Spanien setzt Militär ein, um die Schweinepest einzudämmen
Afrikanische Schweinepest betrifft den Menschen nicht, verbreitet sich aber schnell unter Schweinen und Wildschweinen.
Spanien mobilisierte am Montag sein Militär, um einen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in der Nähe von Barcelona zu bekämpfen.
Die Behörden vermuten, dass der Ausbruch begann, nachdem ein Wildschwein kontaminierte Lebensmittel wie ein weggeworfenes Sandwich gefressen hatte. Der Ausbruch bedroht nun die milliardenschwere Schweinefleischexportindustrie des Landes.
Zwei Wildschweine, die tot im Collserola-Park, 21 km von Barcelona entfernt, tot gefunden wurden, wurden letzten Freitag positiv auf die Krankheit getestet, woraufhin die Behörden eine 6 km lange Sperrzone um Bellaterra einrichteten. Weitere Verdachtsfälle werden untersucht, weitere positive Fälle werden erwartet.
"Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Aufschnitt, ein Sandwich, kontaminierte Lebensmittel in einer Mülltonne landen und ein Wildschwein es fressen und sich infizieren würde." Kataloniens Landwirtschaftsminister Oscar Ordeig sagte gegenüber Catalunya Radio. Er stellte fest, dass der starke Verkehr in der Region aus ganz Europa eine menschenvermittelte Ausbreitung plausibel mache.
Spanien, einer der weltweit führenden Schweinefleischexporteure
Afrikanische Schweinepest betrifft den Menschen nicht, breitet sich aber schnell unter Schweinen und Wildschweinen aus, was Spanien, einen der weltweit größten Schweinefleischexporteure, einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko aussetzt.
Der Ausbruch befindet sich in der Nähe der AP-7-Autobahn, einer Hauptverbindung zwischen Spanien und Frankreich, und das Ausbleiben von Infektionen anderswo in Katalonien oder Frankreich stützt die Theorie einer menschlichen Kontamination.
Die Bemühungen zur Eindämmung des Virus intensivierten sich am Wochenende, am Sonntag wurden 300 katalanische Polizisten und ländliche Agenten eingesetzt, gefolgt von 117 Mitgliedern der spanischen militärischen Notfalleinheit UME am Montag.
Spaniens Landwirtschaftsminister Luis Planas sagte, etwa ein Drittel der Schweinefleischexportzertifikate seien blockiert, obwohl derzeit keine Farmen infiziert seien. Schweinefleischbetriebe im Umkreis von 20 km um die ursprüngliche Infektionsstelle unterliegen vorübergehenden Beschränkungen.

