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Resident Evil Resistance

Resident Evil Resistance - Anspielerfahrungen

Mit vier Kollegen haben wir die asymmetrische Multiplayer-Erfahrung von Resident Evil 3 ausprobiert.

Resident Evil ResistanceResident Evil Resistance

Resident Evil 3 bekommt einen Online-Modus - Resident Evil Resistance - und als wir vor kurzem das Remake anspielen durften, waren wir außerdem dazu eingeladen, auch den neuen Multiplayer-Modus auszuprobieren. Es ist ein asymmetrisches Online-Duell zwischen vier Spielern und einem fünften, der ihnen als "Mastermind" allerlei Untote entgegenschickt, um die Gruppe von bestimmten Aufgaben abzuhalten.

Die Überlebenden werden aus der typischen Schulterperspektive gesteuert und sie sind vorgegebene Charaktere, die wirken, als stammten sie von der Casting-Couch des nächsten High School Musicals. Jede der Figuren hat eine Spezialfähigkeit, die allerdings einen Cooldown hat. January kann Kameras hacken, während Valerie die ganze Gruppe heilt. Tyrone gibt seinen Freunden einen Moral-Boost und Samuel ist ein vielversprechender Boxer, der gerne seine Fäuste sprechen lässt.

Jedes Spiel ist in drei Runden unterteilt: In der ersten Phase müssen drei Dinge aufgenommen werden, die den nächsten Teil des Levels freischalten. Anschließend tauchen besondere Zombies mit Schlüsselkarten auf, die erledigt werden müssen. Im dritten Abschnitt müssen drei Kerne an bestimmten Plätzen positioniert werden. Was danach passiert können wir euch nicht sagen, da wir nie bis zu dieser Stelle vorgedrungen sind - die Überlebenden haben jedes Spiel verloren.

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Auch auf der anderen Seite der Tafel kennen wir uns deshalb leider noch nicht sonderlich gut aus. Zwei Mal durften wir in die Haut des Masterminds schlüpfen, unsere Gegner waren allerdings schon ausgeschalten, bevor sie überhaupt die drei Kerne einsammeln konnten. Die Chancen scheinen gegen die Überlebenden zu sprechen, die wirklich sehr koordiniert vorgehen müssen, wenn sie siegreich sein wollen. Vielleicht muss das auch so sein und die Balance wird sich ändern, sobald die Spieler besser eingewöhnt sind.

Das Mastermind hat jedenfalls einige Tricks im Ärmel: Momentan stehen vier unterschiedliche Hintermänner und -frauen zur Auswahl, genau wie bei den Überlebenden. Der Einzelspieler interagiert mit der Spielwelt völlig anders, als die Überlebenden: Statt die Kontrolle über einen mächtigen Zombie aus der Ego- oder der Schulterperspektive zu übernehmen (obwohl das manchmal passiert), platzieren wir die Zombies und Fallen im Level über ein verändertes Interface. Ähnlich wie bei Strategiespielen im Tower-Defense-Stil entscheiden wir selbst, wo unsere Einheiten auftauchen. Wir schalten uns mit Videokameras durch jedem Raum, beobachten unsere Opfer und versuchen sie im richtigen Augenblick zu erwischen.

Am Anfang ist das noch sehr verwirrend und der Mastermind muss vieles bedenken. Manchmal haben wir durch die Kameras geschaltet, obwohl wir eigentlich zwischen den Einheiten wechseln wollten. Es gibt einen Punkte-Pool, den wir für Zombies und verschiedene Fallen nutzen können (beispielsweise Minen und Geschütztürme) und unsere verfügbaren Optionen werden unten am Bildschirmrand als Karten angezeigt. Das Platzieren muss taktisch gut geplant werden, da sinnlose Fallen oder die Übernahme einer Kamera in einem leeren Raum den Überlebenden Zeit geben, was ihr dringend verhindern sollet. Ihr müsst um jeden Preis verhindern, dass die Gegner gut zusammenarbeiten können.

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Meistens haben wir die Gegner nur verlangsamt, um dann im richtigen Augenblick mit einer gezielten Attacke zuzuschlagen. Die meiste Zeit über müssen wir als Mastermind taktisch vorgehen, aber manchmal dürfen wir auch selbst einen Zombie steuern oder einen Spezialangriff ausführen. Alex Wesker, eine der Strippenzieherinnen, kann eine pflanzenähnliche Monstrosität mit dem Namen Yataveo platzieren, die zwar stationär ist, das Team auf engem Raum aber gut blockieren kann. Dagegen kann Daniel Fabron einen Tyrant platzieren, den wir selbst steuern dürfen, was zum schnellen Untergang für die Überlebenden führen kann. Diese großen Gegner sind keine Kugelschwämme im eigentlichen Sinn, doch ihnen stehen mehrere Angriffe zur Verfügung, mit denen sie die Gruppe im richtigen Augenblick auseinandernehmen können.

Am Anfang waren wir noch überfordert, aber mit der Zeit hatten wir richtig Spaß als Mastermind, auch wenn wir die taktischen Möglichkeiten vermutlich nur an der Oberfläche ankratzen konnten. Auch die Überlebenden sind verlockend, obwohl man sich dem allsehenden Fiesling unterlegen fühlt, besonders da die Gruppe eigentlich ständig unter Zeitdruck steht. Um uns noch mehr aus der Komfortzone zu holen, können die Masterminds das Layout der vier Level verändern, wodurch jedes Match frisch wirkt und den Spielern höchste Aufmerksamkeit abverlangt wird. Die Vielseitigkeit hat aber ihren Preis, denn selbst so spät im Entwicklungszyklus wirkt Resistance ein bisschen verbuggt, mit Clipping und merkwürdigen Animationen.

Aber am Ende zählt, dass wir viel Spaß hatten, auch wenn es vielleicht nicht das Highlight des Tages war. Wer sich drauf einlässt kann viele Gründe finden, immer wieder in diesen Modus zurückzukehren. Als Überlebender erleben wir wilde, intensive Kämpfe gegen die Untoten und als Mastermind hat man ebenfalls großen Spaß, obwohl es manchmal ein wenig fummelig wird. Das Vier-gegen-Eins-Setting passt hervorragend zur Lizenz und gibt den Schurken der Reihe Gelegenheit zu glänzen. Das sollte Grund genug sein, es mindestens einmal auszuprobieren, wenn Resident Evil Resistance am 3. April als Teil des Resident-Evil-3-Pakets auf PC, PS4 und Xbox One gratis dazu bekommt.

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