Selenskyj besucht Truppen in der Nähe von Saporischschja
Der ukrainische Präsident trifft Soldaten an der Front.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ukrainische Truppen in der Nähe der Südostfront besucht und davor gewarnt, dass die Linien verstärkt werden müssen, nachdem Russland in den immer heftigeren Kämpfen allmählich zugelegt hat. In der Nähe des Dorfes Orichiw bezeichnete Selenskyj die Situation als "eine der schwierigsten" und betonte die Notwendigkeit, die strategisch wichtige Stadt Saporischschja zu verteidigen.
Während seines Besuchs verlieh Selenskyj Medaillen an Soldaten, besprach den Personal- und Ausrüstungsbedarf und legte Blumen für gefallene Soldaten nieder. Er betonte, dass die Haltung von Saporischschja der Schlüssel zum Schutz anderer ukrainischer Positionen sei, und wies auf die Bedeutung der Stadt für beide Seiten hin.
Personalmangel und taktische Gewinne
Analysten sagen, dass die begrenzte Personalstärke der Ukraine es den russischen Streitkräften ermöglicht hat, taktische Vorstöße um südöstliche Siedlungen wie Huliapole und Velyka Novosilka zu unternehmen. Während Russlands Hauptoffensive im Osten bei Pokrowsk verbleibt, könnte der Druck aus dem Südosten die ukrainischen Einheiten isolieren und in Richtung Saporischschja vorrücken. Ukrainische Kommandeure verlegen aktiv Truppen, um diesen Schritten entgegenzuwirken.
In der Zwischenzeit hat die Ukraine über Nacht russische Energie- und Militärziele angegriffen, darunter ein Ölterminal auf der besetzten Krim und ein Depot in Saporischschja, und zwar mit Waffen wie dem neuen bodengestützten Marschflugkörper Flamingo. Diese Operationen zielen darauf ab, die russischen Einnahmen zu stören und die Frontkapazitäten zu schwächen, nachdem Streiks und Wartungsarbeiten vorübergehend 20 % der russischen Raffineriekapazität reduziert hatten.
