zeit unseren Einfluss über die Grenzen der kleinen Enklave hinaus ausdehnen. Wir können mit Banditen kämpfen, obwohl dieser Aspekt noch nicht voll ausgearbeitet wurde, aber immerhin lauert eine zusätzliche Gefahr im Hintergrund, die gut zum Thema passt. Von hier aus könnte sich der Überlebenskampf-Strategietitel in alle möglichen Richtungen entwickeln und wir hoffen, dass Iceflake auf dem vielversprechenden Fundament aufbaut, sich dem interessanten Thema annimmt und es noch etwas kreativer einsetzt.

Wir wünschen uns eine bessere Bindung an die Überlebenden und ein bisschen mehr Drama, denn das würde den soliden Systemen und Spielmechaniken noch mehr Substanz verleihen. Wenn es nur so wenige Überlebende gibt, sollten sie unser höchstes Gut sein, aber im Moment wirkt es, als würden wir Drohnen auf ihrem Weg von einem Schrotthaufen zum Nächsten beobachten - mehr Persönlichkeit könnte diesem Basenbauspiel das Leben und die Wärme zurückgeben, die in einer kalten, zerstörten Welt fehlen.

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VORSCHAU. Von Mike Holmes

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