Schweden modernisiert Kriegsbunker, die während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges gebaut wurden, wegen möglicher Kriegsgefahr
Seit 2024 hat die Regierung rund 7,7 Millionen Euro für die Modernisierung der 64.000 Kriegsunterkünfte des Landes bereitgestellt.
Gestern erhielten wir die Nachricht, dass Schweden zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg wieder mit der Lagerung von Getreide beginnen wird, was einen wichtigen Schritt in seiner nationalen Verteidigungsstrategie darstellt, mit Plänen, im Rahmen des Haushalts 2026 575 Millionen Kronen (52 Millionen Euro) zu investieren.
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Gleichzeitig stärkt Schweden auch seine Zivilschutzinfrastruktur. Seit 2024 hat die Regierung rund 7,7 Millionen Euro für die Modernisierung der 64.000 Kriegsunterkünfte des Landes bereitgestellt, die ursprünglich während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges errichtet wurden.
Ein Beispiel ist das Parkhaus Igeldamms in der Stockholmer Innenstadt, eine unterirdische Anlage, die wie ein normaler Parkplatz aussieht, aber im Falle eines militärischen Angriffs bis zu 1.200 Menschen schützen kann. In diesem Fall wurden die Renovierungsarbeiten dort vor wenigen Tagen abgeschlossen.
Die schwedische Agentur für zivile Notfälle, die für die Überwachung des Projekts verantwortlich ist, sagt, dass Verbesserungen wie neue Dieselgeneratoren und Luftfiltersysteme bis zu drei Jahre pro Standort dauern können, aber das derzeitige Budget reicht bei weitem nicht aus, um jede Unterkunft zu restaurieren.
Schwedens Ausgaben für den Zivilschutz haben sich seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 bereits versiebenfacht. Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin warnte, dass ein militärischer Angriff "nicht mehr ausgeschlossen werden kann" und forderte die Bürger auf, sich auf den Ernstfall vorzubereiten.
Zu diesem Zweck haben die Behörden eine moderne Version eines Notfallleitfadens aus der Zeit des Kalten Krieges neu herausgegeben, der Ratschläge für die Reaktion auf diese Notfälle enthält, was das wachsende Bewusstsein widerspiegelt, dass die nationale Widerstandsfähigkeit heute weit über das Schlachtfeld hinausgeht.