Russland schließt das polnische Konsulat in Sibirien wegen Eisenbahnsabotagestreit
Russland hat Polen angewiesen, sein Konsulat in Irkutsk zu schließen.
Russland hat Polen angewiesen, sein Konsulat in Irkutsk als Reaktion auf die Schließung des letzten russischen Konsulats in Polen in Warschau zu schließen. Dieser Schritt folgt auf eine Eisenbahnexplosion auf der Strecke Warschau-Lublin Anfang dieses Monats, die Polen auf Agenten mit russischem Geheimdienst zurückführte – eine Behauptung, die Moskau bestreitet.
- Weiterführende Literatur: Polen: Von Russland unterstützte Sabotage hat eine "kritische Linie" überschritten.
Das russische Außenministerium erklärte, die Schließung, die am 30. Dezember wirksam wird, sei eine "direkte Reaktion" auf das, was es Warschaus "feindliche und ungerechtfertigte" Handlung nannte. Moskau warnte außerdem, dass jegliche Angriffe auf Russland mit einer "schmerzhaften, angemessenen Reaktion" beantwortet würden.
Polnische Beamte wiesen Russlands Rechtfertigung zurück und sagten, es gebe keinen Grund, das Konsulat in Irkutsk zu schließen. Die drei dort ansässigen Mitarbeiter sollen Russland bis Ende Dezember verlassen. Der Streit verschärft die Spannungen zwischen den beiden Ländern angesichts anhaltender Sicherheitsbedenken und Geheimdienststreitigkeiten in der Region.
