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Sunset Overdrive

Sunset Overdrive

E3-Anspielsession: Knallbuntes Chaos und reichlich Comicgewalt garantiert dieser Xbox One-Spaß von Insomniac, auf den PS4-Spieler neidisch rüberblicken.

Ein Spiel, das viel Aufmerksamkeit und Menschenmassen um sich herum generierte während der E3-Woche war Insomniac Games' Sunset Overdrive. Und tatsächlich hat das Studio damit etwas frisches, etwas anderes im Shooter-Segment entwickelt. Es ist ein bisschen Jet Set Radio, eine Prise Dead Rising, aber auch ein guter Teil Ratchet & Clank - wenn man es mal kurz fassen will. Aber natürlich hat das Game auch seinen eigenen Style, ist reich an Meinung und zerbröselt liebend gerne die imaginäre Vierte Wand. Im Gamereactor-Team gehen die Meinungen derweil weit auseinander. Wer Sunset Overdrive liebt, tut das innig. Wer es hasst, tut das ebenso innig.

Einvernehmen herrscht immerhin beim Gameplay. Das Spiel macht Spaß, süchtig und liefert letztlich eine enorm belohnende Spielerfahrung. Die unverschämt bescheuerte Waffenauswahl (sicher das das wichtigste Verkaufsargument des Spiels) war sowohl in der Multiplayer-Demo (acht Spieler gemeinsam gegen Wellen von Feinden) und der Solorunde das sichbarste Argument für Sunset Overdrive. Favoriten sind die TNTeddy (schießt explodierende Teddybären ab), Captain Ahab (eine Harpune, die bei direkten Begegnungen im Nahkampf sehr praktisch ist) und eine Eiswumme, die eine Gruppe von Feinden in Sekunden schockfrostet. Durch eine so eingefrorene Gegnergruppe kann man natürlich hervorragend mit einem aufgeladenen Schubangriff hindurchzimmern. Brilliantes Zeug.

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Für so einige Zocker wird der Koop vielleicht sogar der relevantere Teil des Spiels werden.

In Sunset Overdrive loszulegen ist so einfach wie das Drücken der X-Taste. Es gibt scheinbar endlos viele Orte, auf denen wir entlang grinden können. Überall kann man in der offene Spielwelt aufspringen und entlang grinden. Man hat quasi fast etwas zu viele Möglichkeiten, jedenfalls ist es nicht so klar, wo es eigentlich lang gehen soll. Nicht so klar wie in Jet Set Radio jedenfalls. Das Tempo des Spiels und die Geschwindigkeit, mit der wir die Level durchqueren, ließ keine andere Möglichkeit als ein ziemlich ausgeprägtes Automatik-ZielenFeature einzubauen. Angesichts der Natur des Spiels passt das aber prima. Immerhin müssen wir gleichzeitig grinden und ballern, sollen nicht zu Fuß unterwegs sein und Feinde aufs Korn nehmen. Tatsächlich führt genau das dazu, in kürzester Zeit große Probleme zu bekommen.

Vom Koop-Chaos-Squad für acht Spieler haben wir eine Horde-ähnliche Missionen gezockt, in der wir ein paar Chargen Overcharge Delirium XT verteidigen mussten. Die Bottiche enthalten nämlich genau jenes Zeug, das Menschen leider in Monster verwandelt, die wir nun abwehren müssen. Es gab die beiläufige Möglichkeit, Fallen absetzen, was dem ganzen Erlebnis eine kleine Strategiekomponente gab. Uns wurde aber erklärt, dass dies nur einer von vielen Missionstypen sei für den Chaos Squad-Modus. Anstatt sich für einen auf Klassen basierten Ansatz zu wählen, baut man sich seinen Helden selbst und wählt individuell die bevorzugten Waffen aus. Ein bisschen wie bei Fuse. Die Rollen im Koop werden dann quasi analog zu den gewählten Waffen automatisch vergeben. Aber diese Rollen werden wegen der Art des Spiels kaum eine tragende Rolle spiele.

Interessanterweise werden die Waffen-Upgrades und die Beute aus jeder Spielrunde über alle Spielmodi hinweg geteilt, so dass Chaos Squad als nette Abwechslung zur Story fungiert und man trotzdem etwas sinnvolles zum Fortschritt beiträgt. Für so einige wird der Koop vielleicht sogar der relevantere Teil des Spiels werden. Im Gespräch mit Ted Price von Insomniac betonte der schnell, dass seine Idee für das postapokalyptische Genre (wir weigern uns „awesomepokalypse" zu schreiben ... halt, verdammt...) ist, durch Sunset Overdrive ein Spiel wie Dead Rising als ernstes, deprimierendes Stück Fiktion zu enttarnen. Nun, es ist sicher einfach, sich in die farbgetupfte Welt von Sunset Overdrive zu verlieben. Aber es sieht auch so aus, als ob die uneingeschränkt für das Spielerlebnis selbst gilt.

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KRITIK. Von Ingo Delinger

Dass Sunset Overdrive jede Menge Spaß bringt, kann man auf den ersten Blick erkennen. Eigentlich stellt sich nur die Frage: Wie lange ist das so? Die Antwort: eine ganze Weile!



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