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Stranger Things 3: The Game

Stranger Things 3: The Game

Die dritte Staffel von Stranger Things kommt zu einem Ende, aber wie schlägt sich eigentlich das Videospiel, das die Serie begleitet?

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Stranger Things 3: The GameStranger Things 3: The Game
Die einzige Interaktion mit der Spielwelt ist das Hämmern der A-Taste.

Die mega-erfolgreiche Serie der Duffer Brüder - Stranger Things - wurde über Nacht zur Sensation, als im Juli 2016 die erste Staffel lief. Das Sci-Fi-Material wurde zu einem kulturellen Phänomen und 2017 gab es ein Spiel für die Smartphones und eine Partnerschaft mit Fortnite. Jetzt wurde es Zeit für ein richtiges Spiel, entwickelt von BonusXP, Next Games Oyi und Netflix - Building A für PC, Playstation 4, Switch und Xbox One. Stranger Things 3: The Game wurde als offizieller "Begleiter" zur dritten Staffel promotet, in dem die Fans des Franchise verschiedene Events nachspielen können. Das stimmt teilweise, nur leidet das Spiel unter seiner gehetzten Erzählweise - es gibt immerhin acht Stunden Quellmaterial, die in ein Spiel gepresst wurden. Wir empfehlen euch es erst anzurühren, nachdem ihr die komplette Staffel bereits gesehen habt - sonst gibt es zu viele Spoiler.

Stranger Things 3: The Game beginnt genau dort, wo die dritte Staffel anknüpft: Wir erleben wie einige Wissenschaftler über einen Energiestrahl diskutieren, bevor wir Mike und Lucas durch die Starcourt Mall in Hawkins steuern. Von Anfang an können wir zwischen den beiden Charakteren wechseln und sie sind beide auch später immer anwesend, obwohl die Figuren manchmal wechseln. In der ersten Mission schleichen wir uns durch den Eingang eines Eiscafés in ein Kino. Da es sich um ein Videospiel handelt, wurden einige Ereignisse hinzugefügt, um dieser unaufgeregten Aufgabe etwas mehr Inhalt zu servieren. Statt einfach durch den Hintereingang zu laufen, müssen Mike und Lucas erst Kisten zerstören, um Steves Schlüssel zu finden, dann gegen Ratten kämpfen, anschließend mit einem Russen verhandeln, dessen Freunde verprügeln und letztlich einen Fahrstuhl mit Strom versorgen.

Die Missionen unterscheiden sich also ein wenig vom Material und viele Rätsel sind meist nicht sehr schwer. Wir ziehen Hebel in der richtigen Reihenfolge, stellen uns auf druckempfindliche Platten und verschieben Mülltonnen. Üblicherweise sind wir von A nach B unterwegs und verprügeln unterwegs den einen oder anderen Widersacher, während eine vereinfachte Version der Geschichte erzählt wird. Das Gameplay ist schlicht, denn häufig zerstören wir Gegenstände mit der einzigartigen Waffe des jeweiligen Charakters, wofür wir manchmal Kohle oder anderes Zeug erhalten (genauso funktionieren auch die Kämpfe). Wir haben wie die irren auf den A Knopf gehämmert, denn die einzige Interaktionsmöglichkeit ist das Zerstören von Objekten oder das Vermöbeln von Russen auf der Straße, weil sie wohl irgendeinen wichtigen Gegenstand gestohlen haben.

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Stranger Things 3: The GameStranger Things 3: The Game
Dieses Spiel wird seiner Vorlage nicht gerecht.

In den Kämpfen steht jedem Charakter eine Spezialfähigkeit zur Verfügung, wie etwa Elevens Energieexplosion. Lucas hat seine Bombe, die auch Felsen aus dem Weg räumt (die praktischerweise überall in der Stadt Wege versperren) und es gibt noch die mächtige Heilfähigkeit von Max. Abgesehen davon können wir mit einem Kraftfeld blocken und unsere Werte aufrüsten, indem wir nützliche Dinge aus dem ganzen Zeug herstellen, das wir bei unserer Zerstörungsorgie eingesammelt haben. Manches sind Waffen für einen bestimmten Charakter, häufig dient fallen gelassener Kram unserer Verteidigung, gehört zu einer bestimmten Quest oder gibt unserer Gruppe ein wenig mehr Dampf.

Stranger Things 3: The Game ist wirklich nicht für Spieler geeignet, die sich die dritte Staffel noch nicht angesehen haben, denn es werden auch Dinge ausgelassen. Das Game bietet viele Charaktere, schlichtes Crafting, gradlinige Haupt- und Nebenmissionen und einige Metroidvania-Elemente - an wichtigen Stellen wechselt wir automatisch zu einem Charakter, der alleine weiterkommen muss. Die Nebenmission sind nicht die erhoffte Offenbarung von Hawkins, sondern wenig mondäne Aufgaben. Wir sollen Karen beispielsweise ein besonders Shampoo für ihr Date mit Billy zu besorgen, der will aber lieber an ein paar Brezeln knabbern und wenn wir schon dabei sind: im Pool warten noch ein paar Damen mit weiteren Botengängen auf uns. Manchmal gibt es eine interessante Nebenmission, wie jene mit der alten Dame, die sich zum zweiten Mal in ein vom Demogorgon gesteuertes, untotes Biest verwandelt. Stranger Things 3: The Game verlässt sich immer wieder nur auf Botengänge und das schnelle Drücken der A-Taste.

Das Game ist keine Liebesbekundung oder ein Begleiter zur Serie, sondern eine übervereinfachte Nebenbeschäftigung. Wir hatten schon eine gute Zeit mit dem Spiel, uns gefielen zum Beispiel die Retro-Grafik, die Referenzen und die Musik. Doch es ist offensichtlich, dass dieses Produkt der Fernsehserie nicht gerecht wird und wenig Interessantes bietet - schon gar nicht, wenn ihr keine Fans seid. Am Ende waren wir deshalb wenig beeindruckt. Das Design, die Geschichte und die Musik bilden ein nettes Paket, das halbwegs Freude macht, besonders im Koop, doch die Vereinfachung stört einfach. Der Titel orientiert sich an den 16-Bit-Spielen von damals, aber die meisten Aktionen sind trivial und repetitiv. Wir waren beschäftigt, haben von einem offiziellen Stranger-Things-Spiel allerdings wesentlich mehr erwartet.

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Stranger Things 3: The GameStranger Things 3: The Game
Aufgaben sind repetitiv und langweilig, nur sehr selten gibt es einen Lichtblick.
05 Gamereactor Deutschland
5 / 10
+
Schicke Retro-Grafik, funkiger Soundtrack, Haupt-Plot macht schon einiges her, Koop-Optionen sind vorhanden.
-
Repetitives Gameplay, einige nervige Puzzles, viel Fetch-Quests, keine neuen Einblicke in die Geschichte, uninspirierte Side-Quests, schwache Kämpfe.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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