Spanien warnt vor einem Anstieg von Online-Missbrauch gegen Meteorologen
Eine Analyse ergab, dass fast jede fünfte beleidigende Botschaft auf der Plattform X persönliche Angriffe, Herabwürdigungen oder Hassrede gegen Meteorologen und Forscher enthielt.
Spaniens Umweltminister hat die Staatsanwälte vor einem "alarmierenden Anstieg" von Hassrede und koordinierten Online-Angriffen auf Meteorologen, Klimawissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren gewarnt.
In einem diese Woche gesendeten Brief sagte Sara Aagesen, dass aktuelle Studien, die von ihrem Ministerium geprüft wurden, einen deutlichen Anstieg feindseliger Sprache in sozialen Medien zeigten, insbesondere gegenüber Fachleuten, die verifizierte wissenschaftliche Informationen über Wetter und Klima teilen.
Eine Analyse ergab, dass fast jede fünfte beleidigende Botschaft auf der Plattform X persönliche Angriffe, Herabwürdigungen oder Hassrede gegen Meteorologen und Forscher enthielt. Andere Forschungen deuteten auf eine zunehmende Intensität und Häufigkeit von Angriffen hin, die oft von Verschwörungstheorien über Klimakontrolle und Wettermanipulation befeuert wurden.
Aagesen sagte, der Missbrauch sei nicht nur ein persönliches Problem der Zielpersonen, sondern ein größeres gesellschaftliches Problem, und warnte, dass Schmutzkampagnen die öffentliche Wahrnehmung der Meteorologie verzerren und Wissenschaftler davon abhalten könnten, offen mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren.
Die staatliche meteorologische Behörde Spaniens, Aemet, war ein häufiges Ziel. Ihr Sprecher Rubén del Campo sagte, dass es beunruhigend und schädlich für das öffentliche Verständnis sei, dass falsche Behauptungen und persönliche Angriffe neben seinem Bild kursierten...
